Neue "Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Claudia Grabner: Der Wert des Wortes

Klagenfurt (OTS) - Wie viel ist es wert, das Wort eines
Politikers? Zwischen Unappetitlichkeit und Unseriösität dahinschrammende Absonderlichkeiten haben Österreich in der Vergangenheit gelehrt: So Wortbruch der eigenen Befindlichkeit dient, wird er vollzogen ... Die Erkenntnis, dass die Rechnung des Wählers -wenn auch nicht unmittelbar, so doch irgendwann - kommt, könnte die Politik freilich zur Ehrlichkeit zwingen. Unmittelbar. Oder irgendwann.

Geht Österreich von unmittelbarer Erkenntnisfindung aus - dann steht für die politische Zukunft fest: Große Koalition. Zumal sämtliche Eventualitäten abseits von Rot und Schwarz im Reich des "wertelosen Wortes" angesiedelt sind: Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel wollten mit der Strache-FPÖ nicht koalieren; Alexander Van der Bellen schloss ein Zusammenspiel mit Blau und Orange dezidiert aus.

Was bleibt, ist das Fragezeichen Schüssel-Zukunft: Der nach dem Wahldebakel (ein Minus von 8,1 Prozent IST Debakel) in "einen Schockzustand gestürzten Partei" ist vieles zuzutrauen. Auch die Konsequenz, die Schüssels Kopf bedeutet. Ein Rückzug des "einfach besseren Kanzlers" hieße ein völlig neues Mischen der Karten. Wer auch immer Schüssel folgt, wäre an keine Worte gebunden. "Nur" an die Verantwortung gegenüber dem Wählerwillen. Und auf die wurde schon des Öfteren gepfiffen ...

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