Rekord bei Konzerngewinnen - FPÖ fordert Humanisierung bei Unternehmensbesteuerung

Hofer: Klein- und Mittelbetriebe sind der größte Arbeitgeber in Österreich

Wien (OTS) - Da sich die Gewinne der an der Wiener Börse
gelisteten Konzerne im Zeitraum von 2001 bis 2005 vervierfacht haben und gleichzeitig Investitionen und Beschäftigung dieser Entwicklung deutlich hinterherhinken, fordert die FPÖ-Bundeskanzler Schüssel auf, die Kernpunkte seines angekündigten Steuerreformpaketes auf den Tisch zu legen.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Während Gewinne und Dividenden börsennotierter Konzerne explodieren, trägt der Mittelstand die Steuerlast und leidet unter steigender Arbeitslosigkeit. Die FPÖ schlägt daher eine Humanisierung der Unternehmensbesteuerung vor. Der Faktor Lohnkosten ist bezogen auf den Nettoproduktionswert eines Unternehmens stärker bei der Besteuerung zu berücksichtigen. Die Körperschaftssteuer ist daher dem Humanaufwand eines Unternehmens anzupassen. Das wäre eine Maßnahme, um neue Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen."

Die FPÖ fordert zudem die Abschaffung der Mindestkörperschaftssteuer und Erleichterungen für jene Betriebe, die vor Übergaben stehen.

Hofer: "Bis zum Jahr 2010 werden in Österreich 50.000 Betriebe übergeben werden. Davon sind 500.000 Beschäftigte betroffen. Es ist daher notwendig, für Betriebsübergaben innerhalb der Familie die Erbschafts- und Schenkungssteuer zu streichen. Außerhalb der Familien ist der Freibetrag für unentgeltliche Betriebsübergaben von derzeit 365.000 Euro auf 700.000 Euro zu erhöhen."

Einführen will die FPÖ ein Modell der degressiven Abschreibung. Die steuerliche Nutzungsdauer von schnellebigen Wirtschaftsgütern soll damit der realen Nutzungsdauern in den Betrieben angepaßt werden. Hofer: "Wir wollen im ersten Jahr eine Abschreibungshöhe von 30 Prozent."

Entlasten will die FPÖ auch jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. Der finanzielle Aufwand für den Lehrling während der Berufsschulzeit soll daher nicht vom Unternehmer, sondern von der öffentlichen Hand getragen werden. Die Kosten dafür betragen 100 Millionen Euro.

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