- 11.10.2006, 10:50:23
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FPÖ: Explodierende Kosten für Sanierungsarbeiten
Volumen der Schwarzarbeit am Bau erreicht Produktionswert des legalen Baugewerbes - FPÖ verlangt Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten
Wien (OTS) - Nicht nur der Bau von neuen Wohnungen und Häusern ist
teurer geworden. Auch die Kosten für Sanierungsarbeiten haben sich
rapide erhöht und werden sich nach Meinung aller Experten weiter nach
oben entwickeln.
Alleine die Preise für Baustoffe haben sich in den letzten eineinhalb
Jahren um bis zu 40 Prozent erhöht und auch die Kosten für Handwerker
steigen. Die Schattenwirtschaft boomt. Das Volumen der Schwarzarbeit
am Bau hat bereits den Produktionswert des legalen Baugewerbes
erreicht.
Die FPÖ schlägt daher einer neuen Bundesregierung vor, haushaltsnahe
Dienstleistungen nach dem Vorbild Finnlands steuerschonend zu
berücksichtigen. Gemeint sind damit beispielsweise Kosten für
Gartenarbeiten, Reinigung, Kinderbetreuung und vor allem für
verschiedene Handwerkerarbeiten. Davon erfasst sind also auch
Sanierungsarbeiten im Haus oder in der Wohnung.
Das stellt einen deutlichen Anreiz für legale Beschäftigung dar, so
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Diese Maßnahme würde
insbesondere auch Klein- und Mittelbetriebe unterstützen, die täglich
mit organisierter Schwarzarbeit im Wettbewerb stehen."
Auch für den gescheiterten Dienstleistungsscheck wäre dieses Modell
eine ideale Ergänzung und somit ein Rettungsanker.
Haushaltsnahe Dienstleistungen sollen, so Hofer, konkret zu 70
Prozent als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Und zwar
bis zu einer Deckelung von 3000 Euro pro Jahr. Das entlastet
Österreichs Haushalte um 260 Millionen Euro und stellt einen
deutlichen Impuls für Wirtschaftswachstum und Senkung der
Arbeitslosenquote dar.
Hofer: "Wir wissen aufgrund der Erfahrungen in Finnland, dass mit
dieser Maßnahme in Österreich auf Dauer 10.000 neue Arbeitsplätze
geschaffen werden könnten. Die Gesamtrentabilität durch geringere
Ausgaben für Sozialleistungen, Steuermehreinnahmen, Eindämmung der
Schwarzarbeit und zusätzliche Einnahmen für Sozialversicherungen
spricht jedenfalls absolut für die Absetzbarkeit haushaltsnaher
Dienstleistungen. Die Rechnung geht also auch für den neuen
Finanzminister auf."
Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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