- 25.09.2006, 20:16:24
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Westenthaler von Gastingers Austritt nicht überrascht
BZÖ-Chef bleibt in der Ausländerpolitik auf Kurs
Wien (OTS) - ÖSTERREICH: Justizministerin Karin Gastinger verlässt
das Bündnis Zukunft Österreich. Überrascht?
Westenthaler: Nein, überrascht bin ich nicht. Das hat sich
abgezeichnet.
ÖSTERREICH: Ihr erster Kommentar zu Gastingers Austritt?
Westenthaler: Überrascht hat mich nur der Zeitpunkt. Der ist unfair
gewählt, schlecht für uns, man will uns damit schaden. Ich vermute,
dahinter steckt eine größere Inszenierung.
ÖSTERREICH: Wer ist in diesem Fall ‚man', wen vermuten Sie dahinter?
Westenthaler: Naja, es haben ja schon die Spatzen von den Dächern
gepfiffen, dass andere Gastinger abwerben wollen.
ÖSTERREICH: Konkret: wer?
Westenthaler: Das geht in Richtung ÖVP. Sie ist ja in letzter Zeit
öfters von ÖVP-Funktionären unter Druck gesetzt worden, sich gegen
mich zu positionieren.
ÖSTERREICH: Wie werden Sie mit dieser neuen Situation jetzt umgehen?
Gastinger kritisierte ja Ihre ausländerfeindliche Linie.
Westenthaler: Wir werden keinen Millimeter von unser vereinbarten
Linie abweichen. Diese lautet: minus 30 Prozent Ausländer in drei
Jahren, Stopp der Zuwanderung. Damit treten wir zur Wahl an.
ÖSTERREICH: Ist es nicht dennoch schade für das BZÖ um diese
Kandidatin?
Westenthaler: Es haben ja schon einige nicht geschafft, mit uns den
Kurs zu halten. Heide Schmidt etwa, sie hat uns ja auch verlassen.
Aber das hat uns nicht geschadet.
ÖSTERREICH: Ist das vorerst alles an Reaktion?
Westenthaler: Ich wünsche Karin Gastinger alles Gute. Mit ihrem
Austritt ist jetzt wenigsten klar Schiff geschaffen worden. Wir
marschieren weiter, wir sind gut unterwegs.
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