• 13.09.2006, 10:45:30
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20 Jahre Flugrettung im Ennstal

11.500 Menschen gerettet

Wien (OTS) - Nicht den Patienten so schnell wie möglich ins
Krankenhaus, sondern das Spital - also den Notarzt - so schnell wie
möglich zum Patienten bringen. Diese Grundsätze der modernen
Notfallmedizin standen 1986 Pate für die Installierung eines
Notarzthubschraubers im Ennstal. Bis heute flog die Flugrettung in
der Obersteiermark fast 11.500 Einsätze, Menschenleben konnten
gerettet werden und viele haben sich durch die rasche und kompetente
Intervention der Hubschraubercrew bleibende gesundheitliche Schäden
oder lange Rehabilitationsaufenthalte erspart.

Als in Österreich das nationale Flugrettungssystem konkrete Formen
für eine flächendeckende Versorgung annahm, wurde im September 1986
in Assistenz zum Innenministerium in der Kaserne Aigen der
Notarzthubschrauber Christoph des österreichischen Bundesheeres, eine
Alouette III, stationiert.

Nach 15 Jahren und 7.370 Einsätzen übernahm am 1. Juli 2001 die
ÖAMTC-Flugrettung mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 14 den
Flugrettungsdienst im Steirischen Ennstal. Da aus rechtlichen und
praktischen Gründen eine Beibehaltung des Hubschrauberstützpunktes im
Fliegerhorst Aigen nicht möglich war, musste ein neuer Standort
gefunden werden. Dank der unbürokratischen Hilfe des Flugplatzhalters
und der Gemeinde wurde beim Union-Sportflugplatz Niederöblarn ein
idealer Standort gefunden. Während des Stützpunktneubaues stellte die
Sportunion einen Stellplatz für den Hubschrauber und Büroräume zur
Verfügung. Im Frühjahr 2002 konnte der neue Heliport bezogen werden.

Heute fliegt Christophorus 14 etwa 800 Einsätze im Jahr. Die
Piloten sind zum überwiegenden Teil ehemalige Bundesheerangehörige.
Das Notärzteteam kommt von den umliegenden Krankenhäusern und
Arztpraxen. Unterstützt werden die Piloten und Notärzte von
Flugrettungssanitätern der Bergrettung aus der Steiermark und
Oberösterreich, die für diesen Notarzthubschrauber, der vor allem im
hochalpinen Bereich operiert, die nötige Erfahrung mitbringen.
Christophorus 14 ist täglich von sieben Uhr früh bis zum Einbruch der
Dunkelheit einsatzbereit und wird von der Leistelle des Roten Kreuz
Liezen disponiert.

Schwerpunkt Freizeitunfall

Fast 90 Prozent der Rettungsflüge von Christophorus 14 erfolgen
nach Primäreinsätzen, bei denen das Notfallteam direkt zum Verletzten
kommt und die lebensnotwendige Erstversorgung vornimmt. Fast 40% der
Rettungsflüge gelten Sport- und Freizeitunfällen.. An zweiter Stelle
der Einsatzstatistik liegen internistische Notfälle mit 19 Prozent
der Alarmierungen, gefolgt von Verkehrsunfällen und neurologischen
Notfällen. Nahezu jeder dritte Patient wird von Christophorus 14 ins
Krankenhaus Schladming geflogen, ins Krankenhaus Rottenmann kommen
18% der Verunglückten oder Erkrankten.

Maximal drei Minuten nach der Alarmierung ist das Team in der
Luft. Im Schnitt vergehen gerade 13 Minuten bis Christophorus 14 am
Notfallort eintrifft. Durch die rasche notärztliche Versorgung direkt
am Unfallort steigen die Überlebenschancen des Patienten und auch die
Wahrscheinlichkeit, das Unglück ohne Spätfolgen zu überstehen. Auch
der rasche und schonende Hubschraubertransport in das geeignete
Spital wirkt sich positiv auf die Heilungschancen aus.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Manfred Pfnier
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1480
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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