ÖAMTC: Neues "Geisterfahrer-Verkehrszeichen" kommt - aber nicht flächendeckend

Außerdem gibt es eine Neuregelung für Berufskraftfahrer

Wien (OTS) - Ab heute gibt es in Österreich ein neues Verkehrszeichen "Achtung Falschfahrer", das vor Geisterfahrern warnen soll. Eingesetzt wird das neue Geisterfahrer-Warnschild auf den Überkopfwegweisern auf Autobahnen und Schnellstraßen. "Da aber nur ganz wenige Autobahn- und Schnellstraßenabschnitte über Überkopfwegweiser verfügen, kann nicht überall vor Geisterfahrern gewarnt werden, sondern nur dort, wo solche auch vorhanden sind", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch. Für die Kraftfahrer heißt das konkret, dass sie nach wie vor aufmerksam unterwegs sein müssen und sich nicht ausschließlich auf das neue Verkehrszeichen verlassen dürfen.

Ein Geisterfahrer auf dem Straßenabschnitt, auf dem man sich selber gerade befindet, ist das Horrorszenario eines jeden Autofahrers. Gerade deshalb ist es wichtig, das Thema ernst zu nehmen und zu wissen, wie man sich als Autofahrer in einer solchen Situation richtig verhält. "Der ÖAMTC hält die Idee mit elektronischen Verkehrsbeeinflussungsanlagen die Autofahrer vor Geisterfahrern zu warnen, für richtig", so Haupfleisch. Gleichzeitig appelliert der Club-Jurist aber auch an die Autofahrer, bei Geisterfahreralarm durch den Rundfunk gewisse Regeln einzuhalten:

* Rechts bleiben und auf gar keinen Fall überholen.

* Abstände vergrößern und das Tempo reduzieren.

Der ÖAMTC-Chefjurist erinnert: Auch wenn es keine Geisterfahrerwarnung gibt, soll man immer möglichst rechts fahren und vor allem beim Überholen auf genügend Sicht nach vorne achten.

Ebenfalls neu - "Superführerschein" für Berufskraftfahrer

Soeben veröffentlicht wurden geänderte Voraussetzungen für hauptberufliche Bus- und Lkw-Fahrer. Ab 10. September 2008 (Bus) bzw. 10. September 2009 (Lkw) müssen diese zusätzlich zum Führerschein einen Fahrerqualifizierungsnachweis mit sich führen. Mit dieser Umsetzung einer EU-Richtlinie sollen künftig nur mehr jene Lenker ihre Fahrzeuge durch Europa kutschieren dürfen, die über eine entsprechende Grundausbildung verfügen und sich regelmäßig weiterbilden. "Nähere Details über Inhalt der Ausbildung werden noch in Verordnungen zu erlassen sein", sagt der ÖAMTC-Chefjurist abschließend.

Noch ist die Weiterbildung für Berufskraftfahrer freiwillig. In seinen österreichweit neun Fahrsicherheitszentren setzt der ÖAMTC schon jetzt um, was bald Gesetz wird. Der Club trainiert schon seit mehr als zwanzig Jahren Lkw-, Bus- und Tankwagenfahrer. Die Berufskraftfahrer lernen in Spezialtrainings die besonderen Anforderungen und Gefahren ihres "mobilen Arbeitsplatzes" kennen -von Fahrsicherheit über Ladungssicherung bis zum ökonomischen Fahren und digitalen Tachographen. Nähere Infos unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

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