ÖSTERREICH: Magna verhandelt mit dem russischen Lada-Produzenten

Vertrag über umfangreiche technische Kooperation vor dem Abschluss

Wien (OTS) - Magna Steyr wird massiv in das russische Automobil-Geschäft einsteigen, meldet die Tageszeitung ÖSTERREICH. Laut dem Bericht gilt in Moskau ein Vertragsabschluss der Österreicher mit dem größten russischen Auto-Hersteller, Avtovaz, bereits als fix. Bei Magna Steyr ist man noch zurückhaltender und will ein offizielles Statement des Kunden Avtovaz abwarten. Vorstandschef Manfred Remmel sagt im Gespräch mit ÖSTERREICH:
"Russland ist als neuer Markt natürlich interessant. Insofern prüft Magna Steyr das Potenzial."

Konkret heißt es in Branchenkreisen, dass sich Avtovaz dafür entschieden hat, gemeinsam mit Magna neue Modelle zu entwickeln und eine neue Fabrik zu bauen. Magna soll im Rahmen eines großen Engineering-Auftrages das dafür notwendige Know-how bereit stellen. Dabei konnte sogar Renault aus dem Rennen geworfen werden. Die bekannteste Marke des russischen Avtovaz-Konzerns ist Lada.

Ob Magna darüber hinaus sein Zuliefer-Geschäft in Russland ausbauen kann oder mit weiteren Herstellern kooperiert, ist noch offen. Russland gilt derzeit neben China und Indien als wichtigster Auto-Wachstumsmarkt weltweit. Die russischen Hersteller wie Avtovaz und Gaz decken derzeit immer noch 70 Prozent des eigenen Marktes ab und wollen diesen Anteil halten. Daher wird eifrig an einer Neupositionierung und Modernisierung gearbeitet.

In China ist Magna Steyr bereits auf Expansionskurs. Wie Magna-International-Vorstand Siegfried Wolf erklärt, soll der Konzern den chinesischen Herstellern helfen, die Autos auf europäischen Standard hoch zu rüsten. Gleiches erhofft sich die Firma von Frank Stronach in Russland.

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