- 28.08.2006, 09:46:27
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Ein Fest zu Ehren des Heiligen Fiacrius
Jank und Häupl übernehmen Ehrenschutz - Ursprung der Fiaker in Paris - seit über 300 Jahren in Wien
Wien (OTS) - Zum bereits 23. Mal feiern die Wiener Fiaker am
Mittwoch, den 30. August 2006 um 10.00 Uhr den Festgottesdienst zu
Ehren ihres Namenspatrons, des Heiligen Fiacrius, im Wiener
Stephansdom. Den Ehrenschutz für diesen traditionellen Gottesdienst
haben KommR Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien,
und Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl übernommen. Der Heiligen
Messe geht der feierliche Einzug in den von Wiener Gärtnern mit
Blumen geschmückten Stephansdom voraus. Im Anschluss an den
Gottesdienst werden Blumengrüße an die Passanten verteilt.
Für das Gelingen der Festveranstaltung zeichnen die Wiener Fiaker
unter der Leitung von Fachgruppenobmann Heinrich Frey, die Wiener
Gärtner und Floristen unter Landesinnungsmeister Josef Jandl, die
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft unter Obmann Ing. Josef
Bitzinger und der Wiener Praterverband unter Obmann Ing. Hubert
Pichler verantwortlich.
Freudentag für Kinder
Ebenfalls bereits eine liebgewordene Tradition ist es, das Fest zu
Ehren des Heiligen Fiacrius auch zu einem Freudentag für Kinder zu
machen. 45 Kinder aus der Wohngemeinschaft der MA 11 der Stadt Wien
werden mit Taxis zum Stephansplatz gebracht und nehmen an der
feierlichen Zeremonie teil. Danach genießen sie auf Einladung der
Unternehmer des Wiener Praterverbandes vergnügliche Stunden im Prater
mit Ringelspiel, Autodrom und Riesenrad, ehe es vor der Heimfahrt per
Taxi noch eine stärkende Jause gibt.
Wie die Fiaker zu ihrem Namen kamen
"Fiaker" leitet sich vom irischen Einsiedler Fiacrius (610 - 670)
her, der in Frankreich das Kloster Breuil Meaux gründete. Die Legende
berichtet, dass ein Wald zu einem blühenden Garten wurde, als
Fiacrius mit seinem Stab die Erde berührte. Später wurde er heilig
gesprochen und viel später in Paris eine Kirche, die Eglise de Saint
Fiacre, sowie die dazugehörige Straße nach ihm benannt.
1662 bot der Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage erstmals
Pferdelohnwagen mit Kutschern in Paris in der Rue de Fiacre, wo vor
einem Gasthaus ein Bild des Hl. Fiacrius zu sehen war, zur Vermietung
an. Der Heilige Fiacrius erhielt das himmlische Patronat über den
neuen Berufsstand.
Die Idee der Pariser Lohnkutscher kam vor über 300 Jahren nach Wien.
Gegen 1720 bürgerte sich auch der Name "Fiaker" ein. Für den Wiener
Fiaker ist der Hl. Fiacrius auch heute noch der Namens- und
Schutzpatron. Aktuell gibt es in Wien 35 Fiakerunternehmen mit
insgesamt 152 Fuhrwerken.
Rückfragehinweis:
Fachgruppe Wien für die Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen
Dr. Andreas Curda,
Tel.: 514 50 DW 6417
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