Wiener Landtag (2)

Fragestunde

Wien (OTS) - Die fünfte Anfrage von LAbg. Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) richtete sich an StR. Mag. Ulli Sima (SPÖ) und beschäftigte sich mit dem Umweltinformationsgesetz, in dem es heißt, dass einem Begehren auf Mitteilung von Umweltdaten innerhalb eines Monats zu entsprechen ist. Wenn die Daten nicht im gewünschten Umfang mitgeteilt wurden so wird auf Antrag ein Bescheid erlassen. Maresch stellte die Frage, wieviele derartige Bescheide seit Beginn der Amtszeit Simas erlassen wurden. Sima (SPÖ) stellte fest, dass keine Bescheide in diesem Sinne erlassen wurden. Weiters stellte sie fest, dass es sich dabei um ein behördliches Verfahren handle und die MA 22 zuständig sei. Auf eine Zusatzfrage meinte sie, dass Wien, was Umweltmessstationen betreffe, deutlich über dem Anspruch der EU liege.

Mit dieser Anfrage endete die Fragestunde.

Aktuelle Stunde zum Thema "Wien Tourismus auf Rekordkurs -Aussichten und weitere Maßnahmen"

Wien, (OTS) LAbg. Fritz Strobl (SPÖ) hob hervor, dass Wien dem Ziel von 10 Millionen Nächtigungen bis 2010 schon sehr nahe sei. Seit 2003 seien die Nächtigungen über 14 Prozent gestiegen. Dieser Trend würde sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Wichtig sei es Rahmenbedingungen zu verstärken. Das betreffe die Verbesserung der Erreichbarkeit, neue Attraktionen oder dementsprechendes Marketing. "Wien ist Kongresstourismus-Weltmeister", freute sich Strobl. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang beim Team von Wien-Tourismus. Besonders freue es ihn, dass der Tourismus bei den Wienerinnen und Wiener eine hohe Akzeptanz hätte.

LAbg. Johann Herzog (FPÖ) meinte, dass der Städtetourismus in ganz Europa boomen würde. Auch Billig-Airlines würden dazu beitragen, daher würde der Erfolg nicht nur an der Stadt liegen. Er sprach sich gegen eine Änderung der Ladenöffnungszeiten aus. Auch die Touristenbusse in der Innenstadt würden ein Problem darstellen. Handlungsbedarf sah Herzog auch in der "Problemzone Grinzing".

LAbg. Marco Schreuder (Grüne) stellte fest, dass es wichtigere Themen zu diskutieren gebe, da im Tourismusbereich relativ große Einigkeit zwischen den Parteien herrsche. Er kritisierte allerdings, dass zuviel mit Musicals statt mit der Wiener Clubszene geworben werde. Diese wäre für junge Menschen interessanter. Als größte Herausforderung sieht Schreuder die Fussball-EM 08. In diesem Zusammenhang kritisierte er Bezirksvorsteherin Stenzel, die Fanmeilen in der City ablehne.

LAbg. Dkfm. Dr. Fritz Aichinger (ÖVP)
warf Strobl vor zu wenig in die Zukunft zu sehen. Wien sei im österreichweitem Vergleich nur am Platz 5. Tirol, Salzburg oder Kärnten könnten mehr Nächtigungen verbuchen. Klein- und Mittelbetriebe müssten gestärkt werden, um den "Rekordkurs" zu halten. Abschließend forderte Aichinger die Abschaffung der Werbesteuer.

LAbg. Henriette Frank (FPÖ) sah in der Wiener Stadtregierung "den Willen zur Zerstörung der Sehenswürdigkeiten". Als Beispiel nannte sie die Sophiensäle oder die Opernball-Demonstrationen. Moderne Bauten gehörten "am Stadtrand isoliert". Weiters gebe es zuviel Kebab und Pizza-Stände. Automaten und Spielhöllen im Prater seien zu verurteilen.

LAbg. Ingrid Puller (Grüne) forderte eine "Tourismus-Bim" ein. Mit dieser speziellen Straßenbahn könnte man die Anzahl der Touristenbusse in der Stadt reduzieren. Dieses Thema dürfe man nicht der ÖVP überlassen, schloss Puller.

LAbg. Mag. Alexander Neuhuber (ÖVP) kritisierte, dass Wien laut einer Studie im Standortwettbewerb nur im letzten Drittel läge. Selbst Dublin, Prag oder Warschau würden weit vor Wien liegen.

LAbg. Ernst Nevrivy (SPÖ) hob hervor, dass der Wiener Tourismus im Spitzenfeld liege. Das Bild der Bevölkerung würde das Bild der Stadt in der Welt prägen. Die positive Haltung der Wienerinnen und Wiener würde sich durch alle Berufs- und Altersgruppen ziehen. Die Zeiten, dass Wien eine "verschlafene Stadt" war, würden nun endgültig vorbei sein. (Forts) kwc/gse

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0011