- 08.09.2006, 10:52:51
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Fohlen: Geboren um zu sterben - wir suchen Paten und gute Plätze!
Morgen Samstag wieder erste Fohlenversteigerung in Stadl Paura, OÖ
Laaben (OTS) - Jeden Herbst werden in Deutschland und Österreich
mehr als 3000 Haflinger- und Norikerfohlen versteigert, erstmals von
der Mutter weggerissen, in Viehtransporter gestoßen, hunderte
Kilometer herumgekarrt und danach in einem Schlachthof, v.a. in
Italien, umgebracht. Dank der von ANIMAL SPIRIT betriebenen
Aufklärungskampagnen und Fohlenfreikaufaktionen der letzten 3 Jahre
zeigt die österreichische Exportstatistik immerhin einen Rückgang von
über 40% an Schlachtfohlen bzw. Pferden nach Italien. Dennoch bleibt
die Zucht v.a. der Haflinger- und Norikerfohlen eine
"Überschußproduktion".
Solange sie im Sommer Urlaubsgäste erfreuen, dürfen sie leben.
Danach haben sie ihre Schuldigkeit getan und werden mit knapp 6
Monaten zu einer der vielen Pferdeversteigerungen nach Salzburg,
Tirol, Kärnten, OÖ oder Stmk. gekarrt.
Wie es dort zugeht, läßt jedem Tierfreund die Haare zu Berg
stehen. Die Fohlen werden oft wie leblose Ware behandelt und
versteigert. Mit Gewalt erstmals von der Mutter getrennt, mit
Elektroschockgeräten und Schlägen auf Transporter geprügelt - oft
gemeinsam mit großen Pferden in einen engen Transporter gepfercht,
und dann hunderte Kilometer Richtung Süden.
Oft sieht man auch schon bei der Versteigerung verletzte
Pferdebabys - die gehen am Schluß noch als "Sonderangebote" weg. Nach
einer stundenlangen, manchmal auch tagelangen Fahrt, ohne Wasser und
Futter, landet das Fohlen erschöpft und oft schon verletzt am
Schlachthof. Auf Europas Hochleistungsschlachthöfen geht es um
Effizienz, jeder Arbeiter soll pro Minute ein Tier töten. In Panik
verletzen sie sich noch mehr, brechen sich die Beine, um schließlich
endlich den "erlösenden" Bolzenschußapparat angesetzt zu bekommen und
aufgeschnitten zu werden.
Über 90% der über den Sommer gezüchteten Fohlen finden keinen
Ansatz in der Weiterzucht bzw. als Sportwallache und gehen daher zum
Schlachter, wenn sie nicht das Glück haben, von Tierfreunden
freigekauft zu werden. In keiner anderen Pferdezucht werden - unter
dem Deckmantel "anspruchsvoller Zuchtoptimierung" - so viele gesunde
Fohlen für den Schlachter produziert!
Die nächsten großen Fohlen-Versteigerungen finden ab morgen, den
9.9.06 in Stadl Paura (OÖ) statt, dann folgt am 18.9. Feldkirchen
(Ktn.), am 23.9. Schladming (Stmk.), sowie am 27.9., 3.10. und die
letzte große am 24.10. in Maishofen (Sbg.), wo jeweils auch ANIMAL
SPIRIT vertreten sein wird. Wir werden dort versuchen, wieder
möglichst viele vor dem Horrortransport und dem sicheren Tod zu
retten. Immerhin konnten wir so in den letzten 3 Jahren
115 Fohlen freikaufen und an gute Plätze vermitteln. Ein Fohlen
kostet durchschnittlich 500 Euro!
Wir suchen noch weitere Unterstützung, damit wir auch heuer wieder
möglichst viele Fohlen freikaufen können. Wir brauchen dafür
einerseits Geld und andererseits noch geeignete Paten bzw.
Einstellplätze: Wer dazu bereit und in der Lage ist, einem solchen
Tierkind das Weiterleben zu ermöglichen, meldet sich bitte bei ANIMAL
SPIRIT. Die Tiere werden nur gegen einen Überlassungsvertrag
(Verpflichtung zu artgerechter Haltung, keine Weiterzucht, keine
Schlachtung) abgegeben.
Rückfragehinweis:
ANIMAL SPIRIT - Zentrum für Tiere in Not Dr. Franz-Joseph Plank Tel: +43 (0) 2774/29 330 Mobil.: (+43) 0676/7082434 mailto:[email protected] Web: www.animal-spirit.at Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben Spendenkonto: PSK 75.694.953 Online spenden: www.e-spende.at/animal
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