Kapitalgarantie bei Abfertigung Neu nicht in Diskussion!

Wien (OTS) - "Von den in manchen Medien kolportierten
Schlagzeilen, die Kapitalgarantie bei den Mitarbeitervorsorgekassen abschaffen zu wollen, kann keine Rede sein" betont Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV - Mitarbeitervorsorgekasse AG.

"Vielmehr stellt die viel zu kurze Mindestanlagedauer von drei Jahre ein zu lösendes Problem dar: einerseits ist diese kurze Veranlagungsdauer ein Hemmschuh für eine vernünftige, langfristige Veranlagungspolitik, die eigentlich Grundlage einer sinnvollen Vorsorge sein sollte. Andererseits führt die Kombination von kurzen Liegezeiten und Brutto-Kapitalgarantie zu Problemen, insbesondere wenn Dienstverhältnisse nur wenige Wochen oder Monate dauern.

Wenn die Veranlagungsdauer gesteigert wird, können Chancen auf höhere Renditen wahrgenommen werden. 10 Jahre erscheinen hierfür als sinnvolle Grenze denkbar, optimal - aus Veranlagungssicht - wäre eine Veranlagung des Kapitals bis zum Pensionsantritt.
Das Thema ist dem Gesetzgeber bereits seit Monaten bekannt, entsprechende Verbesserungsvorschläge liegen längst am Tisch.

Steuerfreie Zusatzpension durch die Mitarbeitervorsorgekasse:

Die Mitarbeitervorsorgekasse bietet auch die Möglichkeit einer steuerfreien Zusatzpension: Das in der Kasse angesammelte Kapital sollte selbst bei Abfertigungsanspruch vor Pensionsantritt nicht entnommen und verbraucht werden, sondern in der Mitarbeitervorsorgekasse belassen und weiter veranlagt werden! Lässt man sein Abfertigungskapital auf diese Weise bis zur Pension "arbeiten" hat man für den Pensionsantritt die Möglichkeit auf eine lebenslange und zur Gänze steuerfreien Rente geschaffen! Und damit ergänzend zur staatlichen Pension ein attraktives Zusatzeinkommen gesichert.

Dazu ein einfaches Rechenbeispiel:

Eintritt ins Berufsleben: 20. Lebensjahr Pensionsantritt: 65. Lebensjahr Abfertigungsbeitrag: 1,53 % des Jahreseinkommens Annahme Gehaltssteigerung: 2 % jährlich Annahme Ertrag in MVK: 5 % jährlich Mögliche lebenslange und steuerfreie Zusatzpension in % vom Letztgehalt: Frau: 9,03 %*) Mann: 8,92 %*)

*) Unterschiedliche Werte ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Lebenserwartung.
Den Berechnungen liegt ein Tarif einer Pensionskasse mit einem 3,5%igen Rechnungszinssatz inkl. einer 60%igen Witwer- bzw. Witwenpension zu Grunde.

Wer also alle paar Jahre für kleine Konsumausgaben sein Konto in der Mitarbeitervorsorgekasse leer räumt, muss einerseits dafür 6 % Steuer zahlen, und verzichtet andererseits auf eine attraktive, lebenslange und steuerfreie Zusatzpension. In Anbetracht der tendenziell sinkenden staatlichen Altersversorgung sollte diese Chance jeder nutzen!

Handlungsbedarf bei Selbstständigen und Freiberuflern

Einen weiteren Handlungsbedarf des Gesetzgebers ortet Behacker für die Gruppe der Selbstständigen und Freiberufler: "Ihnen blieb bis jetzt die Teilnahme an der steuerbegünstigten betrieblichen Altersvorsorge über die Mitarbeitervorsorgekassen verwehrt. Eine entsprechende Anpassung des Gesetzes erscheint hier ebenfalls höchst dringlich! Auch dieser Zielgruppe sollte wie den Arbeitnehmern die Möglichkeit eingeräumt werden, im Rahmen einer Inkassoregelung der Sozialversicherung in der Mitarbeitervorsorgekasse vorzusorgen."

VBV - Mitarbeitervorsorgekasse AG
in Zahlen:

Anzahl der Verträge mit Unternehmen: mehr als 96.000 Anwartschaftsberechtigte: über 900.000 Veranlagungsvolumen: 335 Mio. Euro

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VBV - Mitarbeitervorsorgekasse AG
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Mail: vorstand@vbv.co.at
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