• 02.10.2006, 14:57:09
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Morgiger Welternährungstag: Ernährungssicherung durch Agrarinvestitionen

Österreichische Sonderdotierung für Wasserprojekt in Lesotho

Wien (OTS) - Der morgige Welternährungstag der Vereinten Nationen
steht unter dem Motto "Investing in Agriculture for Food Security.
The whole world will profit". Das Lebensministerium wird aus diesem
Anlass gemeinsam mit dem Ökosozialen Forum eine Tagung mit dem Titel
"Lebensversicherung Vielfalt? - Ernährungssicherung durch
Agrar-Investitionen" veranstalten, um über die Themen
Agrobiodiversität, dem Internationalen Saatgutvertrag sowie ethische
Implikationen zu diskutieren. Dies teilt das Bundesministerium für
Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Der Kampf gegen Hunger und Mangelernährung auf globaler Ebene
zählt zu den wichtigsten Aufgaben der internationalen
Staatengemeinschaft. Ziel ist, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr
2015 im Vergleich zu 1990/92 zu halbieren. Derzeit gelten weltweit
immer noch mehr als 852 Millionen Menschen als unterernährt, davon
815 Millionen in Entwicklungsländern, 28 Millionen in
Übergangsökonomien und 9 Millionen in Industrieländern. Allein in
Afrika leiden 27 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung, das sind
210 Millionen Menschen. Knappe 9 Jahre vor dem Zieldatum 2015 können
- beim gegenwärtigen Stand der Hungerbekämpfung - von allen
Entwicklungsregionen nur Südamerika und die karibischen Länder das
Millenniumsziel (MDG) erreichen, den Anteil der Hungernden zu
halbieren.

Der jüngste Welthungerbericht zeigt die Bedeutung der
Ernährungssicherheit in den ärmeren Ländern für die Verringerung der
hohen Sterblichkeitsrate von Kindern und Müttern, für eine bessere
Schulbildung, die Gleichberechtigung von Frauen und die Schonung von
Umwelt und Ressourcen. Ausreichende und gesunde Ernährung sind
weiters ein Beitrag zur Bekämpfung von Seuchen wie HIV/AIDS, Malaria
und Tuberkulose.

Hunger und Armut sind wesentlich Probleme des ländlichen Raums, 70
Prozent der in Armut lebenden Bevölkerung entstammen dem ländlichen
Raum. Die Ursachen sind vielfältig, immer aber stehen sie im
Zusammenhang mit dem mangelnden Zugang zu produktiven Ressourcen, wie
Land, Wasser, Ausbildung und Krediten.

Deshalb unterstützt das Lebensministerium das Projekt "Pro-Poor
Small-Farm Irrigation with Pedal Pump Technology". Es dient konkret
der Erzeugung und dem Aufbau von Fußpedal-Wasserpumpen in Lesotho und
zielt auf die Verbesserung der Wasserzugangssituation besonders von
Kleinfarmen ab. Das Programm wird von der "Food and Agriculture
Organization" (FAO) gemeinsam mit der internationalen NGO "Water for
the Third World" (W3W) und dem regionalen Landwirtschaftsministerium
umgesetzt. Lesothos Agrarsektor steuert lediglich 14 Prozent zum
Bruttonationalprodukt bei, obwohl 80 Prozent der Bevölkerung mit
Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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