- 11.10.2006, 18:59:05
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ÖSTERREICH: Magna verhandelt mit dem russischen Lada-Produzenten
Vertrag über umfangreiche technische Kooperation vor dem Abschluss
Wien (OTS) - Magna Steyr wird massiv in das russische
Automobil-Geschäft einsteigen, meldet die Tageszeitung ÖSTERREICH.
Laut dem Bericht gilt in Moskau ein Vertragsabschluss der
Österreicher mit dem größten russischen Auto-Hersteller, Avtovaz,
bereits als fix. Bei Magna Steyr ist man noch zurückhaltender und
will ein offizielles Statement des Kunden Avtovaz abwarten.
Vorstandschef Manfred Remmel sagt im Gespräch mit ÖSTERREICH:
"Russland ist als neuer Markt natürlich interessant. Insofern prüft
Magna Steyr das Potenzial."
Konkret heißt es in Branchenkreisen, dass sich Avtovaz dafür
entschieden hat, gemeinsam mit Magna neue Modelle zu entwickeln und
eine neue Fabrik zu bauen. Magna soll im Rahmen eines großen
Engineering-Auftrages das dafür notwendige Know-how bereit stellen.
Dabei konnte sogar Renault aus dem Rennen geworfen werden. Die
bekannteste Marke des russischen Avtovaz-Konzerns ist Lada.
Ob Magna darüber hinaus sein Zuliefer-Geschäft in Russland
ausbauen kann oder mit weiteren Herstellern kooperiert, ist noch
offen. Russland gilt derzeit neben China und Indien als wichtigster
Auto-Wachstumsmarkt weltweit. Die russischen Hersteller wie Avtovaz
und Gaz decken derzeit immer noch 70 Prozent des eigenen Marktes ab
und wollen diesen Anteil halten. Daher wird eifrig an einer
Neupositionierung und Modernisierung gearbeitet.
In China ist Magna Steyr bereits auf Expansionskurs. Wie
Magna-International-Vorstand Siegfried Wolf erklärt, soll der Konzern
den chinesischen Herstellern helfen, die Autos auf europäischen
Standard hoch zu rüsten. Gleiches erhofft sich die Firma von Frank
Stronach in Russland.
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