- 04.10.2006, 09:59:03
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FPÖ-Kritik an Gemischtwarenflottenpolitik der AUA
Hofer: Optimierte Flotte bringt mehr als Kürzungen bei Personal
Wien (OTS) - Die AUA hat mit Zustimmung der Staatsholding ÖIAG
unmittelbar nach der Nationalratswahl am 1. Oktober angekündigt, 350
Mitarbeiter abbauen zu wollen. Vorstandsvorsitzender Ötsch will zwar
nach eigenen Angaben Kündigungen vermeiden, wird aber zweifellos
anders handeln.
Ötsch hatte bei Amtsantritt erweiterte Kooperationsmodelle für die
AUA ausgeschlossen. Das Argument damals: Die AUA muss eine
österreichische Fluglinie bleiben.
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Die AUA hat einen kleinen
Heimatmarkt. Das zwingt jeden wirtschaftlich vernünftig denkenden
Manager dazu, im Rahmen einer Nischenpolitik massiv auf
Kooperationsmodelle zu setzen. Diese Nische heißt für die AUA
Osteuropa. Als Partner für die AUA ist die Lufthansa sicherlich trotz
der Konkurrenz der Drehkreuze Frankfurt und München optimal."
Als "wirtschaftlichen Irrsinn" bezeichnet Hofer die Flottenpolitik
der AUA-Gruppe: "Die Vielzahl verschiedener Flugzeugtypen
verschiedener Hersteller verursacht nicht nur in der Lagerhaltung
enorme Kosten. Auch Techniker, Piloten und Flugbegleiter sind auf den
jeweiligen Flugzeugtyp einzuschulen. Die Kosten für Ersatzteile, die
für jeden Flugzeugtyp sicherzustellen sind, sind atemberaubend. In
der Luftfahrt gelten andere Dimensionen. Eine einzige
Triebwerksschaufel kostet so viel wie ein Kleinwagen, ein
Treibstofffilter so viel wie ein Moped."
Die FPÖ fordert die ÖIAG auf, die Interessen der öffentlichen Hand
bei der AUA stärker zu vertreten und sich massiv für eine Änderung
der "Gemischtwarenflottenpolitik" einzusetzen.
Hofer: "Das bringt der AUA-Gruppe langfristig mehr, als die jetzt
geplanten Kürzungen beim Personal. Herr Ötsch ist gefordert. Um
Mitarbeiter abzubauen, hätte man Ötsch nicht als CEO von Siemens
holen müssen. Das hätte Soerensen auch zustande gebracht. Aufgefallen
ist Ötsch bisher auch dadurch, dass er ehemalige Siemens-Mitarbeiter
in die AUA geholt hat."
Übrigens hatte Alfred Ötsch noch vor Amtsantritt behauptet, dass er
bei Siemens gelernt hätte, Betriebsrat und Personal in
Entscheidungsfindungen einzubinden.
Hofer: "Davon kann ich heute nichts erkennen. Ich warne vor einem
Streik bei der AUA."
Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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