• 06.10.2006, 14:11:24
  • /
  • OTS0179 OTW0179

LHStv. Strutz und LR Dörfler für sozialere und umweltgerechtere Pendlerförderung

Fahrkostenzuschüsse im Rahmen der Arbeitnehmerförderung müssten optimiert werden

Klagenfurt (OTS) - Im Zuge der gestern stattgefundenen
Verkehrsenquete des Landes standen der öffentliche Verkehr und die
Pendlerförderung im Mittelpunkt der Diskussionen. Einhelliger Tenor
dabei war, dass der öffentliche Verkehr gefördert werden muss. Der
Verkehrsexperte vom VCÖ, Martin Blum, präsentierte die Fakten und
sprach sich u.a. für eine Reform der Kärntner Pendlerförderung aus.
Derzeit werden Fahrten bereits ab einer Wegstrecke von 5 km
finanziell unterstützt und das unabhängig davon, ob der PKW oder Bahn
und Bus verwendet werden. Auch Verkehrsreferent Dörfler spricht sich
für eine Optimierung des Fördermodells aus. "Die derzeitige Förderung
macht einen Umstieg der Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel nicht
attraktiv und geht daher verkehrspolitisch in die falsche Richtung,"
sagt Dörfler.

Das Land Kärnten stellt im Rahmen der Arbeitnehmerförderung rund 5
Millionen Euro jährlich für Kärntens Pendler zur Verfügung. Die
Auszahlung erfolgt über die Arbeiterkammer. "Die
Arbeitnehmerförderung ist ein wichtiges Instrument für die Kärntner
Bevölkerung, erfüllt jedoch nur dann seine Aufgabe wenn die soziale
Treffsicherheit gewährleistet ist," so LHStv. Martin Strutz. Aktuelle
Statistiken der Arbeiterkammer Kärnten zeigen, dass der überwiegende
Anteil der Fahrtkostenzuschüsse für Kurzstrecken (bis 15
min/Wegstrecke) gewährt werden und Pendler in den Zentralräumen der
Bezirke Villach und Klagenfurt betrifft. "Gerade im Zentralraum gibt
es ein gut ausgebautes Netz im öffentlichen Verkehr", sagt Dörfler.

Strutz und Dörfler fordern daher eine verstärkte Berücksichtigung
insbesondere der ländlichen Bevölkerung in den Regionen sowie eine
stärker Beachtung von geringeren Einkommensbeziehern wie z.B.
Alleinverdienern und Alleinerzieher/Innen.

Derzeit arbeitet eine vom Land Kärnten und der AK Kärnten eingesetzte
Arbeitsgruppe an einer Neustrukturierung der Arbeitnehmerförderung.
Im Zuge dessen soll auch das Pendlerbeihilfensystem in Kärnten
optimiert werden. Die Richtlinien sollen zukünftig sowohl Interessen
des öffentlichen Verkehrs, des Individualverkehrs als auch Park and
Ride-Systeme mit dem Ziel der bestmöglichen Treffsicherheit
berücksichtigen.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel