• 16.08.2006, 13:26:10
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Neue Hoffnung für Menschen mit unheilbaren Augenproblemen - BILD

Ein Tag nach der ersten Hornhaut-Endotheltransplantation in der ZIRM Privatklinik. Im Bild v.l.n.r.: Fritz B., Andrea P. und Mathias Zirm

Wien (OTS) - Neue Hoffnung für Patienten mit unheilbaren
Hornhautschäden bringt nun eine vom holländischen Augenarzt Dr.
Gerrit Melles 1998 erfundene Methode, die in den USA von Dr. Francis
W. Price verbessert wurde. Als erster europäischer Augenchirurg
studierte Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm dieses Verfahren in der Klinik
der Price Vision Group in Indianapolis und etablierte als Erster in
Mitteleuropa dieses Verfahren in der ZIRM Privatklinik (Innsbruck).

Am 31. Juli 2006 wurden die Patienten Andrea P. und Fritz B. mit
einem neuen Hornhautendothel-Transplantat versorgt. Am Ende des unter
örtlicher Betäubung (Tropfanästhesie) durchgeführten Eingriffs war
die neue Zellschicht mit der Patientenhornhaut verbunden. Am Tag
darauf war das Hornhautgewebe bereits deutlich klarer und beide
Patienten schmerzfrei.

Wurde früher bei einer Hornhauttransplantation die komplette
Hornhaut durch eine Spenderhornhaut ersetzt, so wird nun, 100 Jahre
nach der ersten Hornhauttransplantation durch Dr. Eduard Zirm, bei
dieser völlig neu entwickelten Operationsmethode, nur noch die
innerste Hornhautschicht, das sogenannte Endothel ausgetauscht.

Das Endothel an der Rückseite der Hornhaut ist eine Zellschicht,
die sich noch im Mutterleib entwickelt und sich bis zum Tod nicht
mehr erneuert. Sie ist verantwortlich für die Ernährung der Hornhaut
und somit für eine klare Sicht. Schäden, wie durch Verletzungen,
Anfälle von Grünem Star, erblich bedingtem Mangel an Endothelzellen
aber auch unglücklich verlaufene Operationen führen zu einem
Endothelzellverlust. Die Folgen sind Eintrübung der Hornhaut und eine
schmerzhafte Blasenbildung an der Hornhautoberfläche.

Im Gegensatz dazu weist die herkömmliche Hornhauttransplantation,
die in Vollnarkose durchgeführt wird eine wesentlich längere
Einheilungszeit (ca. 12 Monate mit ständigen Kontrollen) und ein
größeres Risiko einer Abstoßungsreaktion auf. Außerdem benötigen fast
alle Patienten anschließend eine Kontaktlinse zur Behebung der meist
hohen, postoperativen Hornhautverkrümmung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:
http://www.zirm.net/Hornhauttransplantation.73.0.html

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
ZIRM Privatklinik
Meinhardstr. 5, 6020 Innsbruck
Tel: 0512/7273
mailto:[email protected]
Home: www.zirm.net

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