• 10.10.2006, 09:57:42
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  • OTS0056 OTW0056

11. Oktober: Internationaler Tag zur Katastrophenvorbeugung

Rotkreuz-Strategie: Bessere Verknüpfung von Soforthilfe mit Maßnahmen der Katastrophenvorsorge

Wien (Rotes Kreuz) - Das Österreichische Rote Kreuz ist für den
nationalen wie für den internationalen Katastropheneinsatz bestens
gerüstet: 9 Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 146 Suchhunde, 172
Notstromaggregate und dutzende Feldküchen. Weiters kann das Rote
Kreuz Tonnen von Medikamenten, tausende Decken und Zelte für rund
9.000 Menschen im Ernstfall bereitstellen. Und in Wien-Inzersdorf ist
vor kurzem das größte Einsatzzentrum Österreichs entstanden. Von hier
aus werden alle künftigen Rotkreuz-Katastropheneinsätze koordiniert.

Die Rotkreuz-Katastrophenhilfe funktioniert, die Vorbeugung noch
nicht überall. Das Österreichische Rote Kreuz hat es sich aber zur
Aufgabe gemacht, nicht nur im Katastrophenfall tätig zu werden,
sondern bereits davor. Die Idee dahinter: die Stärkung der lokalen
und regionalen Hilfskapazitäten führt nachweislich zu verbesserten
Ergebnissen in der internationalen Hilfe.

Wie zum Beispiel in Vietnam: Dort wurde eine Million Euro in die
Pflanzung von Mangroven auf einer Fläche von 12.000 Hektar
investiert. Der Taifun "Waikong" im Jahr 2000 wurde davon gestoppt.
Die Schäden waren gering, es war kein Verlust von Menschenleben zu
beklagen und die Existenzgrundlage der Küstenbewohner wurde nicht
zerstört. Diese Aktion spart seither Jahr für Jahr acht Millionen
Euro, die sonst für die Beseitigung von Katastrophenschäden
aufgewendet werden müssten.

In Sierra Leone unterstützt das Österreichische Rote Kreuz 40.000
Bauernfamilien mit Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten. Damit
soll die Nahrungsmittelproduktion wieder beginnen und eine Hungersnot
vermieden werden. In Bangladesch wurde nach einem verheerenden Zyklon
im November 1970, der 500.000 Menschenleben forderte, von der
örtlichen Rothalbmond-Gesellschaft ein Alarmsystem errichtet. Der
Zyklon 1997 kostete "nur" 200 Menschen das Leben.

Die Soforthilfe bleibt notwendig, wenn ein Land eine Katastrophe
nicht aus eigener Kraft bewältigen kann. Doch verstärkte Maßnahmen im
Bereich Katastrophenschutz sowie die Stärkung lokaler und regionaler
Hilfskapazitäten würden die Hilfe effizienter und effektiver
gestalten - also mehr Gesundheit schützen und Leben retten.

Rückfragehinweis:

ÖRK-Pressestelle
   Mag. Bernhard Jany
   Tel: 01/58 900-151
   Mobil: 0664/264 76 02
   mailto:[email protected]
   www.roteskreuz.at

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