"trend": Klage gegen Staatsoper

Kulturamt und Staatsoper im Clinch um Regressforderungen nach Opernabsage

Wien (OTS) - Ein bereits im Jahr 2004 abgesagter
Veranstaltungsring von vier Gluck-Opern an Staatsoper und Theater an der Wien hat nun ein rechtliches Nachspiel, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Der ursprünglich dafür vorgesehene deutsche Starregisseur Peter Konwitschny und sein Regieteam klagen die Wiener Festwochen (damals Mitorganisator) und die Staatsoper auf Schadenersatz.
Die für das Mozartjahr geplante Aufführung scheiterte nach intensiven Vorbereitungsarbeiten im letzten Moment nur am Theater an der Wien, behauptet nun Staatsopern-di-rek-tor Ioan Holender: "Das ganze Schlammassel ist doch nur entstanden, weil Kulturstadtrat Mailath--Pokorny damals kein Budget für das Theater an der Wien zustande gebracht hat".
Holender hatte früher bereits erklärt, eventuelle Regressforderungen aus der abgesagten Produktion ansatzlos an die Stadt Wien weiterzureichen - "notfalls auch auf dem Rechts-weg". Nun scheint es so weit zu sein - auch wenn das Wiener Kulturamt auf "trend"-Anfrage damit nicht noch kontaktiert worden sein will.
Der Vorwurf budgetärer Misswirtschaft im Zusammenhang mit dem erst heuer auf Opernbetrieb umgestellten Theater an der Wien ist äußerst pikant. Zeigt doch eine neue interne Evaluation, dass die für das Jahr 2006 zugeteilten Subventionen in der Höhe von 16,7 Millionen nicht ausreichen, bestätigt Intendant Roland Geyer. Tatsächlich war im (genehmig-ten) Subventionsantrag der Mutter-ge-sell-schaft Vereinigte Bühnen Wien für das Jahr 2006 ein weitaus höherer Bedarf der Opernbühne von 20 Millionen Euro einkalkuliert, intern aber offenbar anders verwendet worden. Das aktuelle Mozartjahr scheint dabei - wie offiziell gerne angeführt - keine wirkliche Sonderbelastung für das Theater an der Wien darzustellen, denn auch danach (ab 2007) kalkuliert man mit 21,6 Millionen Euro jährlichen Subventionsbedarf.

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