Pflegenotstand: Vorschlag der SPÖ-NÖ für Grüne "zynisch"

Krimser: "Den betroffenen Familien bringt Ausbildungsoffensive jetzt nichts"

St. Pölten (Grüne) - Die Vorschläge der Landesrätin Christa Kranzl (SPÖ) im Zusammenhang mit der Pflegenotstand sind nach Ansicht der Grünen "zynisch". Die SPÖ NÖ will ausländische Pflegekräfte nicht legalisieren. "Natürlich brauchen wir mehr Ausbildungsplätze. Wir fragen uns, warum dies nicht schon längst von der SPÖ-ÖVP Regierung im Land umgesetzt wurde. Den betroffenen Familien bringt dies allerdings nichts mehr, sie brauchen jetzt Unterstützung", so die Gesundheitssprecherin der Grünen, Dr. Helga Krismer.

Die Grünen erinnern in diesem Zusammenhang, dass vor allem im "Familienland-Niederösterreich" die betroffenen Familien bestraft werden. Niederösterreich ist das einzige Bundesland, das rigoros gegen die Familien mit pflegebedürftigen Menschen vorgeht. Eine Familie erhielt bereits eine Strafe von 2.200 Euro. Im Bezirk Scheibbs sind derzeit rund 15 Verfahren anhängig. Den Angehörigen drohen Strafen in der Höhe von bis zu 6.000 Euro! "So sehr wir begrüßen, dass nun auch die zuständige Landesregierung aufgewacht ist, die Familien dürfen allerdings nicht mehr weiter kriminalisiert werden", so Krismer abschließend.

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