Seniorenfreundliche Gemeinde 2006: Große Freude bei den Preisträgergemeinden (BILD)

Volkshilfe Österreich, Pensionistenverband Österreichs und Sozialministerium zeichneten Gemeinden mit besonderem Engagement für Senioren/innen aus

Wien (OTS) - In Österreich, wie auch im übrigen Europa, werden die Menschen immer älter, das ist eine gute Nachricht. Aber unsere Gesellschaft stellt sich nur sehr langsam auf diese Veränderungen ein. Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als jüngere Mitbürger/innen. Es ist nötig, für ein gesundes Altern in Würde auch die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Für die "jungen Alten" ist es wichtig, viele Sport- Freizeit- und Bildungsangebote vorzufinden, die auf ihre speziellen Anforderungen abgestimmt sind. Später wollen alte Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, wollen dort alt werden, wo sie gelebt haben. Daher sind gerade die Gemeinden in Österreich gefordert, diesen Bedürfnissen der Senioren/innen in unserem Land nachzukommen - und viele erfüllen diese Aufgabe ganz ausgezeichnet.

Daher vergaben die Volkshilfe Österreich, der Pensionistenverband Österreich und das Sozialministerium heute die Auszeichnung zur "Seniorenfreundlichen Gemeinde Österreich 2006" im Studio 44 der Österreichischen Lotterien. Die Auszeichnungen wurden von Sozialministerin Ursula Haubner, Präsident Karl Blecha (Pensionistenverband Österreichs) und Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer (Volkshilfe Österreich) an die Bürgermeister übergeben, die Veranstaltung wurde von Christa Kummer charmant moderiert.

Ausgezeichnet wurden:

** Landeshauptstadt: Salzburg

** Städte: Feldkirch, Wolfsberg

** Mittlere Gemeinden: Gmunden, Bad Vöslau, Mistelbach, Imst, Nenzing, Knittelfeld, Kremsmünster, Marchtrenk, Bruck an der Mur, Radenthein

** Kleine Gemeinden: Sollenau, Enzesfeld-Lindabrunn, Griffen, Eggenburg, Virgen, Grafenwörth, Hagenberg, Hallwang, Weppersdorf, Biedermannsdorf

Die Auszeichnung wurde 2004 erstmals vergeben und wird heuer durch das Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz und die Wiener Städtische unterstützt. Insgesamt haben sich österreichweit 170 Gemeinden für die Auszeichnung beworben, eine Fachjury unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland von der Universität Wien hat die Einreichungen geprüft und bewertet. Die überreichte Trophäe wurde vom Glaskunstbetrieb Erwin Weber aus dem Waldviertel gestaltet. Der traditionsreiche Betrieb hat schon Gastgeschenke für europäische Königshäuser hergestellt.

"Es freut mich besonders, dass heuer so viele Gemeinden an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, von Kleingemeinden bis hin zu den Landeshauptstädten. Dies ist Ausdruck dafür, wie wichtig unseren Gemeinden die Bedürfnisse und Anliegen der älteren Menschen sind", betonte Sozialministerin Ursula Haubner, die auch auf die zahlreichen weiteren Initiativen des Sozialministeriums für die ältere Generation verwies, darunter etwa die Aktion "FIT und AKTIV im Alter", die Bürgerbüros für Jung und Alt oder das Audit kinder- und familienfreundliche Gemeinde.

Der Präsident der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer: "Ich gratuliere allen 23 Trägern der Auszeichnung sehr herzlich. Denn für uns sind die Gemeinden ganz wichtige Partner. Viele unternehmen wirklich große Anstrengungen für die ältere Generation, von innovativen Computerschulungen über Fahrtendienste, ehrenamtliche Besuchsdienste bis zu baulichen Maßnahmen in der Gemeinde. Die Auszeichnung soll die Bedürfnisse der großen Gruppe der älteren Menschen stärker in den Blickpunkt rücken."

Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs:
"Seniorenfreundlich ist auch eine Werthaltung, ist ein Aufruf zu mehr Solidarität. Gerade die aktuelle Debatte um die Pflegemisere hat gezeigt, wie wichtig die Betreuung und das Leistungsangebot auch der Kommunen für ältere Menschen ist. Besonders freue ich mich über die vielen generationenübergreifenden Projekte, die zeigen, dass seniorenfreundlich fast immer auch jugendfreundlich bedeutet."

Fotos der Preisträger aller Bundesländer stehen ab 14.30 auf www.volkshilfe.at im Bereich Presse/Downloads zur Verfügung. (Schluss)

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Pressesprecher Erwin Berger MAS
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