- 26.09.2006, 11:55:37
- /
- OTS0169 OTW0169
Weinzinger zu Equal-Pay-Day: Frauen müssen drei Monate gratis arbeiten
Grüne: Einkommensschere in Österreich beschämend groß
Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Equal Pay Day’s (Tag des
gleichen Einkommens) meint Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der
Grünen: "Es ist beschämend, dass die Einkommensschere, die jetzt
schon bei über 40 Prozent liegt, in Österreich weiter aufgeht. So
müssen Frauen sinnbildlich im Vergleich zu Männern von morgen bis zum
Jahresende gratis arbeiten. Dies wohlgemerkt in der an sich bezahlten
Erwerbsarbeit und neben der von Frauen ohnehin in höherem Ausmaß
erbrachten unbezahlten Arbeit." Weinzinger hält fest, dass die
Einkommensschere in den letzten 10 Jahren sogar weiter gewachsen ist,
und zwar um 1,5 Prozent. Arbeiterinnen haben von 1999 bis 2003 einen
Nettoeinkommensverlust von 11 Prozent erlitten. Auch bei den
Selbständigen ist die Situation erschütternd, Rechtsanwälte verdienen
beispielsweise um 77 Prozent mehr als ihre weiblichen
Berufskolleginnen.
"Es ist allerhöchste Zeit, dass es wieder eine spürbare Frauenpolitik
gibt, die in diesem Bereich wirkungsvolle Maßnahmen setzt", so
Weinzinger und fordert als ersten Schritt die Einführung eines
Mindestlohns von 1.000 Euro monatlich. Weiters solle es betriebliche
Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit geben. Das von den Grünen
dafür entwickelte Instrument einer GleichbehandlungsBilanz für
Unternehmen könnte dazu ein Ansatz sein. Als zynisch bezeichnet
Weinzinger die kürzlich von Frauenministerin Rauch-Kallat getroffene
Aussage, aus ihrer Ära solle ‚die Verringerung der Lohnschere in
Erinnerung bleiben’, denn "diese Verringerung ist Illusion und
Rauch-Kallat hat mit ihrer Politik gar nichts dafür getan", so
Weinzinger.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB