- 01.09.2006, 09:54:20
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Die U1 kommt nach Leopoldau
U-Bahn-Eröffnung am 2. September mit Bürgermeister Michael Häupl
Wien (OTS) - Wenn am 2. September 2006 nach fünf Jahren Bauzeit
die aufwändigen Bauarbeiten abgeschlossen sind wird die U1 um fünf
Kilometer - also um die Hälfte - auf 15 Kilometer angewachsen sein.
Statt 14 Stationen stehen den Fahrgästen entlang der U1 dann 19
Stationen zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Wiener U-Bahnnetz
damit über 66 Kilometer Länge, etwa die Entfernung zwischen Wien und
St. Pölten.
Der neue Streckenabschnitt ist 4,6 Kilometer (inkl. Wende und
Abstellanlage 5,1 km) lang und bringt fünf neue Stationen. Mit der
Fertigstellung des neuen Teilstücks beträgt die Gesamtlänge der
U-Bahn-Linie U1 14.656 Meter. Die U1 verbindet sechs Bezirke (1.,
2., 4., 10., 21. und 22.). Sie bietet Umsteigemöglichkeiten zu drei
anderen U-Bahn-Linien (U2, U3 und U4) sowie zu den Schnellbahnlinien
am Südtiroler Platz, Praterstern und in Leopoldau.
Durch die U1 rückt der Stadtrand näher ans Zentrum
Die Notwendigkeit der Verlängerung der Linie U1 über die derzeitige
Endstelle Kagran hinaus bis zur Stadtgrenze war für die Wiener Linien
immer unbestritten. Zum einen war es naheliegend, die großen
Wohnsiedlungen Rennbahnweg und Großfeldsiedlung direkt ans
U-Bahn-Netz anzuschließen, andererseits konnte damit dem Gedanken des
"Schienenverbundprojekts" durch einen optimierten Anschluss an den
ÖBB-Bahnhof Leopoldau samt Park+Ride Anlage mit rund 1.100
Stellplätzen Rechnung getragen werden. Die Linie U1 wird - nach der
Linie U6 in Siebenhirten - damit zur zweiten U-Bahn-Linie, die bis an
den Stadtrand geführt wird. Sie wird die Bezirke Floridsdorf und
Donaustadt wesentlich vom Durchzugsverkehr (Einpendler aus dem
Weinviertel) entlasten und darüber hinaus die bestehenden
Verkehrsprobleme des großen Einzugsbereichs nördlich der Donau
spürbar entschärfen.
U-Bahn-Anschluss für 90.000 Wienerinnen und Wiener
Sowohl die überwiegend von Jungfamilien bewohnte Donaustadt, der
flächenmäßig mit Abstand größte Bezirk Wiens, als auch der
bevölkerungsstarke Bezirk Floridsdorf bekommen mit der "neuen" U1 ein
weiteres attraktives öffentliches Verkehrsangebot. Immerhin wohnen
allein im Einzugsgebiet entlang der Verlängerungsstrecke von Kagran
nach Leopoldau fast 92.000 Menschen.
Nord-Süd-Durchquerung in nur 26 Minuten
Ab Samstag, 2. September 2006, geht‘s über die bisherige Endstelle
Kagran hinaus zu den neuen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg,
Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau. Für die nahezu
komplette Nord-Süd-Durchquerung Wiens vom Reumannplatz bis zur neuen
Endstelle Leopoldau wird man ca. 26 Minuten benötigen. Bewohner der
Großfeldsiedlung, die ihrem Auto eine Pause gönnen, sind dann in nur
7 Minuten an der Alten Donau, in 10 Minuten auf der Donauinsel, in 13
Minuten beim Praterstern und in 16 Minuten im Stadtzentrum. Wer beim
Rennbahnweg zusteigt, benötigt für diese Strecken jeweils um drei
Minuten weniger.
Durch den Ausbau der U1 bis zur nördlichen Stadtgrenze wird
zweifellos der Autoverkehr innerhalb Wiens "entschärft". Aber auch
für die zahlreichen Einpendler aus dem Weinviertel bietet sich dann
die Möglichkeit, bei der Station Leopoldau vom Auto auf die Wiener
Linien umzusteigen.
Die neuen U1-Stationen
Die neuen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße,
Großfeldsiedlung und Leopoldau wurden architektonisch dem
mittlerweile klassischen und auch international angesehenen Design
der U1-Stammstrecke angepasst.
Kagraner Platz
Die Bahnsteige der Station liegen ca. 13 Meter tief, parallel zur
Wagramer Straße. Vom Mittelbahnsteig führen eine Treppe und zwei
Lifte zur Wagramer Straße 139 (Aufgang Donaufelder Straße Süd). Zum
Aufgang Donaufelder Straße Nord (Hauptaufgang) gelangen die Fahrgäste
von der Stationsmitte über Rolltreppen und vom nördlichen
Stationsende über eine Treppe und zwei Lifte in das Stationsgebäude.
Von hier aus kommt man zu den Bussen 23A (Hirschstetten), 24A
(Breitenlee/Neuessling), 31A (Großjedlersdorf) und zur
Straßenbahnlinie 26 (Floridsdorf) sowie zu den Regionalbussen ins
Marchfeld.
