- 02.10.2006, 14:19:33
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Niederösterreichs Schulen verbessern ihr Qualitätsprofil
Neue Bildungsstruktur bietet mehr Flexibilität
St. Pölten (NLK) - Im neuen Schuljahr unterrichten in
Niederösterreich rund 20.600 Lehrkräfte in rund 1.200 Schulen mehr
als 214.000 Schüler. Während die Gesamtschülerzahl weiterhin
rückläufig ist, verzeichnen die Allgemeinbildenden Höheren Schulen
und die Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen Zuwächse um 2
bis 3,5 Prozent. In beiden Kategorien werden 33.600 bzw. 36.500
Jugendliche ausgebildet.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es heuer 72 Volksschulklassen und 50
Hauptschulklassen weniger, denn in diesen Bereichen ist die
Schülerzahl um 2.800 gesunken. Trotz der Klassenschließungen ist es
gelungen, sämtliche Schulstandorte zu erhalten. Auch die Lehrer
können auf Grund der neu eingerichteten bezirksübergreifenden
Bildungsregionen dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. Von
den durchgeführten 83 Versetzungen erfolgten mehr als drei Viertel im
vollen Einvernehmen mit der betroffenen Lehrkraft.
Die stark sinkende Geburtenrate, die in das Schulwesen voll
durchschlägt, ist naturgemäß bei den "Taferlklasslern" der ersten
Volksschulstufe am deutlichsten sichtbar. In Niederösterreich ging
die Zahl der Kinder in der ersten Klasse von 27.082 im Schuljahr
1969/1970 auf nunmehr 16.253 zurück. Konstant blieb hingegen in den
letzten Jahren die Zahl der Maturanten. Sie liegt bei fast 6.500,
wovon mehr als ein Drittel von den Gymnasien und fast zwei Drittel
von den Berufsschulen kommen. Jeder Sechste absolviert die Matura mit
Auszeichnung.
Sehr gute Ergebnisse bringt das Bemühen, die Qualität in der
Schule zu verbessern. Nach dem Fremdsprachenwettbewerb, dessen 20.
Bestandsjubiläum man heuer beging, wurde in den letzten Jahren auch
die Begabtenförderung systematisch ausgebaut. So gibt es inzwischen
Sommerakademien für hochbegabte Kinder und Jugendliche aller
Schulstufen, Intensivkurse für spezielle Disziplinen, eine
landesweite Mathematikolympiade und eine bundesweite Chemie- und
Physikolympiade. Mit dem ECHA-Ausbildungsprogramm (European Council
for High Ability) wurden bisher 150 Lehrerinnen und Lehrer zu
"Begabtenförderern" ausgebildet. Dazu kommen 65 weitere, die derzeit
in Ausbildung stehen. Dabei wird das Ziel verfolgt, dass es in jeder
Region einen Verantwortlichen gibt, der sich damit beschäftigt,
besonders begabte Schüler ausfindig zu machen.
Neuland hat Österreichs Schulwesen auch mit der Leadership Academy
beschritten. Bei dem vom Bildungsministerium gestarteten
Qualifizierungsprogramm für Führungskräfte im Schulbereich kommen von
den derzeit in Ausbildung stehenden rund 600 Schulleitern bzw.
Führungspersonen im Schulmanagement rund 120 aus Niederösterreich.
Rein niederösterreichischer "Eigenbau" ist die Unterrichts- und
Schulentwicklungsberatung. Nach einer umfassenden Ausbildung stehen
70 Berater auf Abruf bereit, wenn eine Schule Unterstützung anfordert
oder Rat zu einem konkreten Anlassfall wünscht. Damit können
erfahrene Berater ihren Kollegen zeigen, wie man von der
Schulautonomie sinnvoll Gebrauch macht und so die schulische Arbeit
optimiert.
Nähere Informationen: www.lsr-noe.gv.at.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
http://www.noe.gv.at/nlk
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