- 06.10.2006, 10:45:56
- /
- OTS0078 OTW0078
8. Oktober - Jahrestag des großen Bebens in Pakistan
"Nachbar in Not" hat vielen Opfern das Überleben und den Start in ein neues Leben ermöglicht
Wien (OTS) - Am 8. Oktober 2005 erschütterte in den Morgenstunden
ein Jahrhunderterdbeben den Norden Pakistans: Ganze Dörfer und
Siedlungen wurden dem Erdboden gleichgemacht, Straßen verschüttet und
die Infrastruktur des Landes schwer beschädigt. Das Beben mit einer
Stärke von 7,6 auf der Richterskala forderte fast 90.000 Tote, mehr
als 10.000 Verletzte und machte rund drei Millionen Menschen
obdachlos. Zwölf Monate nach dem Beben ist die Katastrophe in der
Weltöffentlichkeit und in den Medien längst kein Thema mehr - nicht
so für die betroffenen Menschen und Hilfsorganisationen.
"5,8 Millionen Euro haben die Österreicherinnen und Österreicher
allein für die Pakistan-Hilfe der Aktion 'Nachbar in Not' gespendet",
resümiert "Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Michael Opriesnig
vom Österreichischen Roten Kreuz die enorme Hilfsbereitschaft in den
Monaten nach der Katastrophe. "Geld, das vielen Menschen das
Überleben gesichert hat", so Opriesnig, der am Jahrestag der
Katastrophe nicht nur den Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern,
sondern auch den Mitarbeitern der "Nachbar in
Not"-Hilfsorganisationen danken möchte, die auch Hilfe leisteten und
leisten, wenn keine Kamera dabei ist. Das Österreichische Rote Kreuz
(ÖRK) war bis jetzt mit insgesamt 18 Mitarbeitern - vor allem
Trinkwasserspezialisten - im Einsatz. Insgesamt wurden direkt vom ÖRK
2.000 Familienzelte, 170.000 Winterdecken, 21.000 Hygienepakete, 370
Tonnen Lebensmittel und 53.000 Stück Kleidung verteilt. Eine
Mitarbeiterin befindet sich nach wie vor in Pakistan. Sie ist für
Nahrungsmittelverteilungen zuständig. Opriesnig: "Alle
Rotkreuz-Hilfsmaßnahmen werden bis Ende 2008 weiterlaufen:
Schwerpunkte werden unter anderem der Aufbau von medizinischen
Einrichtungen, Wasser- und sanitären Anlagen sowie die Verteilung von
Saatgut und landwirtschaftlichen Werkzeugen sein."
Nach der abgeschlossenen Nothilfe ist es nach wie vor
überlebenswichtig, jene Projekte weiterzuführen, die den Menschen in
einer der ärmsten Regionen der Welt die Wiederherstellung ihrer
Lebensgrundlagen ermöglichen sollen. "Neben den Herausforderungen des
zweiten nahenden Winters nach dem Beben geht es jetzt auch darum,
jene Erdbebenopfer, die bereits eine sichere Unterkunft haben, nun
auf dem Weg in ein eigenständiges Leben zu begleiten", sagt
Caritas-Auslandshilfechef und "Nachbar in Not"-Vorstand Christoph
Petrik-Schweifer. So unterstützt die Caritas derzeit 2.000 Frauen,
darunter viele Witwen, mit Schulungen und Starthilfen zum Aufbau
einer Tierzucht oder Nähkursen, damit sie sich und ihre Kinder
ernähren können. Mit den Geldern aus "Nachbar in Not" half die
Caritas in Pakistan rund 4.700 Familien mit Zelten und Decken und
mehr als 2.000 Familien mit Übergangsbehausungen. 80 Großzelte dienen
als Schulen bzw. medizinische Camps. In Indien wurden mehr als 500
Familien mit Nahrungsmittelpaketen, Decken und teilweise auch mit
Notunterkünften versorgt.
Das Hilfswerk Austria unterstützte in der Region Azad (Kaschmir) rund
3.200 Familien mit Nahrungsmitteln, Kleidung, Decken und
Baumaterialien. Für weitere 520 Familien wurden gemeinsam mit der
betroffenen Bevölkerung Behausungen, so genannte "Iglus", errichtet.
Care Österreich versorgte im abgelegenen Allai-Tal 2.450 Menschen mit
Kleidung, Decken und vor allem mit Zelten, die auch in der bergigen
Region für den Winter geeignet sind. Die Diakonie finanzierte aus
"Nachbar in Not"-Geldern die winterfeste Unterbringung von mehr als
3.000 Familien, das heißt rund 15.000 Personen. Die Volkshilfe
verteilte in der Region Uri/Baramular in Kaschmir/Indien an mehr als
1.800 Familien in abgelegenen Dörfern warme Kleidung, Decken und
Baumaterial wie etwa 2.000 Blechtafeln für die Instandsetzung von
Häusern und kümmerte sich um Verletzte in den Spitälern.
Jörg Ruminak, Leiter des ORF-Humanitarian-Broadcasting: "In dem
katastrophenreichen Jahr 2005 hat 'Nachbar in Not' in vielen
Krisenregionen der Welt - Tsunami in Südostasien, Hochwasser in
Rumänien und Bulgarien, Erdbeben in Pakistan - unter großer
Anteilnahme und Mithilfe der österreichischen Bevölkerung
beträchtliche Hilfe geleistet. Die Professionalität unserer Partner
garantiert, dass die Hilfe aus Österreich auch eine nachhaltige ist."
Spendenkonto:
PSK 91 30 1000 (PSK 60 000)
oder online
http://nachbarinnot.ORF.at
Rückfragehinweis:
ORF - Humanitarian Broadcasting
Christine Kaiser
Tel.: +43 (0)1/87878 - DW 12422
http://nachbarinnot.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GOK






