- 07.09.2006, 10:21:58
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Ohne Einwilligung der Eltern: Bankomatkarte für 15-jährigen!
Lehrlingskonten im Visier der AKNÖ-Konsumentenschützer
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Wien (OTS) - Wien (AKNÖ) - Lehrlings- und Jugendkonten locken mit
attraktiven Bedingungen wie Gratis-Kontoführung. Aber wie genau
nehmen es die Banken mit Jugendschutzbestimmungen? Das wollten die
Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer herausfinden. Das Ergebnis
ist durchaus erfreulich: Nur von einer Bank wurde die
Sorgfaltspflicht gegenüber Minderjährigen nicht eingehalten.
21 Banken quer durch Wien und Niederösterreich haben die
Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer gemeinsam mit einem
Jugendlichen in den letzten Tagen aufgesucht. Das Ziel:
Herauszufinden, wie viel die Eröffnung bzw. die Führung eines
Lehrlingskontos kostet und ob Jugendschutzbestimmungen eingehalten
werden.
Das Ergebnis der Untersuchung ist durchaus erfreulich: Die Eröffnung
des Lehrlingskontos ist ebenso wie die Kontoführung gratis. Ausnahme
macht da nur eine nö. Raiffeisenbank, die für die Kontoführung 4,06
Euro pro Quartal verrechnet. Auch die Jugendschutzbestimmungen wurden
von fast allen Bankinstituten sehr ernst genommen: Bis auf einen
Bankberater verwiesen alle anderen darauf, dass es für Minderjährige
eine Bankomatkarte nur mit Einwilligung und Unterschrift der Eltern
gibt. In einer Raiffeisenbank in Wien, wurde der 15-jährigen
Testperson ohne elterliche Erlaubnis eine Bankomatkarte ausgehändigt.
Für Martin Hofecker, AKNÖ-Bankenexperte, ein Skandal: "Ein Lehrling
kann bis zu 400 Euro pro Woche von seinem Konto abheben und das,
obwohl er durchschnittlich nur zwischen 300 bis 500 Euro pro Monat
verdient! Das reicht, um ganz leicht in die Schuldenfalle zu
stolpern." Über 27.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 befinden
sich auf einer "schwarzen Liste" - der sogenannten
Warnkreditevidenzliste (hier werden Konsumenten eingetragen, die in
Zahlungsschwierigkeiten mit Unternehmen gekommen sind und nicht
zahlen können). Für den Konsumentenschützer eine erschütternde Zahl.
Zeigt sie doch schwarz auf weiß, dass viele junge Konsumenten bereits
beachtliche Zahlungsschwierigkeiten haben.
Auflösung kostet bis zu 30 Euro
Berücksichtigen sollten Lehrlinge schon bei der Eröffnung eines
Lehrlingskontos, welche Bank ihnen nach Beendigung des
Lehrverhältnisses gute Konditionen bietet, empfiehlt Hofecker.
Wechselt ein Lehrling nämlich dann seine Bank, ist das nicht gratis,
sondern die Kontoschließung kann bis zu 30 Euro kosten.
Rückfragehinweis: AKNÖ, Konsumentenberatung, Martin Hofecker, 01
58883-1311.
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sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1252
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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