R3C macht Kärnten zum Dreh- und Angelpunkt bei erneuerbarer Energie

"Campus Futura": Demopark für Niedrigenergie- und Passivhäuser sowie Akademie entstehen in Bleiburg - Jugend- und Familiengästehaus bringt touristische Impulse

Klagenfurt (LPD) - Mit dem Kompetenzcenter "R3C - Renewable Energy Competence Center Carinthia" will Kärnten zu einer europaweit führenden Region im Bereich erneuerbare Energie werden. Gestern, Montag, wurde in Bleiburg der Startschuss für zwei Projektsäulen gesetzt. In der Südkärntner Gemeinde werden mit dem "Campus Futura" ein Demopark für Niedrigenergie- und Passivhäuser sowie eine Akademie zum Thema errichtet. Im Zentrum wird ein Jugend- und Familiengästehaus in Niedrigenergiebauweise stehen, das zudem für touristische Impulse in der Petzenregion sorgen soll. Die Forschungssäule von R3C wird im Industriepark St. Veit angesiedelt sein.

Wirtschaftsreferent Landeshauptmann Jörg Haider verwies auf die enormen Chancen Kärntens im Bereich der erneuerbaren Energie. Über das R3C sollen Forschung und Entwicklung gemeinsam mit den ansässigen Betrieben weiter verstärkt werden. Haider erwartet sich aus dem innovativen Projekt viele neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Außerdem werde R3C das Bewusstsein für erneuerbare Energie fördern. Für das Projekt in Bleiburg kommen von Bund und Land je 3,1 Mio. Euro. Das wurde vom Landeshauptmann mit Vizekanzler Hubert Gorbach vereinbart.

Auch LHStv. Gaby Schaunig verwies auf die große Bedeutung des Bereiches erneuerbare Energie. Vor allem im Niedrigenergiebereich sollten weitere Akzente gesetzt werden, meinte sie. Als Jugend- und Sozialreferentin freute sie sich über die Umsetzung des Jugend- und Familiengästehauses. In dessen Planung sollten auch die jungen Menschen eingebunden werden, schlug sie vor.

Vizekanzler und Innovationsminister Hubert Gorbach erklärte, dass mit R3C die Themenführerschaft Kärntens im Bereich erneuerbare Energie ausgebaut werden solle. So solle das Land zum Dreh- und Angelpunkt erneuerbarer Energie in Europa werden. Weiters werde mit dem Projekt die wirtschaftliche Zukunft der Region gesichert.

Die Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK), Sabrina Schütz, stellte das Energie-Erlebniszentrum "Campus Futura" näher vor. Dort solle erlebbar werden, wie es ist, in einem Passiv-oder Niedrigenergiehaus zu wohnen. "Die Häuslbauer können quasi probewohnen", meinte Schütz. In Bleiburg werde damit ein Ökotourismus aufgebaut. In der angeschlossenen Akademie sollen laut Schütz Schüler, Unternehmer und z.B. Installateure geschult werden.

Über das Jugend- und Familiengästehaus sprach Gerhard Wendl, der Geschäftsführer der Servus Jugend- und Familiengästehäuser GmbH. Im "Campus Futura" werden für ihn technische Innovation und ein touristischer Leitbetrieb miteinander verbunden. 25.000 Übernachtungen werden jährlich erwartet, den Betrieb soll das Gästehaus in der Wintersaison 2008/09 aufnehmen.

Was genau ein Passivhaus ist, erklärte der Architekt Martin Weiss. Der Experte der "IG Passivhaus Kärnten" verwies auf den Beitrag zum Klimaschutz sowie auf die extrem niedrigen Heizkosten. Noch heuer wird laut Weiss in Österreich das 1600. Passivhaus errichtet.

Begleitet wird das R3C-Projekt vom Energieexperten Albrecht Reuter. Er beschrieb das Heizen in einem Passivhaus bildhaft: So nutze man "Herzenswärme statt Heizwärme". "Etwas Zukunftsträchtiges" ist das Projekt auch für Bleiburgs Bürgermeister Stefan Visotschnig, der dem Land Kärnten in diesem Sinne dankte.
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