- 24.08.2006, 11:03:21
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Ein Jahr Lehrspital Landesklinikum Tulln
Sobotka: Beste Ausbildung garantiert optimale Versorgung
St. Pölten (NLK) - Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen Bund
und dem Land Niederösterreich wurde vor rund einem Jahr das
Landesklinikum Donauregion Tulln zum Lehrspital der Universität Wien
aufgewertet. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Tulln zog heute
Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka eine erste Zwischenbilanz und stellte
das Ausbildungsprogramm für Ärzte, Pfleger und medizinisches Personal
vor.
"Das Landesklinikum Tulln wurde mit diesem Übereinkommen das
einzige Universitäts-Krankenhaus in Niederösterreich und neben drei
Wiener Krankenanstalten das vierte Lehrkrankenhaus der Medizinischen
Universität Wien", betonte Sobotka. Die Voraussetzung für die
bestmögliche und qualitativ hochwertige Behandlung der Patienten sei
die beste und modernste Ausbildung der Ärzte, Pfleger und des
medizinischen Personals.
Hintergrund der Aufwertung des Tullner Klinikums sind Änderungen
im Ausbildungs-Plan für Medizinstudenten. Seit kurzem müssen
angehende Ärzte vermehrt praktische Einsätze im Spital absolvieren.
Das Allgemeine Krankenhaus Wien wäre diesem Ansturm allein nicht
gewachsen gewesen.
Mit Fertigstellung der Umbauarbeiten in Tulln werden pro
Schulungsmodul jährlich 70 Studenten im Tullner Spital betreut.
Nachdem sechs Module zu je fünf Wochen vorgesehen sind, erweitern in
Zukunft insgesamt 420 angehende Mediziner ihr Wissen in Tulln. Die
Jungmediziner arbeiten im Umgang mit Patienten in Kleingruppen von
zwei bis drei Studenten unter Aufsicht ausbildender Ärzte, die deren
erworbenes Wissen in einem so genannten "Logbuch" dokumentieren. Nach
Abschluss der Umbauarbeiten im Tullner Spital findet dieser
praktische Unterricht auch in den Abteilungen für Innere Medizin,
Chirurgie, Neurologie, Psychiatrie, der Kinder- und Jugendheilkunde
sowie der Gynäkologie und Geburtshilfe statt. Die Tullner
Spitalsärzte halten ihrerseits auch Vorträge ab und sind somit in den
universitären Betrieb eingebunden.
Auch in anderen Bereichen der medizinischen Ausbildung liegt
Niederösterreich europaweit im Spitzenfeld. Besonderes Augenmerk wird
auf die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege gelegt. In
14 Schulen werden derzeit 650 Schüler ausgebildet. Seit dem Jahr 1999
wurde die maximale Aufnahmekapazität in den Schulen um über 90
Prozent auf 790 Ausbildungsplätze gesteigert. Zudem wird im Bereich
der Ausbildung im medizinisch-technischen Dienst und der Hebammen
Niederösterreich als erstes Bundesland noch heuer die Überführung in
das Fachhochschul-System durchgeführt.
Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon
02742/9005-12319, e-mail [email protected], Landesklinikum
Tulln-Gugging, Lisbeth Fohringer, Telefon 02272/601-9555.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
http://www.noe.gv.at/nlk
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