- 21.09.2006, 10:15:31
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PRÖLL: Masterplan Radfahren unterstützt Gesundheit und Klimaschutz
Autofreier Tag 2006 in Österreich - Radfahren im Mittelpunkt der Gemeindeaktivitäten
Wien (OTS) - Über 275 Gemeinden setzen am 22. September auch heuer
wieder ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Der Autofreie Tag
2006 steht europaweit unter dem Motto Klimaschutz. In Österreich wird
von Lebensministerium und Klimabündnis Österreich daher verstärkt zum
Radfahren aufgerufen. "Radfahren spart Sprit, entlastet das Klima und
ist gut für die Gesundheit. 25 Prozent aller Autofahrten in
Österreich sind kürzer als 2 km und 50 Prozent unter 5 km. Diese
Distanzen wären leicht mit dem Fahrrad zurückzulegen. Gerade in der
Stadt ist man mit dem Rad oft schneller unterwegs als mit dem Auto.
Dazu sieht der heute vorgelegte "Masterplan Radfahren" eine Reihe von
konkreten Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs in Österreich
vor, die der Bund nach und nach mit Ländern und Gemeinden umsetzen
will", so Umweltminister Josef Pröll heute, Donnerstag, bei einer
Pressekonferenz zum morgigen Autofreien Tag mit Martin Huber,
Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG und Wolfgang Mehl,
Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich.
Durch die Verlagerung von kurzen privaten Autofahrten auf das
Fahrrad können wesentliche positive Umweltwirkungen erreicht werden.
Weniger Feinstaub sowie die Verringerung der Treibhausgase sind hier
zu nennen. Die positiven Gesundheitswirkungen durch mehr Bewegung
sind ein weiterer wichtiger Punkt. In Österreich liegt der
Radverkehrsanteil mit ca. 5 Prozent im internationalen Vergleich eher
niedrig. In Holland beträgt er 27 Prozent, in Dänemark 18 Prozent und
in Deutschland 10 Prozent. In Österreich hat Salzburg in den letzten
Jahren das Radfahren forciert und den Radverkehrsanteil auf zuletzt
16 Prozent gesteigert. Schlusslicht ist Wien mit rund 3 Prozent. Ziel
des Masterplans Radfahren ist die Verdoppelung des Radverkehrsanteils
innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 10 Prozent im
Bundesdurchschnitt.
Um dieses Ziel zu erreichen, muss auf verschiedenen Ebenen
angesetzt werden. Bundesweit bedarf es einer stärkeren Zusammenarbeit
und Abstimmung der für den Radverkehr zuständigen Akteure auf
Bundes-, Länder- und Gemeindeebene. Die
Infrastruktur, wie Radwege oder Abstellanlagen, muss attraktiver und
sicherer werden. Die Verkehrsorganisation muss radfahrfreundlicher
werden - etwa durch Verkehrsberuhigung oder Geschwindigkeitsdämpfung
des motorisierten Straßenverkehrs. Durch Aktions- und
Beratungsprogramme, aber auch durch gezielte Förderungen soll ein
wirksames Mobilitätsmanagement für den Radverkehr entstehen.
Verbessert werden soll auch die Vernetzung zwischen Öffis und Rad
durch Bike+Ride Anlagen, unkomplizierte Rad-Verleihsysteme und die
erleichterte Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber
hinaus gilt es, das Image des Radfahrens bereits bei Kindern und
Jugendlichen zu stärken und die gesundheitlichen und finanziellen
Vorteile bewusster zu machen. Nicht zuletzt geht es um die Schaffung
von Rahmenbedingungen, die Radfahren etwa durch eine stärkere
Position von RadfahrerInnen in der Straßenverkehrsordnung oder die
bessere Berücksichtigung der Bedürfnisse des Radverkehrs in der
Raumordnung attraktiver machen.
"Um ganz bewusst auf die Bedeutung des Radfahrens für Gesundheit
und Klimaschutz hinzuweisen, werde ich morgen, am Autofreien Tag, mit
der Bahn nach Salzburg reisen und ab 15:00 Uhr im Rahmen meiner
Initiative "Abfahren aufs Radfahren" mit dem Rad die Trainingsstrecke
der Rad-WM in Salzburg befahren", kündigte Umweltminister Josef Pröll
an.
Die Initiative "Abfahren aufs Radfahren", der
Unternehmenswettbewerb "Bike2Business" und der nun vorgelegte
"Masterplan Radfahren" sowie Initiativen zum Umsteigen auf Bus und
Bahn beweisen, dass jeder/e Einzelne einen Beitrag zu Klimaschutz und
umweltfreundlicher Mobilität leisten kann. Allen, die auf das Auto
angewiesen sind, hat das Lebensministerium mit seinem
Spritsparwettbewerb "Schlau fahren - Sprit sparen", bei dem der
Sieger mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,13 Litern auf 100 km
durchs Ziel ging, gezeigt, wie sie mit der richtigen Fahrweise Klima
und Geldbörse schonen können.
"Ich lade alle ÖsterreicherInnen ein, am Autofreien Tag
mitzumachen und das Fahrrad zu benutzen. Über 275 Gemeinden nehmen
heuer wieder am Autofreien Tag teil. Im Verkehrsverbund Ostregion
gilt der Einzelfahrschein als Tagesnetzkarte. In St.Pölten fahren die
innerstädtischen Buslinien gratis. Und bei den Bahnhofsfesten der
ÖBB, wie beispielsweise am Wiener Westbahnhof oder am Salzburger
Hauptbahnhof, kann man sich über die vielen Facetten
umweltfreundlicher Mobilität informieren", so Pröll abschließend.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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