• 24.09.2006, 09:00:00
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"trend": Klage gegen Staatsoper

Kulturamt und Staatsoper im Clinch um Regressforderungen nach Opernabsage

Wien (OTS) - Ein bereits im Jahr 2004 abgesagter
Veranstaltungsring von vier Gluck-Opern an Staatsoper und Theater an
der Wien hat nun ein rechtliches Nachspiel, berichtet das
Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden
Ausgabe. Der ursprünglich dafür vorgesehene deutsche Starregisseur
Peter Konwitschny und sein Regieteam klagen die Wiener Festwochen
(damals Mitorganisator) und die Staatsoper auf Schadenersatz.
Die für das Mozartjahr geplante Aufführung scheiterte nach
intensiven Vorbereitungsarbeiten im letzten Moment nur am Theater an
der Wien, behauptet nun Staatsopern-di-rek-tor Ioan Holender: "Das
ganze Schlammassel ist doch nur entstanden, weil Kulturstadtrat
Mailath--Pokorny damals kein Budget für das Theater an der Wien
zustande gebracht hat".
Holender hatte früher bereits erklärt, eventuelle
Regressforderungen aus der abgesagten Produktion ansatzlos an die
Stadt Wien weiterzureichen - "notfalls auch auf dem Rechts-weg". Nun
scheint es so weit zu sein - auch wenn das Wiener Kulturamt auf
"trend"-Anfrage damit nicht noch kontaktiert worden sein will.
Der Vorwurf budgetärer Misswirtschaft im Zusammenhang mit dem erst
heuer auf Opernbetrieb umgestellten Theater an der Wien ist äußerst
pikant. Zeigt doch eine neue interne Evaluation, dass die für das
Jahr 2006 zugeteilten Subventionen in der Höhe von 16,7 Millionen
nicht ausreichen, bestätigt Intendant Roland Geyer. Tatsächlich war
im (genehmig-ten) Subventionsantrag der Mutter-ge-sell-schaft
Vereinigte Bühnen Wien für das Jahr 2006 ein weitaus höherer Bedarf
der Opernbühne von 20 Millionen Euro einkalkuliert, intern aber
offenbar anders verwendet worden. Das aktuelle Mozartjahr scheint
dabei - wie offiziell gerne angeführt - keine wirkliche
Sonderbelastung für das Theater an der Wien darzustellen, denn auch
danach (ab 2007) kalkuliert man mit 21,6 Millionen Euro jährlichen
Subventionsbedarf.

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

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