AKNÖ fordert jetzt rasche Sanierung der Regionalbahnen im Ybbstal und in der Wachau

Präsident Staudinger: "Auf- statt zusperren - Schüler und Wirtschaft brauchen mehr Regionallinien"

Wien (AKNÖ) - "Offenbar entscheidet das Wetterglück und nicht die Wirtschaftspolitik darüber, ob es in benachteiligten Regionen Niederösterreichs funktionierende Regionalbahnen gibt oder nicht", zürnt AKNÖ-Präsident Staudinger. Als Beispiel nannte er die Wachauer Bahn, die seit Monaten nach einem Felssturz unterbrochen ist und die Ybbstalbahn, die nach starken Regenfällen ebenfalls ab Opponitz gesperrt ist. Von Reparaturarbeiten ist weit und breit nichts zu hören und zu sehen.

Wichtige Entscheidungen über die Zukunft von Regionalbahnen in Niederösterreich werden auf die lange Bank geschoben, kritisiert die Niederösterreichische Arbeiterkammer.
Die Unterbrechung der Wachauer Bahn begründen die ÖBB mit einem losen Gesteinsbrocken nach einer Hangrutschung. "Die Sicherung hätte schon längst durchgeführt werden können. Aber offenbar kam die Hangrutschung den Verantwortlichen gelegen, um wieder ein Stück Regionalbahn stilllegen zu können", verweist AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister auf die Parallele zur Ybbstalbahn hin.
Nach einem Hochwasser ist die Strecke zwischen Opponitz und Lunz a. See unterbrochen, und die Sanierungsarbeiten sind nicht einmal begonnen. Kronister: "Die Ybbstalbahn führt direkt in die Ortschaften und ist ein wichtiger Zubringer in die Schulstadt Waidhofen. Noch im Sommer gab es eine Werbeaktion mit den Ybbstalgemeinden, die sich bemüht haben, den Ausflugsverkehr anzukurbeln. Man darf die Region jetzt nicht im Stich lassen."

Aufsperren statt zusperren - gilt auch im Wald- und Weinviertel

Der versprochene Lückenschluss von Waidhofen/Th. nach Slavonice in Tschechien wird ebenfalls auf die lange Bank geschoben, obwohl die holzverarbeitende Wirtschaft seit Jahren darum kämpft und EU-Mittel für die Sanierung bereitstehen. Thomas Kronister: "Auch von Zistersdorf nach Drösing sollte der Personenverkehr wieder eröffnet werden. Für die Belieferung der neuen Müllverbrennungsanlage in Zistersdorf muss die Strecke sowieso verbessert werden, so dass von der Nordbahn zur Schulstadt Zistersdorf auch der Personenverkehr wieder attraktiv gestaltet werden könnte."
Das Aushungern der Regionalbahnen geht indes weiter. "Der neue Fahrplan 2007 schneidet Zwettl praktisch vom Bahnnetz ab. Dort soll es nur noch Erinnerungszüge nach Schwarzenau geben", so Verkehrsexperte Thomas Kronister. Viele Eltern melden sich mit Anrufen bei der AKNÖ und sorgen sich, dass ausgerechnet im Winter die Schülerzüge eingestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
peter.sonnberger@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001