Mehr Bürgerservice durch E-Government - eine Bestandsaufnahme

Wien (OTS) - Amtswege sind hierzulande immer einfacher zu
erledigen, denn im E-Government hat sich Österreich in den letzten Jahren auf Platz 1 des EU-Ranking gearbeitet. Was steckt nun genau hinter dem verbesserten Bürgerservice? Welche Leistungen für den Österreicher auch online abrufbar und besonders beliebt sind, hat ANECON Software Design und Beratung bei ausgewählten Städten und Bundesländern unter die Lupe genommen. Die Online-Verfahren werden dort von AneconFormSolution, Österreichs führendem Formularserver, unterstützt.

Vom Babygeld bis zur Wahlkarte

Im Burgenland etwa, das seit 1.2.2006 mit seinem Service online ist, sind derzeit 40 Formulare im Einsatz. Das Angebot und die Nutzung steigen stetig, das Highlight ist die Lenkererhebung und die Berufung gegen Strafbescheide. Bei der Wohnbauförderung können Ansuchen nicht nur direkt eingebracht, sondern der Status der Verfahrensabwicklung über das WEB mitverfolgt werden.

Über hohe Zugriffe freut sich auch das Land Salzburg, das mit ca. 55 Formularen seit bereits 5 Jahren im Netz vertreten ist. Herausragend ist hier die medienbruchfreie Verfahrensabwicklung, insbesondere sieht das Bürgerportal vor, dass sich die Nutzer anmelden und registrieren müssen. Das vereinfacht den Zugriff auf bereits gesendete Anträge, die auch als Vorlage für neue Ansuchen verwendet werden können. Die Akzeptanz dieses Angebotes ist in manchen Verfahren bereits so groß, dass alle Anträge über das Internet erfolgen, so z.B. für die Begleitscheinmeldung für gefährliche Abfälle. Salzburg bietet zum Beispiel auch die Möglichkeit, Wunschkennzeichen für PKW mittels Online-Formular zu reservieren.

Unterschreiben mit der Digitalen Signatur

Herausragend ist ein Angebot der BH Hermagor in Kärnten:
Genehmigungen zu Grundstückstransaktionen werden in Zusammenarbeit mit der Notariatskammer und der BH vom Antrag über das Ermittlungsverfahren bis zum Ausstellen des Bescheides als elektronischer Akt durchgeführt. Die Digitale Signatur ist zum Unterzeichnen der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt und macht diese medienbruchfreie Erledigung erst möglich.

In Oberösterreich steht eine eigene E-Government-Seite auf der Homepage des Bundeslandes zur besseren Orientierung zur Verfügung. Alle möglichen Online-Verfahren sind dort übersichtlich dargestellt, so kann etwa die Familienkarte beantragt werden und Stellenbewerbungen für das Land Oberösterreich oder auch Gewerbeanmeldungen sind online durchführbar.

Formulare, die der Bürger dringend braucht

Auf aktuelle Bedürfnisse der Bürger reagierte das Land Steiermark letzten Winter mit der Beantragung des Heizkostenzuschusses mittels Online-Formular. Die Zahlen sprechen dafür, denn von 25.000 Anträgen wurden 20.000 elektronisch eingereicht. Wie im Burgenland wird auch die Lenkererhebung häufig genutzt.

Top ist auch die E-Government Plattform der Stadt Graz, eine Anleitung gibt neuen Usern schnell die nötige Orientierung auf der Homepage. Highlights in der Nutzung sind Kirchenaustritte und Lenkerauskünfte, die dann ohne persönliche Interaktion von den Grazer Sachbearbeiter/innen verarbeitet werden. Das E-Government Angebot ist in Graz seit einem Jahr online, in dieser Zeit wurden 5.600 Anträge online abgewickelt, als aktuelles Beispiel gelten hier z.B. die Wahlkartenanträge.

In Niederösterreich haben sich mehrere Städte zu einem interkommunalen Projekt zusammengeschlossen und E-Government mit einer einheitlichen Formularlösung umgesetzt. St.Pölten, Wiener Neustadt, Krems, Waidhofen/Ybbs, St.Valentin und Schwechat haben ca. 60 Formulare für diverse Lebensbereiche ausgewählt, reformiert und vereinheitlicht. Von "Arbeit", über "Geburt" bis hin zu "Wohnen" sind die spezifischen Informationen der Behörden übersichtlich zusammengefasst und bieten bestmöglichstes Service für den Bürger.

Fazit

Österreich ist im E-Government in Europa ein Vorzeigeland. In allen Bundesländern bieten zahlreiche Formulare schnelles und übersichtliches Service und die Tendenz ist bei Angebot und Nutzung stark steigend. Für den Bürger bedeutet E-Government besonders Zeitersparnis und einen besseren Überblick über notwendige Verfahrensschritte, für die Verwaltung erhebliche Einsparungspotentiale in der Abwicklung. Der Einsatz von speziell dafür entwickelten Formularservern macht dieses Service nicht nur erst möglich, sondern bietet auch für die Zukunft einfache Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die schnell umgesetzt werden können. Das ist zwar für die Österreicher im ersten Schritt nicht sichtbar, wird aber das Einsatzfeld in Kombination mit der Digitalen Signatur in den nächsten Jahren wesentlich erweitern.

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