• 21.09.2006, 12:26:14
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Grüne Penzing: Bezirksvertretung Penzing vertritt nicht die Bevölkerung

Gemeinderätin Gretner besteht auf Reduzierung der Bebauungsmöglichkeiten

Wien (OTS) - Mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ beschloss die
Bezirksvertretung Penzing in ihrer gestrigen Sitzung eine zustimmende
Stellungnahme zum umstrittenen Flächenwidmungsplan für den Bereich
der Steinhofgründe und das Otto-Wagner-Spital, kritisiert die
Klubobfrau der Grünen Penzing, Elisabeth Holzer.

Lediglich das Landschaftsschutzgebiet soll nach dem Willen der SPÖ
von Bebauung frei bleiben, so wie das vom Planungsstadtrat bereits
zugesagt wurde. Die Verdichtung im Bereich des Spitalsgeländes und
die Verbauung von Grünflächen wurden mit SPÖ-FPÖ-Mehrheit positiv zur
Kenntnis genommen. Enttäuschend war der Auftritt der ÖVP-Fraktion,
die außer polemischen Reden keinen konkreten Antrag auf Abänderung
einbrachte, so Holzer.

"Die Grünen bestehen auf einer strikten Reduzierung der
Bebauungsmöglichkeiten innerhalb des Spitalsbereiches vor allem auf
den Grünflächen zwischen den Jugendstil-Pavillons des
Otto-Wagner-Spitals und auf einer Bausperre für die
Erweiterungsflächen, solange es kein Konzept für eine Nachnutzung
gibt. Für die Erstellung eines derartigen Konzeptes soll die
Bevölkerung des 14. und 16. Bezirks einbezogen werden und der Bedarf
von öffentlichen Einrichtungen berücksichtigt werden, betont dazu die
Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner.

"Wir fordern auch den Bürgermeister und den Kulturstadtrat auf, sich
dafür einzusetzen, dass das einmalige Ensemble des
Otto-Wagner-Spitals zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wird", verlangt
Holzer. Die Bedenken seitens des SPÖ-Vorsitzenden des Bauausschusses,
dass das unabsehbare Einschränkungen für die angrenzenden Kleingärten
und Gartensiedlungsgebiete bedeuten könnte seien nur als absurd
bezeichnen. "Wenn es für die Wohnbevölkerung auf der Baumgartner Höhe
eine berechtigte Sorge gibt, dann die, welche unabsehbaren
Auswirkungen der derzeit vorliegende Flächenwidmungsplan für die
Zukunft dieser Gebiete haben wird. Die Verantwortung dafür liegt nun
bei der SPÖ Mehrheit im Planungsausschuss und im Gemeinderat der
Stadt Wien", schließen Holzer und Gretner unisono.

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