- 19.08.2006, 15:00:02
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Illegale Pflege: FPÖ wirft Schüssel schäbiges Verhalten vor
Hofer fordert jährliche automatische Indexanpassung des Pflegegelds
Wien (OTS) - "Der Umstand, daß eine illegale Pflegekraft zu einem
Sklavenlohn in der Familie Schüssels beschäftigt wurde, beweist, daß
dem Kanzler die Pflegeproblematik sehr wohl bekannt war", meinte
heute der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer.
"Aber statt etwas zu unternehmen, hat er die Hände in den Schoß
gelegt und diese illegale Beschäftigung offenbar ganz in Ordnung
gefunden."
Es sei natürlich verständlich, daß Menschen, die nur ein geringes
Einkommen hätten, gezwungen seien, auf illegale Pflegekräfte
zurückzugreifen, vor allem auch in Anbetracht des Umstands, daß das
Pflegegeld nicht valorisiert worden sei, sagte Hofer. "Aber wir haben
ganz und gar kein Verständnis dafür, daß jemand wie Schüssel, der
sein Leben lang in der Politik viel Geld verdient hat und als
Bundeskanzler zu den Spitzenverdienern des Landes zählt, für seine
Schwiegermutter keine legale Pflege sichergestellt habe. Ein solches
Verhalten ist einfach nur schäbig."
Die ÖVP sei jetzt gefordert, betonte Hofer. Es reiche sicherlich
nicht, nur Ausschüsse zu bilden, in denen das Problem schöngeredet
werde. Man müsse das Pflegegeld valorisieren und in weiterer Folge
jährlich automatisch dem Index anpassen, damit die Pflege für alte
und kranke Menschen auch wieder leistbar werde.
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at
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