- 06.10.2006, 12:06:32
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Wiener Landtag (2)
Fragestunde
Wien (OTS) - Die fünfte Anfrage von LAbg. Mag. Rüdiger Maresch
(Grüne) richtete sich an StR. Mag. Ulli Sima (SPÖ) und beschäftigte
sich mit dem Umweltinformationsgesetz, in dem es heißt, dass einem
Begehren auf Mitteilung von Umweltdaten innerhalb eines Monats zu
entsprechen ist. Wenn die Daten nicht im gewünschten Umfang
mitgeteilt wurden so wird auf Antrag ein Bescheid erlassen. Maresch
stellte die Frage, wieviele derartige Bescheide seit Beginn der
Amtszeit Simas erlassen wurden. Sima (SPÖ) stellte fest, dass keine
Bescheide in diesem Sinne erlassen wurden. Weiters stellte sie fest,
dass es sich dabei um ein behördliches Verfahren handle und die MA 22
zuständig sei. Auf eine Zusatzfrage meinte sie, dass Wien, was
Umweltmessstationen betreffe, deutlich über dem Anspruch der EU
liege.
Mit dieser Anfrage endete die Fragestunde.
Aktuelle Stunde zum Thema "Wien Tourismus auf Rekordkurs -
Aussichten und weitere Maßnahmen"
Wien, (OTS) LAbg. Fritz Strobl (SPÖ) hob hervor, dass Wien dem
Ziel von 10 Millionen Nächtigungen bis 2010 schon sehr nahe sei. Seit
2003 seien die Nächtigungen über 14 Prozent gestiegen. Dieser Trend
würde sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Wichtig sei
es Rahmenbedingungen zu verstärken. Das betreffe die Verbesserung der
Erreichbarkeit, neue Attraktionen oder dementsprechendes Marketing.
"Wien ist Kongresstourismus-Weltmeister", freute sich Strobl. Er
bedankte sich in diesem Zusammenhang beim Team von Wien-Tourismus.
Besonders freue es ihn, dass der Tourismus bei den Wienerinnen und
Wiener eine hohe Akzeptanz hätte.
LAbg. Johann Herzog (FPÖ) meinte, dass der Städtetourismus in
ganz Europa boomen würde. Auch Billig-Airlines würden dazu beitragen,
daher würde der Erfolg nicht nur an der Stadt liegen. Er sprach sich
gegen eine Änderung der Ladenöffnungszeiten aus. Auch die
Touristenbusse in der Innenstadt würden ein Problem darstellen.
Handlungsbedarf sah Herzog auch in der "Problemzone Grinzing".
LAbg. Marco Schreuder (Grüne) stellte fest, dass es wichtigere
Themen zu diskutieren gebe, da im Tourismusbereich relativ große
Einigkeit zwischen den Parteien herrsche. Er kritisierte allerdings,
dass zuviel mit Musicals statt mit der Wiener Clubszene geworben
werde. Diese wäre für junge Menschen interessanter. Als größte
Herausforderung sieht Schreuder die Fussball-EM 08. In diesem
Zusammenhang kritisierte er Bezirksvorsteherin Stenzel, die Fanmeilen
in der City ablehne.
LAbg. Dkfm. Dr. Fritz Aichinger (ÖVP)
warf Strobl vor zu wenig in die Zukunft zu sehen. Wien sei im
österreichweitem Vergleich nur am Platz 5. Tirol, Salzburg oder
Kärnten könnten mehr Nächtigungen verbuchen. Klein- und
Mittelbetriebe müssten gestärkt werden, um den "Rekordkurs" zu
halten. Abschließend forderte Aichinger die Abschaffung der
Werbesteuer.
LAbg. Henriette Frank (FPÖ) sah in der Wiener Stadtregierung
"den Willen zur Zerstörung der Sehenswürdigkeiten". Als Beispiel
nannte sie die Sophiensäle oder die Opernball-Demonstrationen.
Moderne Bauten gehörten "am Stadtrand isoliert". Weiters gebe es
zuviel Kebab und Pizza-Stände. Automaten und Spielhöllen im Prater
seien zu verurteilen.
LAbg. Ingrid Puller (Grüne) forderte eine "Tourismus-Bim" ein.
Mit dieser speziellen Straßenbahn könnte man die Anzahl der
Touristenbusse in der Stadt reduzieren. Dieses Thema dürfe man nicht
der ÖVP überlassen, schloss Puller.
LAbg. Mag. Alexander Neuhuber (ÖVP) kritisierte, dass Wien laut
einer Studie im Standortwettbewerb nur im letzten Drittel läge.
Selbst Dublin, Prag oder Warschau würden weit vor Wien liegen.
LAbg. Ernst Nevrivy (SPÖ) hob hervor, dass der Wiener Tourismus
im Spitzenfeld liege. Das Bild der Bevölkerung würde das Bild der
Stadt in der Welt prägen. Die positive Haltung der Wienerinnen und
Wiener würde sich durch alle Berufs- und Altersgruppen ziehen. Die
Zeiten, dass Wien eine "verschlafene Stadt" war, würden nun endgültig
vorbei sein. (Forts) kwc/gse
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081
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