Weinzinger zu Equal-Pay-Day: Frauen müssen drei Monate gratis arbeiten

Grüne: Einkommensschere in Österreich beschämend groß

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Equal Pay Day’s (Tag des gleichen Einkommens) meint Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen: "Es ist beschämend, dass die Einkommensschere, die jetzt schon bei über 40 Prozent liegt, in Österreich weiter aufgeht. So müssen Frauen sinnbildlich im Vergleich zu Männern von morgen bis zum Jahresende gratis arbeiten. Dies wohlgemerkt in der an sich bezahlten Erwerbsarbeit und neben der von Frauen ohnehin in höherem Ausmaß erbrachten unbezahlten Arbeit." Weinzinger hält fest, dass die Einkommensschere in den letzten 10 Jahren sogar weiter gewachsen ist, und zwar um 1,5 Prozent. Arbeiterinnen haben von 1999 bis 2003 einen Nettoeinkommensverlust von 11 Prozent erlitten. Auch bei den Selbständigen ist die Situation erschütternd, Rechtsanwälte verdienen beispielsweise um 77 Prozent mehr als ihre weiblichen Berufskolleginnen.
"Es ist allerhöchste Zeit, dass es wieder eine spürbare Frauenpolitik gibt, die in diesem Bereich wirkungsvolle Maßnahmen setzt", so Weinzinger und fordert als ersten Schritt die Einführung eines Mindestlohns von 1.000 Euro monatlich. Weiters solle es betriebliche Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit geben. Das von den Grünen dafür entwickelte Instrument einer GleichbehandlungsBilanz für Unternehmen könnte dazu ein Ansatz sein. Als zynisch bezeichnet Weinzinger die kürzlich von Frauenministerin Rauch-Kallat getroffene Aussage, aus ihrer Ära solle ‚die Verringerung der Lohnschere in Erinnerung bleiben’, denn "diese Verringerung ist Illusion und Rauch-Kallat hat mit ihrer Politik gar nichts dafür getan", so Weinzinger.

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