- 24.08.2006, 14:51:34
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Rekord bei Konzerngewinnen - FPÖ fordert Humanisierung bei Unternehmensbesteuerung
Hofer: Klein- und Mittelbetriebe sind der größte Arbeitgeber in Österreich
Wien (OTS) - Da sich die Gewinne der an der Wiener Börse
gelisteten Konzerne im Zeitraum von 2001 bis 2005 vervierfacht haben
und gleichzeitig Investitionen und Beschäftigung dieser Entwicklung
deutlich hinterherhinken, fordert die FPÖ-Bundeskanzler Schüssel auf,
die Kernpunkte seines angekündigten Steuerreformpaketes auf den Tisch
zu legen.
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Während Gewinne und
Dividenden börsennotierter Konzerne explodieren, trägt der
Mittelstand die Steuerlast und leidet unter steigender
Arbeitslosigkeit. Die FPÖ schlägt daher eine Humanisierung der
Unternehmensbesteuerung vor. Der Faktor Lohnkosten ist bezogen auf
den Nettoproduktionswert eines Unternehmens stärker bei der
Besteuerung zu berücksichtigen. Die Körperschaftssteuer ist daher dem
Humanaufwand eines Unternehmens anzupassen. Das wäre eine Maßnahme,
um neue Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen."
Die FPÖ fordert zudem die Abschaffung der Mindestkörperschaftssteuer
und Erleichterungen für jene Betriebe, die vor Übergaben stehen.
Hofer: "Bis zum Jahr 2010 werden in Österreich 50.000 Betriebe
übergeben werden. Davon sind 500.000 Beschäftigte betroffen. Es ist
daher notwendig, für Betriebsübergaben innerhalb der Familie die
Erbschafts- und Schenkungssteuer zu streichen. Außerhalb der Familien
ist der Freibetrag für unentgeltliche Betriebsübergaben von derzeit
365.000 Euro auf 700.000 Euro zu erhöhen."
Einführen will die FPÖ ein Modell der degressiven Abschreibung. Die
steuerliche Nutzungsdauer von schnellebigen Wirtschaftsgütern soll
damit der realen Nutzungsdauern in den Betrieben angepaßt werden.
Hofer: "Wir wollen im ersten Jahr eine Abschreibungshöhe von 30
Prozent."
Entlasten will die FPÖ auch jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden.
Der finanzielle Aufwand für den Lehrling während der Berufsschulzeit
soll daher nicht vom Unternehmer, sondern von der öffentlichen Hand
getragen werden. Die Kosten dafür betragen 100 Millionen Euro.
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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