- 29.09.2006, 12:30:53
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RTR-GmbH informiert über die Vergabe der Mittel aus dem Digitalisierungsfonds
Wien (OTS) - In einer Diskussion bei den Österreichischen
Medientagen wurde kritisiert, dass DVB-T eine mit öffentlichen
Geldern subventionierte Plattform sei. Es wurde dabei ein heikles und
komplexes Projekt mit großen Auswirkungen auf den Medien- und
Wirtschaftsstandort Österreich sehr undifferenziert und teilweise
falsch dargestellt.
"Die Digitalisierung des Antennenfernsehens ist die EINZIGE
Möglichkeit diese derzeit kostenlose, jedermann, zur Verfügung
stehende Empfangsart für österreichische Fernsehprogramme auch in der
Zukunft noch zu erhalten - und zwar als Ergänzung zu Kabel, IP-TV und
Satellit - und in vielen Gebieten nur zum Satelliten: im Sinne einer
flächendeckenden, frei zugänglichen Grundversorgung für
österreichische TV-Konsumenten. Keinesfalls so leistungsfähig wie
Kabel oder SAT - dafür überall in Österreich, ohne monatliche Kosten
und unverschlüsselt", erklärt Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer
der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) anlässlich
einer DVB-T-Pressekonferenz am Donnerstag abend.
Zudem bietet DVB-T die Trägerplattform für mobile Fernsehnutzung, ein
Bereich, dem derzeit weltweit ein großes Zukunftspotenzial zuerkannt
wird. Hier wird DVB-H neben anderen Technologien wie UMTS eine
bedeutende Rolle spielen.
Wahr ist: Aufgrund der spezifischen Frequenzsituation in Österreich
wird DVB-T tatsächlich in den Anfangsmonaten nur drei (teilweise
vier) Programme verbreiten, schon nach dem 1. Halbjahr 2007
verdoppelt sich das Angebot und wird danach sukzessive erweitert. Als
"interaktiven Mehrwert" bietet DVB-T die neue Generation des
Teletext, genannt MHP MultiText von ORF und ATV.
"Wichtig ist: Nicht die Plattform DVB-T wird aus Mitteln des
Digitalisierungsfonds gefördert, sondern vielmehr die Konsumenten,
die von der Umstellung betroffen sind. Und zwar im Sinne einer
einmaligen Anschubfinanzierung und einer finanziellen Erleichterung
für sozial-schwache Haushalte. Als TV-Plattform wird DVB-T auf
eigenen finanziellen Beinen stehen (müssen)", so Grinschgl weiter.
Diese Endgeräteförderung steht außerdem ALLEN Plattformbetreibern für
digitalen Rundfunk offen, sofern sie den von der Europäischen
Kommission genehmigten Förderrichtlinien der RTR und den maßgeblichen
gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Mit den
Kabelnetzbetreibern haben wir bereits eine Vereinbarung getroffen.
Auch mit Satellitenbetreibern sowie IP-TV-Anbietern gab es und gibt
es in allernächster Zeit Kontakte in Sachen Endgeräteförderung.
Digitalisierung nicht ohne ORF und ATV
Das Projekt DVB-T ist schließlich deswegen soweit gekommen, weil es
eine tatkräftige Mitwirkung des ORF und auch von ATV gab und gibt.
Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft "Digitale Plattform
Austria" ist der ORF eines der aktivsten Mitglieder dieser
Expertengruppe. Natürlich ist die Digitalisierung des Fernsehens eine
gesamteuropäische Zielsetzung, der auch der österreichische
Gesetzgeber mit den Rundfunkgesetzen 2001 Rechnung getragen hat. Und
natürlich hat das Antennenfernsehen für den ORF und ATV eine
besondere Rolle, vor allem aufgrund des Wettbewerbs mit dem deutschen
Fernsehmarkt. Gegen den Willen der österreichischen
Programmveranstalter, ORF und ATV, wäre die Digitalisierung des
Antennenfernsehens schlecht umzusetzen.
Aus diesem Anlass präsentierte RTR-Geschäftsführer Grinschgl eine
Aufstellung der geplanten Förderungen aus dem Digitalisierungsfonds
der RTR-Gmbh für die Jahre 2006 und 2007.
Einnahmen des Digitalisierungsfonds:
2006 (incl. nicht verbrauchter Gelder aus den Vorjahren) 12.300.000
2007 6.800.000
Summe 19.100.000
Geplante Ausgaben in den beiden Jahren 2006 und 2007:
DVB-T Frühumsteiger (Antennenfernsehen) 4.000.000
DVB-C Frühumsteiger (Kabel-TV) 4.000.000
gebührenbefreite HH (vor Abschaltung von analogem TV) 4.000.000
Kommunikation DVB-T und DVB-C 2.500.000
DVB-H Testbetrieb 830.000
Simulcast-Kosten für Rundfunkveranstalter 1.300.000
weitere Maßnahmen wie z.B.: Kabelförderung Linz,
sonstige Projekte, Verwaltungskosten 2.100.000Summe 18.730.000
Rückfragehinweis:
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Sebastian Loudon Tel.: (++43-1) 58 058/156 Fax: (++43-1) 58 058/9156 mailto:[email protected]
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