Übergabe eines lebensgroßen Gèlèdè-Mannequins (Ganzkörpermaske) an das Museum für Völkerkunde

Gèlèdè-Ritual: Tanz der Masken aus dem Benin - wertvolles Geschenk an das Museum für Völkerkunde

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Internationalen Konferenz zum Stellenwert des immateriellen Kulturerbes im Zeitalter der Globalisierung, die vom 13. bis zum 14. Oktober im Tanzquartier Wien stattfindet, wird auch ein Gèlèdè-Ritual, ein Bühnenritual bzw. ein Tanz der Masken von einer Gruppe aus Benin aufgeführt. Gèlèdè ist eine Kombination aus Oper, Straßentheater, Kabarett und Ritual und findet zu Ehren der "ursprünglichen Mutter" statt. Das grenzüberschreitende Ritual wird seit über einem Jahrhundert in Togo, Benin und Nigeria praktiziert.

Dabei treffen Tausende Mitglieder der Yoruba Volksgruppe zusammen, um wichtige Ereignisse wie die Erntefeier oder das Bannen drohender Krankheit oder Dürre zu begehen. Es ist der einzige Maskentanz Afrikas, bei dem Frauen eine zentrale Rolle zukommt. Männer und Frauen in kostbaren Kostümen und aufwändigen Masken, singen und tanzen für Frauen bzw. das weibliche Prinzip.
Das farbenprächtige Masken-Ritual ist nach Wien auch in Salzburg, Kärnten und Tirol zu sehen - und trifft dort auf die alpenländische Kulturtradition.

Zum Auftakt ihrer Österreich-Tournee schenkt die Gruppe aus dem Benin am Donnerstag, dem 12. Oktober um 17.30 Uhr auf dem Jagdplateau der Neuen Burg (Eingang Heldenplatz) ein lebensgroßes Gèlèdè-Mannequin (Ganzkörpermaske) an das Museum für Völkerkunde. Generaldirektor Dr. Wilfried Seipel wird das wertvolle Gastgeschenk des internationalen Verbands der Gèlèdè in Benin von dessen Präsident Pierre Abioyé Akpona entgegennehmen. UNESCO-Kommissionspräsident Dr. Hans Marte wird die feierliche Übergabe in Anwesenheit von Mag. Sigrid Gareis, Intendantin des Tanzquartier Wien (TQW), eröffnen.

Donnerstag, 12. Oktober, 17.30 Uhr

Jagdplateau der Neuen Burg, Heldenplatz
Feierliche Übergabe der Gèlèdè-Mannequin an das Museum für Völkerkunde mit UNESCO-Präsident Dr. Hans Marte, Pierre Abioyé Akpona (Kulturministerium der Republik Benin und Präsident des Internationalen Verbands der Gèlèdè), Intendantin Mag. Sigrid Gareis und Generaldirektor Dr. Wilfried Seipel für das Museum für Völkerkunde

Samstag, 14. Oktober, 18.30 Uhr

Introduction Lecture - Einführung in das Gèlèdè-Ritual durch Ö1-Redakteurin Nora Aschacher und der Sozialanthropologin Dr. Ulrike Davis-Sulikowski
Tanzquartier Wien/Studios

Samstag, 14. Oktober, ab 20.30 Uhr

Gèlèdè, Tanz der Masken, ein Bühnenritual
Tanzquartier Wien/Halle E

Medienvertreterinnen und -verteter sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Fotos werden gerne zur Verfügung gestellt.

Hinzuweisen ist auch auf die Ausstellung "Benin. Höfische Kunst aus Westafrika", die vom 9. Mai bis 3. September 2007 im Museum für Völkerkunde zu sehen sein wird. Die Schau ist eine Zusammenarbeit des MVK mit der Kunsthalle Bonn, dem Ethnologischen Museum Berlin und dem Art Institute in Chicago und setzt sich zum Ziel, einen Überblick über die Kunst und Kultur des Königtums Benin in Westafrika (Nigeria) in Geschichte und Gegenwart (14. bis 20. Jahrhundert) zu geben.

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Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission
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