Feuer am Dach: Empörung bei der Feuerwehr

Graz/Lebring (OTS) - Große Empörung bei den Führungskräften der steirischen Feuerwehren über die Pläne der Abteilung für Katastrophenschutz- und Landesverteidigung im Amt der Steiermärkischen Landesregierung, welche einer Entmündigung der Florianijünger gleichkommt.

Bei der gestrigen Informationstagung für die höchsten Führungskräfte der steirischen Feuerwehren in Donawitz, ließ Landesfeuerwehrkommandant LBD Albert Kern eine Bombe platzen.

Er berichtete über Pläne der Landesregierung, wonach die weit gehende Selbstverwaltung der Finanzmittel durch den Landesfeuerwehrverband Steiermark, ohne Angabe von Gründen, aufgekündigt werden soll.
Dies ist umso verwunderlicher, als die Finanzverwaltung durch den Landesfeuerwehrverband Steiermark erst kürzlich vom Landesrechnungshof als vorbildlich und zukunftsorientiert bezeichnet wurde.

Damit nicht genug: Auch im Bereich der Schaffung eines neuen Kommunikationssystems, das endlich eine zeitgerechte Alarmierung und Verständigung der Einsatzkräfte untereinander gewährleisten soll, geht man von den getroffenen Zusagen ab. So sollen zehn Millionen Euro, welche für die Erstausrüstung an digitalen Handfunksprechgeräten und für die Alarmierung der Feuerwehren vorgesehen waren, in einem handstreichartigen Verfahren umgewidmet werden.

Als Drahtzieher hinter diesen Aktivitäten wird der Leiter der Fachabteilung 7b, Hofrat Dr. Kurt Kalcher, genannt, der diese Mittel für die Errichtung einer integrierten Leitstelle innerhalb seines Befehlsbereiches umleiten möchte.
Der einhellige Tenor der 120 Tagungsteilnehmer richtet sich gegen diese Machenschaften, die einer Entmündigung der größten Einsatzorganisation des Landes gleichkommt.

Die Funktionäre sind auch der Meinung, dass die beamtete Abteilung des Landes in erster Linie, im Sinne der Trennung von Legislative und Exekutive, ihren Aufsichtspflichten nachkommen und keine aktive Feuerwehrpolitik betreiben soll.

Mit dieser Forderung wissen sich die Feuerwehrfunktionäre auch mit den Verantwortlichen des Roten Kreuzes und mit der Österreichischen Wasserrettung im Gleichklang.

Landesfeuerwehrkommandant LBD Albert Kern wurde von den Funktionären beauftragt, sofort mit dem zuständigen politischen Referenten, Landeshauptmann Mag. Franz Voves, in Gespräche einzutreten, um dieses für die Feuerwehren untragbare Ansinnen abzuwenden.

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne Landesfeuerwehrkommandant LBD Albert Kern, Tel.: 0664 / 40 33 161 und Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter LBDS Gustav Scherz,
Tel.: 0664 / 40 34 475, zur Verfügung.

Fotos von der Sitzung in Donawitz können von unserem Presseoffizier,
ABI Christof Oswald, Tel.: 0664 / 25 29 069, zur honorarfreien Verwendung angefordert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Landesfeuerwehrverband Steiermark
8403 Lebring-St.Margarethen, Florianistraße 22
Tel.: 03182 / 7000-0

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