- 27.09.2006, 18:12:37
- /
- OTS0301 OTW0301
Bildung statt Eurofighter, Verbesserungen statt Chancenabbau
SPÖ fordert Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl, Förderunterricht an Schulen und 100.000 Ganztagsschulplätze
Klagenfurt (SP-KTN) - Das brisante und wichtige Thema der
Bildungspolitik stand heute, Mittwoch, auf dem Stundenplan von
SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal, NR Melitta Trunk und
SPÖ-Kärnten Klubobmann, LAbg. Peter Kaiser, die im Rahmen einer
Pressekonferenz in Klagenfurt auf Forderungen, Kritikpunkte und
Initiativen der SPÖ im Bildungsbereich aufmerksam machten. Das
sofortige Senken der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf 25,
kostenloser Förderunterricht an allen Schulen sowie 100.000
zusätzliche Ganztagsschulplätze seien drei glasklare Forderungen der
SPÖ im Bereich der Bildungspolitik, betonte der
SP-Wissenschaftssprecher die bedeutendsten Punkte des ambitionierten
SPÖ-Bildungsprogramms.
Hart ins Gericht ging Broukal mit Bildungsministerin Elisabeth
Gehrer, die für das Bildungschaos in Österreich verantwortlich
zeichnet: "Das Bildungssystem in Österreich funktioniert nur noch
deshalb, weil die Eltern ihren Kindern Zusatzunterricht finanzieren",
so der SP-Wissenschaftssprecher mit einem Hinweis darauf, dass Eltern
pro Jahr rund 150 Millionen Euro für Nachhilfe ausgeben. Die Bildung
der Kinder dürfe jedoch nicht von der Brieftasche der Eltern
abhängen, so Broukal, der in der Bildung den Schlüssel für die
Zukunft sieht.
Zur Finanzierung der SPÖ-Vorhaben meinte Broukal, dass das Budget
des Bundeshaushaltes genug Spielraum dafür biete und verwies
gleichzeitig darauf, dass der Bund durch die Abschaffung der
Erbschaftssteuer 150 Millionen Euro verliere bzw. die Kosten für die
Eurofighter in den nächsten Jahren sechs Milliarden Euro betragen.
Josef Broukal beipflichtend, sagte die Nationalratsabgeordnete
Melitta Trunk, dass das Bildungschaos einen Chancenabbau für unsere
Kinder und Jugendliche bedeute. Sie wolle sich in Wien für Kärnten
stark machen, um den flächendeckenden Ausbau von ganztägigen
Schulformen, eine Infrastruktur für LehrerInnen und SchülerInnen, die
dem heutigen Stand entspricht, die Abschaffung der Studiengebühren
sowie eine Offensive im Bereich der Forschung zu erzielen.
Nach "zu vielen Jahren Gehrer" würde das österreichische
Bildungssystem die Chancen der Kinder verschlechtern, betonte auch
Klubobmann LAbg. Peter Kaiser. Die Mängel und Schwächen des
Bildungssystems seien durch die Ergebnisse bei der PISA-Studie und
der jüngsten OECD-Studie nicht nur offensichtlich, sondern mehr als
besorgniserregend, kritisierte Kaiser die verfehlte Bildungspolitik
von Gehrer und der schwarz-blau-orangen Regierung. Um dem
österreichischen Phänomen, dass die soziale Herkunft den Bildungsweg
prägt oder anders formuliert, je höher der Status, desto höher der
Schulabschluss, entschieden entgegenzuwirken, setze sich die SPÖ für
Gleichberechtigung und Chancengleichheit für alle ein, so Kaiser bei
der Pressekonferenz.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Kärnten
Tel.: 0463/577 88 76 od. 77
Fax: 0463/577 88 86
mailto:[email protected]
http://www.kaernten.spoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS9






