- 29.09.2006, 10:05:53
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ÖAMTC: Bessere Schulung der Lkw-Lenker zahlt sich aus
Gut ausgebildete Berufskraftfahrer sind der wirtschaftliche Erfolgsfaktor
Wien (OTS) - Der Lkw-Fahrer muss seine Güter zuverlässig, rasch,
sicher und wirtschaftlich an den Bestimmungsort bringen. Das sind
eine Menge Anforderungen, die in Summe zur Last werden können. Der
Club setzt daher beim Menschen hinter dem Lenkrad an und trainiert
seit mehr als zwanzig Jahren in seinen Fahrsicherheitszentren
österreichweit die Profis am Steuer von Lkw, Bussen,
Einsatzfahrzeugen, Tankwagen oder Transportern. "Gut ausgebildete
Berufskraftfahrer sind der wirtschaftliche Erfolgsfaktor", betont der
Stv. ÖAMTC-Generalsekretär Christoph Mondl das Credo der
Fahrertrainings. "Neben dem sicher wichtigsten Faktor - der Reduktion
der Zahl der Unfälle - tragen sie auch dazu bei, die Verluste zu
minimieren und den Unternehmenserfolg zu optimieren." Bei einer
Leistungsschau stellt der ÖAMTC heute, Freitag, im
Fahrsicherheitszentrum Teesdorf bei Baden seine Ausbildungs-Kompetenz
auf dem Gebiet Nutzfahrzeuge unter Beweis.
"Wenn die Schulungen Sinn machen sollen, reichen nicht nur
Theorie-Vortrag oder dicke Manuskripte. Hier gilt Lernen durch
Erleben", sagt Gerhard Blümel, Leiter der Lkw-/Bus-Fahrsicherheit
beim ÖAMTC und Leiter des Fahrsicherheitszentrums Teesdorf.
Anwenderbezogene Praxisausbildung ist die Garantie für ein
erfolgreiches Fahrertraining, das dadurch auch vor allem nachhaltige
Wirkung zeigt. Für spektakuläre Bilder ist gesorgt, wenn
Lkw-Überschlagsimulator und Tankkipp-Fahrzeug im Einsatz sind, ein
Bus zur Notbremsung ansetzt, die Ladung des Kleintransporters beim
Ausweichmanöver ins Rutschen kommt. Das sind Extremsituationen, die
im Straßenverkehr meist verheerend enden. Die Berufskraftfahrer
lernen in Spezialtrainings durch die Darstellung realer,
reproduzierbarer Situationen die besonderen Anforderungen und
Gefahren ihres "mobilen Arbeitsplatzes" kennen. Der ÖAMTC trainiert
jährlich rund 8.000 Berufskraftfahrer (über 3,5 Tonnen) in seinen
neun Fahrsicherheitszentren und bei externen Schulungen:
* Fahrsicherheit: fahrpraktisches Erleben, physikalische Grenzen
kennen lernen (z.B. Geschwindigkeit, Lastwechsel, Haftung),
Sicherheitselektronik anwenden (z.B. ABS, ESP)
* Ladungssicherung: sichere und schonende Beförderung von Ladung,
Feststell- und Sicherungstechniken, rechtliche Grundlagen und
Konsequenzen
* Economy Training: Spritsparend ohne Zeitverlust fahren -
vorausdenken - vorausschauen - Stress minimieren - Sicherheit erhöhen
* Defensiv Training: Risk Management, speziell für Einsatzkräfte,
Videoanalyse, richtiges Reagieren in Gefahrensituationen
* Transporter-Training (bis 3,5 Tonnen): Fahreigenschaften,
Grenzbereiche mit Kippfahrzeug erfahren, Beeinflussung der Ladung
* Tankwagen-Training: Notfalltraining, Grenzen mit Tankkipp-Fahrzeug
kennen lernen, elektronische Sicherheitseinrichtungen
* Digitales Kontrollgerät
* Maßgeschneiderte Firmen-Programme für Klein-Lkw, Solo Lkw (nur mit
Zugmaschine), Lkw mit Anhänger/Auflieger, Tankwagen und
Gefahrenguttransporter, Traktor, Einsatzfahrzeuge, Busse.
Die ÖAMTC-Kurse gehen auf die Besonderheiten der jeweiligen Sparte
ein und geben dem Unternehmen auch die Gelegenheit, firmeneigene
Schwerpunkte zu setzen.
Im Mittelpunkt: Der Mensch am Steuer
Die Verbesserung der Ausbildung von Berufskraftfahrern ist eine
zentrale Forderung der vom ÖAMTC im Frühjahr 2003 gestarteten
Initiative "Sicherer Schwerverkehr". Eine Arbeitsgruppe im
Verkehrsministerium beschäftigte sich daraufhin mit den vom Club
aufgeworfenen Handlungsfeldern beim Schwerverkehr, von sicheren
Fahrzeugen über bessere Straßen-Infrastruktur bis zu Kontrollen durch
die Exekutive. "Beim 'Handlungsfeld Mensch' setzt sich der Club dafür
ein, dass es eine Berufskraftfahrer-Ausbildung mit möglichst
praxisnahem inhaltlichen Niveau gibt", betont Mondl.
Neue EU-Richtlinie für Aus- und Weiterbildung der Bus- und
Lkw-Fahrer
Soeben veröffentlicht wurden geänderte Voraussetzungen für
hauptberufliche Bus- und Lkw-Fahrer. Ab 10. September 2008 (Bus) bzw.
10. September 2009 (Lkw) müssen diese zusätzlich zum Führerschein
einen Fahrerqualifizierungsnachweis mit sich führen. Mit Umsetzung
einer EU-Richtlinie sollen künftig nur mehr jene Berufskraftfahrer
ihre Fahrzeuge durch Europa lenken dürfen, die über eine
entsprechende Ausbildung verfügen und sich außerdem regelmäßig
weiterbilden.
Noch ist die Weiterbildung für Berufskraftfahrer freiwillig. In
seinen Fahrsicherheitszentren setzt der ÖAMTC aber schon jetzt um,
was nun bald Gesetz wird. Der Club führt seine Fahrer-Weiterbildung
mit großem Qualitätsanspruch, nach dem neuesten Stand der Technik und
vor allem an den Zielgruppen orientiert durch.
Nähere Informationen gibt es unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Elvira Kuttner
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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