- 29.09.2006, 15:32:27
- /
- OTS0255 OTW0255
VP-Cortolezis-Schlager an SP-Kuntzl: Kümmern Sie sich um Wien! Bewegen Sie etwas bei Ihrem Herrn Landeshauptmann und Stadtschulratspräsidenten!
Wien (VP-Klub) - Mit Befremden reagierte heute die Wiener
ÖVP-Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager auf die Angriffe der
Wiener SP-Spitzenkandidatin: "Wenn sich die Frau
Nationalratsabgeordnete über zu wenig Förderunterricht aufregt,
sollte sie ihre Genossinnen und Genossen im Rathaus einmal fragen,
weshalb nur 30 Prozent der in der Verantwortung der Stadt Wien
stehenden Pflichtschulen eine Nachmittagsbetreuung anbieten. Statt
Nachhilfe sollte die Stadt Tagesbetreuung durch Lehrerinnen und
Lehrer anbieten, die gerade für individuelle Lernförderung so wichtig
ist", erklärte sie dazu.
Eklatante Missstände in Wiens Pflichtschulwesen
Die Wiener VP-Bildungssprecherin ortete an manchen Wiener
Pflichtschulen einen bildungspolitischen Notstand und empfahl der
SP-Kandidatin, sich um die Probleme Wiens anzunehmen. "Hier in der
Bundeshauptstadt hat sie ein großes Betätigungsfeld. Die
Bildungsstandards in Wien sind unter jeder Kritik. Pflichtschulen
werden ohne Begründung geschlossen. Die auf Grund jahrzehntelanger
Vernachlässigung desolaten Pflichtschulklassen werden bis zum Bersten
mit Schülerinnen und Schülern angefüllt. Die Stadt enthält den
Schulstandorten jene vom Bund finanzierten Personalressourcen vor und
macht sich damit ein unmoralisches Körberlgeld. Die IT-Ausstattung
der Pflichtschulen kann mit der Entwicklung an Bundesschulen nicht
annähernd mithalten. Und bei einer solchen regionalen Bildungsbilanz
haben Sie noch die Härte auszuteilen? Bleiben Sie bei den Fakten,
Frau Abgeordnete", meinte sie dazu.
Rechnungshof-Rüge für Wiener Zustände
Cortolezis-Schlager: "Dass es um das regionale Wiener
Bildungsmanagement nicht gut bestellt ist, hat auch der Rechnungshof
festgestellt. Schlampige Personalplanung, ungesetzlicher Einsatz von
Lehrerressourcen, gesetzlich ungedeckte Löschung von wichtigen
Aufzeichnung - das alles geht auf die Kappe der politisch
Verantwortlichen im Rathaus!"
22 SchülerInnen bereits jetzt möglich
Die Wiener VP-Stadträtin wiederholte die Wiener VP-Forderungen nach
Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen auf 22 und kritisierte die
haarsträubenden Fehler des Stadtschulrates bei der Erstellung der
Dienstpostenpläne. "Der Bund hat über die im Länderfinanzausgleich
vereinbarten Normzahlen (VS 1:14,5; HS 1:10) der Bundeshauptstadt
seit 2001 die Anstellung von 860 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern
finanziert. Diese Ressourcen kommen an den Schulen aber nicht an. Und
da Wien im Juni beim Dienstpostenplan 1.000 Schüler zu wenig gemeldet
hat, fehlen ihnen im Herbst die Lehrerinnen und Lehrer im
Klassenzimmer", kritisierte sie weiter.
Pflichtschulen das geben, was ihnen zusteht
Die Reduzierung des Nachhilfeaufwandes wäre, so die VP-Stadträtin,
sofort möglich, wenn Wien jeder Schule jene Lehrerinnen und Lehrer
zuteilen würde, die sie vom Bund finanziert bekommen. "Geben Sie den
Schulen das, was der Bund an Lehrpersonal finanziert weiter und
ermöglichen Sie dadurch endlich mehr individuellen Förderunterricht!
Sie werden feststellen, dass dann keine Nachhilfe mehr erforderlich
ist!"
Stundentafelreduktion wäre Chance für Förderunterricht
Die Wiener VP-Bildungspolitikerin erinnerte in diesem Zusammenhang
auch an die Reduzierung der Stundentafeln, die eine Chance für mehr
Förderunterricht darstellen würde. "Doch anstatt den Schulen die frei
werdenden Stunden zu belassen, hat die Stadtschulratszentrale diese
ungesetzlich eingezogen und damit eine weitere Chance auf zusätzliche
individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern vertan",
hielt Cortolezis-Schlager dazu fest.
Mehr Qualitätssicherung
Sie forderte außerdem mehr Qualitätssicherung bei der Vermittlung von
Lehrinhalten und die Ausarbeitung von "echten" Förderkonzepten für
jeden Pflichtschulstandort."Wien muss endlich mehr für die Qualität
des Unterrichts tun", so die VP-Bildungssprecherin.
Und Cortolezis-Schlager abschließend: "Kümmern Sie sich endlich um
Wien und die Umsetzung der Bundesgesetze in Wien! Sorgen Sie endlich
dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer und die Schülerinnen und Schüler
jene Lernbedingungen vorfinden, die sie verdienen!"
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






