Bildung statt Eurofighter, Verbesserungen statt Chancenabbau

SPÖ fordert Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl, Förderunterricht an Schulen und 100.000 Ganztagsschulplätze

Klagenfurt (SP-KTN) - Das brisante und wichtige Thema der Bildungspolitik stand heute, Mittwoch, auf dem Stundenplan von SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal, NR Melitta Trunk und SPÖ-Kärnten Klubobmann, LAbg. Peter Kaiser, die im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt auf Forderungen, Kritikpunkte und Initiativen der SPÖ im Bildungsbereich aufmerksam machten. Das sofortige Senken der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf 25, kostenloser Förderunterricht an allen Schulen sowie 100.000 zusätzliche Ganztagsschulplätze seien drei glasklare Forderungen der SPÖ im Bereich der Bildungspolitik, betonte der SP-Wissenschaftssprecher die bedeutendsten Punkte des ambitionierten SPÖ-Bildungsprogramms.

Hart ins Gericht ging Broukal mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, die für das Bildungschaos in Österreich verantwortlich zeichnet: "Das Bildungssystem in Österreich funktioniert nur noch deshalb, weil die Eltern ihren Kindern Zusatzunterricht finanzieren", so der SP-Wissenschaftssprecher mit einem Hinweis darauf, dass Eltern pro Jahr rund 150 Millionen Euro für Nachhilfe ausgeben. Die Bildung der Kinder dürfe jedoch nicht von der Brieftasche der Eltern abhängen, so Broukal, der in der Bildung den Schlüssel für die Zukunft sieht.

Zur Finanzierung der SPÖ-Vorhaben meinte Broukal, dass das Budget des Bundeshaushaltes genug Spielraum dafür biete und verwies gleichzeitig darauf, dass der Bund durch die Abschaffung der Erbschaftssteuer 150 Millionen Euro verliere bzw. die Kosten für die Eurofighter in den nächsten Jahren sechs Milliarden Euro betragen.

Josef Broukal beipflichtend, sagte die Nationalratsabgeordnete Melitta Trunk, dass das Bildungschaos einen Chancenabbau für unsere Kinder und Jugendliche bedeute. Sie wolle sich in Wien für Kärnten stark machen, um den flächendeckenden Ausbau von ganztägigen Schulformen, eine Infrastruktur für LehrerInnen und SchülerInnen, die dem heutigen Stand entspricht, die Abschaffung der Studiengebühren sowie eine Offensive im Bereich der Forschung zu erzielen.

Nach "zu vielen Jahren Gehrer" würde das österreichische Bildungssystem die Chancen der Kinder verschlechtern, betonte auch Klubobmann LAbg. Peter Kaiser. Die Mängel und Schwächen des Bildungssystems seien durch die Ergebnisse bei der PISA-Studie und der jüngsten OECD-Studie nicht nur offensichtlich, sondern mehr als besorgniserregend, kritisierte Kaiser die verfehlte Bildungspolitik von Gehrer und der schwarz-blau-orangen Regierung. Um dem österreichischen Phänomen, dass die soziale Herkunft den Bildungsweg prägt oder anders formuliert, je höher der Status, desto höher der Schulabschluss, entschieden entgegenzuwirken, setze sich die SPÖ für Gleichberechtigung und Chancengleichheit für alle ein, so Kaiser bei der Pressekonferenz.

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