Findeis: "Sicherheitsmanager" sind kein Ersatz für Polizei

Personalfehlstände müssen behoben werden

St. Pölten (SPI) - Nach wie vor sorgen eine hohe Kriminalitätsrate und eine sinkende Aufklärungsrate für massive Verunsicherung in der Bevölkerung. "Der jüngste Vorschlag der niederösterreichischen ÖVP zeigt, dass offenbar doch nicht alles so wunderbar ist, wie uns das in den letzten Wochen weiß gemacht werden sollte", reagiert der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis, auf jüngste Vorschläge, Sicherheitsmanager in den Gemeinden zu installieren. "Zuerst werden 119 Gendarmerieposten in Österreich geschlossen und jetzt sollen Gemeinderäte als Sicherheitsmanager die Kontakte zwischen Gemeinde und Polizei verbessern! Erstens ist davon auszugehen, dass es ja Kontakte zwischen den Gemeinden und der Polizei gibt und zweitens kann kein so genannter Sicherheitsmanager die fehlenden PolizistInnen ersetzen", so Findeis weiter.****

"Prinzipiell sind natürlich Maßnahmen, die die Zusammenarbeit verbessern und die Sicherheit der Menschen heben, zu begrüßen. Man kann auch über jeden Vorschlag nachdenken - aber so zu tun, als könnten Gemeinderäte die fehlende Polizei ersetzen ist blauäugig! Sollen die Gemeinderäte als Sicherheitsmanager etwa in der Nacht die Streifendienste in den unterbesetzten ländlichen Gebieten übernehmen? Auch die genannten möglichen Aufgaben erscheinen mir mehr als fraglich. Themen wie etwa Vorsorgetipps oder Drogenberatung sind etwas für absolute Fachleute und nicht für noch so engagierte Laien geeignet. Auf diese Weise werden wir die 3.000 PolizistInnen, die seit dem Jahr 2000 abgebaut wurden, nicht ersetzen können", so Findeis abschließend.
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