Rennbahnweg
Die Station Rennbahnweg - sie liegt parallel zur Wagramer Straße -
ist in Hochlage mit Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden
Bahnsteigenden mit jeweils einer Treppe und einem Lift konzipiert.
Der stadteinwärts gerichtete Stationsein- und -ausgang ist südlich
des Rennbahnwegs geplant. Von hier aus kann man bequem in die Busse
der Wiener Linien umsteigen. Die Bewohner der Wohnhausanlage
Rennbahnweg benützen den stadtauswärts gerichteten Ein- und Ausgang
auf Höhe der Ladenzeile.
Aderklaaer Straße
Die Station Aderklaaer Straße liegt in "erhöhter" Niveaulage parallel
zur Holzmanngasse und ist mit Mittelbahnsteig und Zugängen an beiden
Bahnsteigenden, jeweils mit Treppe und Lift, geplant. Stadteinwärts
ist in Verlängerung der Aderklaaer Straße eine großzügige
Fußgängerquerung vorgesehen. Der stadtauswärts gerichtete Ausgang
führt in die dort geplanten Baulichkeiten und zur Holzmanngasse.
Großfeldsiedlung
Diese Station befindet sich schräg unter der Kürschnergasse zwischen
der Dopschstraße und der Gitlbauergasse. Sie erhält einen
Mittelbahnsteig und Aufgänge (jeweils eine Stiege und einen Lift) an
beiden Bahnsteigenden. Das stadteinwärts gerichtete Stationsgebäude
befindet sich östlich der Kürschnergasse auf Höhe der Dopschstraße
(Hier werden auch die neuen Bushaltestellen errichtet), das
stadtauswärts gerichtete westlich der Kürschnergasse im Bereich des
derzeitigen EKZ-Parkplatzes.
Leopoldau
Die neue Endstelle der U1 liegt zwischen der Gleisanlage der Nordbahn
und der Schererstraße. Auch hier gibt es einen Mittelbahnsteig und
Abgänge am Ende des Bahnsteigs. Der Hauptzugang (stadteinwärts) ist
mit einer Treppe und einem Lift ausgestattet und mündet über eine
hallenartige Erweiterung (mit Shops, Kiosken und Automaten) in die
Fußgängerunterführung. Durch diese gelangt man Richtung Süden über
eine Treppe bzw. einen Lift zur Schererstraße (Bus-Haltestelle).
Richtung Norden erreicht man über eine Treppe und einen Lift den
ÖBB-Bahnsteig und über eine Rampen- und Stiegenanlage am Ende der
Unterführung den Bus-Anschluss in der Thayagasse. Der stadtauswärts
gerichtete Abgang mit Stiegenanlagen und Liften führt zur
Schererstraße.
Große Eröffnungsfeier für jung und alt
Die offizielle Eröffnung der neuen Strecke durch Bürgermeister
Michael Häupl findet am 2. September um 9.00 Uhr in der neuen
U1-Endstelle Leopoldau statt. Danach gibt es den ganzen Tag ein
buntes Programm mit Musik und Unterhaltung bei allen neuen
U1-Stationen.
Am Kagraner Platz sorgt nicht nur die Wiener Linien Blues Band für
coolen Sound, sondern es unterhalten unter anderem auch
Ex-Songcontestteilnehmerin Bobby Singer, die Sieger des Ö3
Soundchecks 2005 SheSays und der
Deutschland-sucht-den-Superstar-Gewinner Tobias Regner sowie
Christina Stürmer und Band.
Um den Kagraner Platz herum bietet eine Veranstaltungsserie Kultur
abseits des Mainstreams von Jazz, Klassik bis Literatur. Auch das
Donauplex an der "alten" U-Bahnstation Kagran lädt beim
Super-Family-Samstag zum Spielen und Basteln ein. Die erste Stunde
Kinderbetreuung ist an diesem Tag gratis.
Sportbegeisterte kommen am Abend gratis voll auf ihre Kosten, denn
beim Eishockeyspiel Vienna Capitals gegen den Wiener Eislöwen Verein
in der Albert-Schultz-Halle gilt der Ersttagsfahrschein als
Eintrittskarte.
Während an der Station Rennbahnweg Kleinkünstler auftreten, gehört
die Station Aderklaaer Straße ganz den kleinen Fahrgästen. Es
erwartet sie ein Programm zum Staunen und Mitmachen.
In der Station Großfeldsiedlung findet ein durchgehendes Showprogramm
statt. Höhepunkte sind die Auftritte von Reinhold Bilgeri und Tamee
Harrison.
Zünftig geht’s bei der Station Leopoldau zu: Ein Oktoberfest im
September mit Bratwurst und einem passenden Showprogramm mit
Blasmusik, den Schürzenträgern, den Paldauern, Simone und Hansi
Hinterseer. (Schluss) wstw
Rückfragehinweis:
Wiener Linien GmbH & Co KG Pressestelle Mag. Johann Ehrengruber Tel.: (01) 7909 - 42200 Fax: (01) 7909 - 42209 mailto: [email protected] http: //www.wienerlinien.at
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