Klares NEIN zur Exportkreditgarantie für den Bau des Ilisu-Staudammes in der Türkei

Mit österreichischen Steuergeldern dürfen nicht Verletzungen des Rechts auf Nahrung gefördert werden

Wien (OTS) - Der österreichische Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, steht neben dem schweizerischen und dem deutschen Finanzministerium im Zentrum der weltweiten Eilaktion von FIAN International. Die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung, wendet sich an die zuständigen Minister dieser Länder, weil in den einzelnen Exportkreditagenturen (in Österreich die Kontrollbank) Anträge für die Unterstützung des Ilisu-Staudammprojektes zur Entscheidung anstehen. Ein internationales Konsortium rund um VA-Tech/Andritz hat in den drei Ländern für das Ilisu-Staudammprojekt/Türkei Exportkreditgarantien beantragt. Das äußerst umstrittene Projekt hat zur Folge, dass über 50.000 Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren. 200 km2 fruchtbares Ackerland werden durch den riesigen Stausee vernichtet. Während wenige Großgrundbesitzende Entschädigungen erwarten, stehen tausende Menschen die auf diesen Feldern zuvor als PächterInnen oder besitzlose LandarbeiterInnen ihren Lebensunterhalt verdient haben vor dem Nichts. Dies ist eine klare Verletzung des Rechts dieser Menschen, sich zu ernähren. "Mit Projekten wie diesen werden Verarmung und Hunger neu organisiert. Solche Aktivitäten tragen ua dazu bei, dass die Anzahl von Menschen, die täglich an Hunger und Unterernährung leiden, seit einigen Jahren wieder im Steigen begriffen ist" meint dazu Dr. Ralf Leonhard, Vorsitzender von FIAN Österreich.

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