- 29.08.2006, 10:07:13
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RFW-LO VP Fischer: Diskussion über Unternehmerverantwortung muss sachlich geführt werden!
Miteinander und nicht Gegeneinander muss die Devise sein!
Wien (OTS/RFW) - Mit Pauschalverurteilungen wird der Diskussion um
Löhne und Unternehmergewinne kein guter Dienst erwiesen. Der
RFW-Landesobmann von Vorarlberg, WK-Vizepräsident Ing. Fischer,
verlangt daher mehr Augenmass in der jüngsten Ausgabe der
Arbeiterkammerzeitung "Aktion".
Fischer dazu: "Die kleinen und mittleren Unternehmen bilden das
Rückgrat der Vorarlberg Wirtschaft. 99,6% zählen lt. EU-Definition zu
den KMU´s. Diese stellen rd. 65% aller Arbeitsplätze und
erwirtschaften 58% der Gesamterlöse. Die mittelständischen
Unternehmen tätigen jährlichen 55% der gesamten Bruttoinvestitionen.
Und leisten 80% der Ertragssteuern und rund 70% des
Umsatzsteueraufkommens. Die Leistungen der KMU sind auch dahingehend
bemerkenswert, dass die seit Jahren schwache Konjunktur nicht dazu
geführt hat, dass Arbeitsplätze abgebaut wurden. Ganz im Gegenteil,
die Zahl der KMU-Beschäftigten stieg in den letzten 10 Jahren um 8%.
Trotz dieser enormen Leistung für die Volkswirtschaft entwickeln sich
die Betriebsergebnisse in die negative Richtung. So liegt etwa die
Eigenkapitalquote zwar im Gesamtdurchschnitt bei 19%, dies täuscht
aber darüber hinweg, dass 40% der Klein- und Mittelbetriebe gar kein
Eigenkapital haben, also de facto überschuldet sind. Bei einer
Umsatzrendite von 1,6%, und angesichts der Tatsache, dass 46% der
Betriebe gar mit Verlust arbeiten von überzogenen Unternehmergewinnen
zu reden, ist unsachlich und polemisch."
Arbeitgeber und Arbeitnehmer sitzen in einem Boot. Daher hat der RFW
auch den Begriff des Erwerbstätigen geschaffen, denn nur mit der
Bereitschaft zu Betriebsvereinbarungen sowie Flexibilisierung der
Arbeitszeit können die Arbeitsplätze gesichert und damit im Land
gehalten werden, so Fischer.
Es sei schade, dass so vernünftige Vorschläge wie die Halbierung der
MwSt. auf alle Energieträger, die Entlastung des Faktor Mensch sowie
die Reduktion der Lohnnebenkosten in der Aufgeregtheit der
Nationalratswahl offenbar verpuffen. Nicht Umverteilungen wie die AK
fordert sind gefragt, sondern moderne zukunftsorientierte Lösungen,
wie Arbeitseinsatz, Fleiß und Kreativität der Mitarbeiter sollen
honoriert und gefördert werden. Wenn das Betriebsergebnis stimmt,
dann profitierten alle Beteiligten, denn geht’s der Wirtschaftgut,
dann geht es uns allen gut, so der RFW-Landesobmann, VP Ing. Edi
Fischer, abschließend (Ende)mb
Rückfragehinweis:
Bundespressereferent
Mag.Michael Brduscha
00436643384704
[email protected]
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