• 06.10.2006, 15:39:38
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Rauch-Kallat am Hospiz- und Palliativ Care-Tag: Todkranke brauchen menschliche Nähe und beste Betreuung bis zuletzt

Österreichweite palliativmedizinische Vollversorgung im stationären Akutbereich muss sichergestellt werden

Wien (OTS) - "Obwohl Österreich eines der weltweit
leistungsfähigsten Gesundheitssysteme bietet, ist leider niemand von
uns davor gefeit, unheilbar zu erkranken oder einen geliebten
Menschen zu verlieren", sagte Gesundheitsministerin Maria
Rauch-Kallat heute, Freitag. "Der Aktionstag am kommenden Samstag ist
deshalb eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung von Hospiz- und
Palliativdiensten hervorzuheben. Menschliche Nähe ist in solchen
Situationen ganz sicher die größte Hilfe, die man einem Sterbenden
bieten kann."

Ein großer Teil der palliativen Betreuung wird in Österreich im
familiären Umfeld geleistet. Deshalb hat der Dachverband Hospiz
Österreich dgemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem
Bundeskanzleramt den Ratgeber "Begleiten bis zuletzt" erarbeitet. In
ihm finden Angehörige wichtige Informationen über die Grundlagen der
Hospizarbeit, die Familienhospizkarenz, die Patientenverfügung,
Beispiele aus der Praxis und vieles mehr.

Natürlich liegt die palliative Betreuung in Österreich nicht
ausschließlich in der Hand der Familie. "Auch auf institutioneller
Ebene sind wir seit vielen Jahren dabei, eine intensive
Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kompetenzbereichen zu fördern
und damit eine umfassende Hospiz- und Palliativversorgung in allen
neun Bundesländern sicherzustellen", sagte die Gesundheitsministerin.

Ziel sei die Realisierung einer österreichweiten
palliativmedizinischen Vollversorgung im stationären Akutbereich. Die
Umsetzung des Bedarfskonzeptes schreite zügig voran und mit Ende 2005
waren bereits 18 Standorte mit 164 Betten realisiert. Daneben haben
einige Bundesländer eigene Konzepte entwickelt bzw. umgesetzt. "Für
die Zukunft gilt es, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen und die
Finanzierung einer qualitätsgesicherten, wohnortnahen
palliativmedizinischen Versorgung sicherzustellen", so Rauch-Kallat
abschließend.

Rückfragehinweis:

BM für Gesundheit und Frauen
   Ministerbüro
   Mag. Daniela Reczek
   Tel.: ++43 1 711 00/4378
   mailto:[email protected]
   http://www.bmgf.gv.at

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