Unternehmenssitz der Tirol Milch bleibt in Innsbruck

Innsbruck (OTS) - Zwischenergebnis aus der Standortanalyse:
Verlagerung von Unternehmensführung und Verwaltung nach Wörgl wirtschaftlich nicht sinnvoll - endgültige Entscheidung für die Zusammenlegung der Produktion fällt Mitte November

Seit Mitte Mai 2006 beschäftigt sich bei der Tirol Milch eine Arbeitsgruppe aus Bereichsverantwortlichen und externen Experten mit der Frage einer möglichen Zusammenlegung der beiden Standorte Innsbruck und Wörgl. Nun liegt ein Zwischenergebnis vor: Der Unternehmenssitz wird in Innsbruck bleiben. Das erklärten Obmann Hans Schweiger und Geschäftsführer Andreas Geisler heute vor Journalisten.

"Erste Berechnungen haben ergeben, dass die Verlagerung von Geschäftsführung, Verwaltung, Marketing und Vertrieb zusätzliche Investitionen in Wörgl notwendig machen würde. Die Synergieeffekte wären vergleichsweise gering", so Geisler. Die Konsequenz: Die Geschicke des Unternehmens werden weiterhin von Innsbruck aus gelenkt. Auch die Milchgeldabrechnung und der Abholmarkt verbleiben am derzeitigen Standort in der Innsbrucker Rossau. In den genannten Bereichen sind 40 der insgesamt 135 Mitarbeiter in Innsbruck beschäftigt.

Die erste Analyse zeigt, dass eine Konzentration von Produktion und Logistik am Standort Wörgl wirtschaftlich sinnvoll ist. Dazu Tirol Milch Geschäftsführer Geisler: "Bei einem möglichen Zusammenschluss geht es ausschließlich um den Abbau von doppelten Strukturen, am Mitarbeiterstand von insgesamt 300 Beschäftigten wird sich auch im Falle einer Verlagerung nichts ändern."

Oberstes Ziel: Tirol Milch muss selbständig bleiben

"Unser oberstes Ziel ist der Erhalt der Tirol Milch als selbständiges Unternehmen im Eigentum der Tiroler Bauern", hielt Obmann Hans Schweiger fest. Dafür müsse man auch wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen treffen, wenn diese notwendig seien. "Wir wollen den Bauern signalisieren, dass sie sich auch langfristig auf die Tirol Milch verlassen können", betonte Schweiger. Jede Stärkung des Unternehmens infolge von Einsparungen steigere den Ertrag des Unternehmens, sichere die Arbeitsplätze, die Selbständigkeit der Tirol Milch und auch den entsprechenden Milchpreis für die Bauern.

Preisverhandlungen mit dem Handel

Hintergrund der Debatte um die Standortzusammenlegung sind explodierende Kosten bei Strom, Erdgas, Treibstoff, Rohstoffen und Verpackungsmaterialien, die bislang nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. "Wir sind deshalb gezwungen, alle Einsparungspotenziale innerhalb des Unternehmens zu suchen und auch zu nutzen", so Geisler. Parallel dazu versuche man, erstmals seit fünf Jahren eine generelle Preiserhöhung durchzusetzen. Geisler: "Die Gespräche mit dem Handel laufen."

Biomasse-Kraftwerk kommt

Die Investitionsentscheidung für das geplante Biomasse-Heizwerk am Standort Wörgl ist bereits gefallen. Über die Größe wird entschieden, sobald der weitere Fahrplan in Sachen Zusammenlegung klar ist. Das Investitionsvolumen beträgt zwischen vier und sechs Millionen Euro. "Wir wollen den nachwachsenden Rohstoff Holz nutzen und soweit wie möglich auf fossile Brennstoffe verzichten", sagte Geisler.

Die Tirol Milch beschäftigt insgesamt 300 Mitarbeiter und erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 139 Millionen Euro. Die Genossenschaft steht im Eigentum von 5.000 Tiroler Bauern.

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Rückfragen & Kontakt:

GF Andreas Geisler
Tel.: 0512/321-104
e-mail: direktion@tirolmilch.at

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