Schulterschluss der Getränkeindustrie bei Bottle-to-Bottle-Recycling

Ab 2007 werden aus gebrauchten PET-Flaschen wieder neue PET-Flaschen

Müllendorf (OTS) - Im Beisein von Umweltminister Josef Pröll, Landeshauptmann Hans Niessl, der Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer sowie Geschäfts-führer Christian Strasser wurde Freitag Vormittag im burgenländischen Müllendorf der Grundstein für Österreichs erste gemeinsame Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der heimischen Getränkeindustrie gelegt. Damit wird eine der wichtigsten Voraussetzungen seitens der Getränkeindustrie geschaffen, dass ab 2007 in Österreich aus gebrauchten PET-Flaschen wieder neue PET-Flaschen produziert und Stoffkreisläufe geschlossen werden. An der PET to PET Recycling Österreich GmbH sind die Unternehmen Coca-Cola Beverages Österreich, Radlberger Getränke, Rauch Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer beteiligt. Die Investitionssumme am Standort Müllendorf beträgt 15 Millionen Euro.

Die Getränkeindustrie trägt damit der im Herbst 2004 gemeinsam mit Umweltmini-sterium, Wirtschaftskammer, Handel sowie Abfallwirtschaft unterzeichneten Nach-haltigkeitsagenda Rechnung, die unter anderem ein zielgerichtetes ökologisches Recycling von PET-Flaschen in Österreich vorsieht. So sind im Jahr 2007 laut Agenda 6.000 Tonnen recycliertes PET-Material bei der Produktion von neuen PET-Flaschen beizumengen. Der Beimischungsgrad liegt derzeit bei etwa 30%, soll aber durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie laufend gesteigert werden. Das Personal wird auf bereits bestehenden, nahezu identen Anlagen in Europa ausgebildet. Nach derzeitiger Planung entstehen am Standort 34 neue Arbeitsplätze. Bereits vor Jahresende 2006 werden die ersten Maschinen eingebracht. 2007 soll die Anlage, die neben einer Autobahnanbindung auch über einen Bahnanschluss verfügt, in Betrieb gehen.

Die für das Recycling erforderlichen PET-Getränkeflaschen erhält die PET to PET Recycling Österreich GmbH von der Österreichischen Kunststoff Kreislauf AG (ÖKK). Auf dem Wege einer Ausschreibung wurde der Getränkewirtschaft eine Jahresmenge von 13.900 Tonnen zugesichert. Das aufbereitete Material steht allen Unternehmen der Getränkeindustrie, die die Anforderungen der Nachhaltigkeitsagenda erfüllen, nach dem Prozentsatz ihrer Inverkehrsetzung (laut ARA Statistik) zur Verfügung.

"Mit der neuen PET-Flaschen Recycling Anlage schaffen wir eine wichtige Voraus-setzung für die effiziente Lösung der PET-Flaschen Problematik. Mit modernster Technologie können aus gebrauchten PET-Flaschen wieder neue produziert werden. Das Bottle-to-Bottle Recycling ist hierbei ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung, Optimierung der Materialeffizienz und Schonung von Ressourcen," lobte Umweltminister Josef Pröll die Errichtung der ersten gemeinsamen Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der österreichischen Getränkeindustrie in Müllendorf im Burgenland. Für die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer, repräsentiert das Gemeinschafts-unternehmen ein "europaweit einzigartiges Projekt, bei dem sich Unternehmen, die im Wettbewerb miteinander stehen, zusammenschließen, um gemeinsam ökologische Ziele zu erreichen". Mit der Umsetzung dieses wichtigen Grundpfeilers der Nachhaltig-keitsagenda sei Konsumenten, Wirtschaft und Umwelt wesentlich besser gedient, als mit "Zwangspfandmaßnahmen".

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl begrüßte die Standortentschei-dung - "das Burgenland als attraktiver Wirtschaftsraum und wachstumsstärkstes Bundesland Österreichs setzt konsequent auf die Ansiedlung innovativer Technologie-unternehmen. Jetzt entsteht hier eines der modernsten Recyclingunternehmen Europas, als weiteres sichtbares Zeichen für Innovation, und darauf sind wir mit Recht stolz." Christian Strasser, Geschäftsführer der PET to PET Recycling Österreich GmbH, betonte nachdrücklich, "dass es für die österreichische Getränkeindustrie bei der Qualität der Produkte und der Technologie keinen Kompromiss gibt. Daher ist es uns ein Anliegen, in eigener Verantwortung und unter eigener Kontrolle qualitativ hoch-wertigste Getränkeverpackungen herzustellen und einzusetzen. Letztendlich soll das gemeinsame Unternehmen ein Vorzeigebetrieb werden, der für andere Länder bei-spielgebend sein wird."

Fotos und Grafik zum Download unter www.pet2pet.at

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Mag. Axel Zuschmann
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