• 04.09.2006, 14:51:46
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Kukacka für seriöse Festlegung der Tempo-Limits

130 km/h auf Autobahnen hat sich bewährt und wird akzeptiert

Wien (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka kann den
BZÖ-Vorschlägen, die generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf
Autobahnen aufzuheben, wenig abgewinnen. Er sehe keinen
Änderungsbedarf, denn "die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130km/h
auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen hat sich bewährt und
stößt bei den Autofahrern auf hohe Akzeptanz", sagte Kukacka, der
sich dabei auf die neueste Gallup-Umfrage im Auftrag der
VAV-Versichrung bezog. Diese ergab, dass 64 Prozent der Autofahrer
Tempo-130 "als richtig angesetzt" bezeichnen. Nur vier Prozent fühlen
sich durch die geltende Regelung "gebremst". Eine weitere Studie des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit untermauert dies. Sie ergab, dass
85 Prozent der Autofahrer nie schneller als 135km/h fahren.

Es sei auch belegt, dass ständige Geschwindigkeitswechsel den
Verkehrsfluss mindern und damit das Unfallrisiko erhöhen. "Wir wollen
auch keinen Tempo- Fleckerlteppich auf unserem Autobahnnetz", so
Kukacka, der auch auf die geringeren Schadstoff-Emissionen bei
gleichmäßiger Reisegeschwindigkeit verwies und feststellte, dass 130
auch in der Mehrheit der EU-Länder die erlaubte Höchstgeschwindigkeit
sei. In Deutschland hingegen passieren laut einer Untersuchung des
VCÖ pro 1000 Autobahnkilometer um 35% mehr Umfälle als hierzulande.
"Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist wohl das beste Argument
gegen dieses Wahlkampfthema", stellt Kukacka dazu fest.

"Die Tendenz geht im Moment sogar gegen die Regelgeschwindigkeit
130." Aktuell gäbe es mehrere Anträge seitens der Länder auf
Temposenkungen zur Luftsanierung, Schadstoffsenkung und
Lärmreduktion.

"Die ÖVP steht für eine Verkehrspolitik der Vernunft. Das gilt gerade
auch auf Österreichs Autobahnen", hielt Kukacka fest und er betonte,
dass flexible Tempolimits nur dann sinnvoll wären, wenn die geplanten
Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Betrieb sind. Diese können auf
Faktoren wie Verkehrsaufkommen, Tageszeit, Witterung, Lärm oder
Luftverschmutzung reagieren und eine entsprechende
Höchstgeschwindigkeit flexibel vorschreiben. Die Asfinag hat bereits
begonnen, diese Anlagen österreichweit zu installieren und wird
dieses Programm nach der derzeitigen Planung bis 2010/2011
abgeschlossen haben. "Ein weiterer Tempo-Versuch 160km/h wäre für die
ÖVP nur dann akzeptabel, wenn er auf einer zumindest dreispurigen und
voll ausgebauten Autobahn stattfinden würde. In Wahlkampfzeiten macht
so was aber wenig Sinn", schloss der Verkehrsstaatssekretär.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Stefan Naglis, Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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