11. Oktober: Internationaler Tag zur Katastrophenvorbeugung

Rotkreuz-Strategie: Bessere Verknüpfung von Soforthilfe mit Maßnahmen der Katastrophenvorsorge

Wien (Rotes Kreuz) - Das Österreichische Rote Kreuz ist für den nationalen wie für den internationalen Katastropheneinsatz bestens gerüstet: 9 Trinkwasseraufbereitungsanlagen, 146 Suchhunde, 172 Notstromaggregate und dutzende Feldküchen. Weiters kann das Rote Kreuz Tonnen von Medikamenten, tausende Decken und Zelte für rund 9.000 Menschen im Ernstfall bereitstellen. Und in Wien-Inzersdorf ist vor kurzem das größte Einsatzzentrum Österreichs entstanden. Von hier aus werden alle künftigen Rotkreuz-Katastropheneinsätze koordiniert.

Die Rotkreuz-Katastrophenhilfe funktioniert, die Vorbeugung noch nicht überall. Das Österreichische Rote Kreuz hat es sich aber zur Aufgabe gemacht, nicht nur im Katastrophenfall tätig zu werden, sondern bereits davor. Die Idee dahinter: die Stärkung der lokalen und regionalen Hilfskapazitäten führt nachweislich zu verbesserten Ergebnissen in der internationalen Hilfe.

Wie zum Beispiel in Vietnam: Dort wurde eine Million Euro in die Pflanzung von Mangroven auf einer Fläche von 12.000 Hektar investiert. Der Taifun "Waikong" im Jahr 2000 wurde davon gestoppt. Die Schäden waren gering, es war kein Verlust von Menschenleben zu beklagen und die Existenzgrundlage der Küstenbewohner wurde nicht zerstört. Diese Aktion spart seither Jahr für Jahr acht Millionen Euro, die sonst für die Beseitigung von Katastrophenschäden aufgewendet werden müssten.

In Sierra Leone unterstützt das Österreichische Rote Kreuz 40.000 Bauernfamilien mit Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten. Damit soll die Nahrungsmittelproduktion wieder beginnen und eine Hungersnot vermieden werden. In Bangladesch wurde nach einem verheerenden Zyklon im November 1970, der 500.000 Menschenleben forderte, von der örtlichen Rothalbmond-Gesellschaft ein Alarmsystem errichtet. Der Zyklon 1997 kostete "nur" 200 Menschen das Leben.

Die Soforthilfe bleibt notwendig, wenn ein Land eine Katastrophe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann. Doch verstärkte Maßnahmen im Bereich Katastrophenschutz sowie die Stärkung lokaler und regionaler Hilfskapazitäten würden die Hilfe effizienter und effektiver gestalten - also mehr Gesundheit schützen und Leben retten.

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