• 05.09.2006, 10:03:38
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AKNÖ fordert jetzt rasche Sanierung der Regionalbahnen im Ybbstal und in der Wachau

Präsident Staudinger: "Auf- statt zusperren - Schüler und Wirtschaft brauchen mehr Regionallinien"

Wien (AKNÖ) - "Offenbar entscheidet das Wetterglück und nicht die
Wirtschaftspolitik darüber, ob es in benachteiligten Regionen
Niederösterreichs funktionierende Regionalbahnen gibt oder nicht",
zürnt AKNÖ-Präsident Staudinger. Als Beispiel nannte er die Wachauer
Bahn, die seit Monaten nach einem Felssturz unterbrochen ist und die
Ybbstalbahn, die nach starken Regenfällen ebenfalls ab Opponitz
gesperrt ist. Von Reparaturarbeiten ist weit und breit nichts zu
hören und zu sehen.

Wichtige Entscheidungen über die Zukunft von Regionalbahnen in
Niederösterreich werden auf die lange Bank geschoben, kritisiert die
Niederösterreichische Arbeiterkammer.
Die Unterbrechung der Wachauer Bahn begründen die ÖBB mit einem losen
Gesteinsbrocken nach einer Hangrutschung. "Die Sicherung hätte schon
längst durchgeführt werden können. Aber offenbar kam die
Hangrutschung den Verantwortlichen gelegen, um wieder ein Stück
Regionalbahn stilllegen zu können", verweist AKNÖ-Verkehrsexperte
Thomas Kronister auf die Parallele zur Ybbstalbahn hin.
Nach einem Hochwasser ist die Strecke zwischen Opponitz und Lunz a.
See unterbrochen, und die Sanierungsarbeiten sind nicht einmal
begonnen. Kronister: "Die Ybbstalbahn führt direkt in die Ortschaften
und ist ein wichtiger Zubringer in die Schulstadt Waidhofen. Noch im
Sommer gab es eine Werbeaktion mit den Ybbstalgemeinden, die sich
bemüht haben, den Ausflugsverkehr anzukurbeln. Man darf die Region
jetzt nicht im Stich lassen."

Aufsperren statt zusperren - gilt auch im Wald- und Weinviertel

Der versprochene Lückenschluss von Waidhofen/Th. nach Slavonice in
Tschechien wird ebenfalls auf die lange Bank geschoben, obwohl die
holzverarbeitende Wirtschaft seit Jahren darum kämpft und EU-Mittel
für die Sanierung bereitstehen. Thomas Kronister: "Auch von
Zistersdorf nach Drösing sollte der Personenverkehr wieder eröffnet
werden. Für die Belieferung der neuen Müllverbrennungsanlage in
Zistersdorf muss die Strecke sowieso verbessert werden, so dass von
der Nordbahn zur Schulstadt Zistersdorf auch der Personenverkehr
wieder attraktiv gestaltet werden könnte."
Das Aushungern der Regionalbahnen geht indes weiter. "Der neue
Fahrplan 2007 schneidet Zwettl praktisch vom Bahnnetz ab. Dort soll
es nur noch Erinnerungszüge nach Schwarzenau geben", so
Verkehrsexperte Thomas Kronister. Viele Eltern melden sich mit
Anrufen bei der AKNÖ und sorgen sich, dass ausgerechnet im Winter die
Schülerzüge eingestellt werden.

Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at

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