Ein Fest zu Ehren des Heiligen Fiacrius

Jank und Häupl übernehmen Ehrenschutz - Ursprung der Fiaker in Paris - seit über 300 Jahren in Wien

Wien (OTS) - Zum bereits 23. Mal feiern die Wiener Fiaker am Mittwoch, den 30. August 2006 um 10.00 Uhr den Festgottesdienst zu Ehren ihres Namenspatrons, des Heiligen Fiacrius, im Wiener Stephansdom. Den Ehrenschutz für diesen traditionellen Gottesdienst haben KommR Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, und Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl übernommen. Der Heiligen Messe geht der feierliche Einzug in den von Wiener Gärtnern mit Blumen geschmückten Stephansdom voraus. Im Anschluss an den Gottesdienst werden Blumengrüße an die Passanten verteilt.

Für das Gelingen der Festveranstaltung zeichnen die Wiener Fiaker unter der Leitung von Fachgruppenobmann Heinrich Frey, die Wiener Gärtner und Floristen unter Landesinnungsmeister Josef Jandl, die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft unter Obmann Ing. Josef Bitzinger und der Wiener Praterverband unter Obmann Ing. Hubert Pichler verantwortlich.

Freudentag für Kinder
Ebenfalls bereits eine liebgewordene Tradition ist es, das Fest zu Ehren des Heiligen Fiacrius auch zu einem Freudentag für Kinder zu machen. 45 Kinder aus der Wohngemeinschaft der MA 11 der Stadt Wien werden mit Taxis zum Stephansplatz gebracht und nehmen an der feierlichen Zeremonie teil. Danach genießen sie auf Einladung der Unternehmer des Wiener Praterverbandes vergnügliche Stunden im Prater mit Ringelspiel, Autodrom und Riesenrad, ehe es vor der Heimfahrt per Taxi noch eine stärkende Jause gibt.

Wie die Fiaker zu ihrem Namen kamen
"Fiaker" leitet sich vom irischen Einsiedler Fiacrius (610 - 670) her, der in Frankreich das Kloster Breuil Meaux gründete. Die Legende berichtet, dass ein Wald zu einem blühenden Garten wurde, als Fiacrius mit seinem Stab die Erde berührte. Später wurde er heilig gesprochen und viel später in Paris eine Kirche, die Eglise de Saint Fiacre, sowie die dazugehörige Straße nach ihm benannt.

1662 bot der Kaufmann und Pferdehändler Nicolas Souvage erstmals Pferdelohnwagen mit Kutschern in Paris in der Rue de Fiacre, wo vor einem Gasthaus ein Bild des Hl. Fiacrius zu sehen war, zur Vermietung an. Der Heilige Fiacrius erhielt das himmlische Patronat über den neuen Berufsstand.

Die Idee der Pariser Lohnkutscher kam vor über 300 Jahren nach Wien. Gegen 1720 bürgerte sich auch der Name "Fiaker" ein. Für den Wiener Fiaker ist der Hl. Fiacrius auch heute noch der Namens- und Schutzpatron. Aktuell gibt es in Wien 35 Fiakerunternehmen mit insgesamt 152 Fuhrwerken.

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Fachgruppe Wien für die Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen
Dr. Andreas Curda,
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