FPÖ: Explodierende Kosten für Sanierungsarbeiten

Volumen der Schwarzarbeit am Bau erreicht Produktionswert des legalen Baugewerbes - FPÖ verlangt Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten

Wien (OTS) - Nicht nur der Bau von neuen Wohnungen und Häusern ist teurer geworden. Auch die Kosten für Sanierungsarbeiten haben sich rapide erhöht und werden sich nach Meinung aller Experten weiter nach oben entwickeln.

Alleine die Preise für Baustoffe haben sich in den letzten eineinhalb Jahren um bis zu 40 Prozent erhöht und auch die Kosten für Handwerker steigen. Die Schattenwirtschaft boomt. Das Volumen der Schwarzarbeit am Bau hat bereits den Produktionswert des legalen Baugewerbes erreicht.

Die FPÖ schlägt daher einer neuen Bundesregierung vor, haushaltsnahe Dienstleistungen nach dem Vorbild Finnlands steuerschonend zu berücksichtigen. Gemeint sind damit beispielsweise Kosten für Gartenarbeiten, Reinigung, Kinderbetreuung und vor allem für verschiedene Handwerkerarbeiten. Davon erfasst sind also auch Sanierungsarbeiten im Haus oder in der Wohnung.

Das stellt einen deutlichen Anreiz für legale Beschäftigung dar, so FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Diese Maßnahme würde insbesondere auch Klein- und Mittelbetriebe unterstützen, die täglich mit organisierter Schwarzarbeit im Wettbewerb stehen."

Auch für den gescheiterten Dienstleistungsscheck wäre dieses Modell eine ideale Ergänzung und somit ein Rettungsanker.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sollen, so Hofer, konkret zu 70 Prozent als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Und zwar bis zu einer Deckelung von 3000 Euro pro Jahr. Das entlastet Österreichs Haushalte um 260 Millionen Euro und stellt einen deutlichen Impuls für Wirtschaftswachstum und Senkung der Arbeitslosenquote dar.

Hofer: "Wir wissen aufgrund der Erfahrungen in Finnland, dass mit dieser Maßnahme in Österreich auf Dauer 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die Gesamtrentabilität durch geringere Ausgaben für Sozialleistungen, Steuermehreinnahmen, Eindämmung der Schwarzarbeit und zusätzliche Einnahmen für Sozialversicherungen spricht jedenfalls absolut für die Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen. Die Rechnung geht also auch für den neuen Finanzminister auf."

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