• 14.09.2006, 10:19:49
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FORMAT: Piloten helfen AUA beim Sparen

Weitgehend akkordiertes "mildes Sparpaket" zwischen AUA-Boss Ötsch und Bordpersonal liegt vor

Wien (OTS) - AUA-Chef Alfred Ötsch und Bordbetriebsrats-Chef
Wolfgang Hable haben sich nach mehrmonatigen Verhandlungen auf ein
weitgehend akkordiertes mildes Sparpaket für Piloten und
Flugbegleiter geeinigt. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT,
dem ein entsprechendes Konzept vorliegt, in seiner morgen, Freitag,
erscheinenden Ausgabe. Vorgesehen sind moderate Anhebungen der
Arbeitszeiten für das fliegende Personal bei gleichzeitigen
Verbesserungen etwa bei freien Tagen.

Kernstück der Einigung ist ein Dokument des EU-Parlaments mit dem
Titel "Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur
Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 endg.", schreibt FORMAT.
Darin definiert die EU zwecks Gewährleistung der Sicherheit für die
Fluggäste das maximale, dem europäischen Bordpersonal zumutbare
Arbeitspensum. Ötsch und Hable, die seit Beginn der Gespräche zu
Stellungnahmen bereit sind, wollen nun die in dem Papier unter
Abschnitt Q - "Beschränkung der Flug- und Dienstzeiten und
Ruhevorschriften" - angeführten EU-Mindestgeregelungen als Standard
in den AUA-Kollektivvertrag übernehmen.

Für das fliegende Personal bringt das einige Änderungen, schreibt
FORMAT. So sind künftig 60 Arbeitsstunden innerhalb von sieben Tagen
zulässig, bisher waren es 55. Die sogenannten Blockstunden - also
Arbeitsstunden vom Anrollen des Fliegers bis zum Andocken am
Flugplatz - steigen von 800 auf 900. Nicht übernommen wird die
EU-Mindestregel von 90 freien Tagen im Jahr - was nicht einmal den
Wochenenden entsprechen würde. Über diesen Punkt wird noch
verhandelt, schreibt FORMAT.

Besser gestellt als bisher werden die AUA-Leute laut dem FORMAT
vorliegenden Dokument bei der Berechnung freier Tage: Künftig zählt
ein Tag nur dann als frei, wenn zwei Nächte dazu gehören. Eine
weitere Neuerung: Während bei Austrian Arrows (vormals Tyrolean) und
AUA bisher unterschiedliche Kollektiv-Verträge galten, sollen künftig
auch die Regionalstrecken unter den Gesamt-KV fallen - die noch
ausständige Zustimmung des Austrian Arrows-Betriebsrates
vorausgesetzt.

Fazit laut FORMAT: Ötsch erzielt noch nicht quantifizierte
Einsparungen bei Überstunden, die allein die AUA aber nicht retten
werden. Das fliegende Personal bekennt sich zum Sanierungskurs, ohne
substanzielle Verschlechterungen hinnehmen zu müssen.

Rückfragehinweis:
Format Wirtschaft
Tel.: (01) 217 55/4149 Bernhard Salomon

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