Thumpser zu NÖ-Nebenbahndiskussion: ÖVP-Kahlschlag in den Regionen wird munter fortgesetzt

Nebenbahnen und öffentlicher Nahverkehrsauftrag nur mit starken ÖBB unter staatlicher Verantwortung gesichert

St. Pölten, (SPI) - "Es ist grotesk - diese ÖVP-geführte Bundesregierung sieht im Auflassen, Zusperren und Entlassen offenbar ihre einzige Existenzberechtigung. Wenn jetzt neuerlich mehr als ein dutzend Strecken der ÖBB - vor allem in Niederösterreich - zugesperrt werden sollen, so ist dies nicht mehr als die Fortsetzung der Kahlschlagspolitik der vergangenen Jahre, die vor allem unserem Bundesland bereits hunderte Einrichtungen und tausende Arbeitsplätze gekostet hat. Der öffentliche Versorgungsauftrag des Nahverkehrs wurde unter Schüssel und Gorbach praktisch ausgehebelt, besonders NÖ leidet unter der Ausdünnung der Regionen", so der Verkehrssprecher der SPÖ-NÖ, LAbg. Herbert Thumpser, zur neu aufgeflammten Diskussion um die Schließung von Nebenbahnen.****

"Die SPÖ-NÖ fordert ganz klar, dass die Nebenbahnen in Betrieb bleiben und endlich in den Ausbau des Angebots, in dringend notwendige Modernisierungen sowie Attraktivierungen und in die flächendeckende Versorgung investiert wird. ÖVP(ÖBB)-Huber tut nichts anderes, als die Vermögenswerte der Bahn zu verschleudern. Gleichzeitig wurden in den vergangenen Jahren dutzende hochdotierte Versorgungsposten für abgehalfterte ÖVP- und BZÖ-Funktionäre geschaffen", so Thumpser weiter. Huber von Schüssels Gnaden erweist sich damit nur als willfähriger Exekutor der Regierungspolitik. Die ÖVP-BZÖ-Regierung stellte der ÖBB ja einen generellen Freibrief zur Schließung von Bahnlinien aus. Weder der Bund, noch Länder oder Gemeinden haben wirklich die Möglichkeit, gegen die Sperre von Bahnlinien ein Veto einzulegen.

"Hunderte Postämter weniger, Post an die Börse, dutzende ÖBB-Linien weniger, ÖBB an die Börse - was dann mit dem Nahverkehr passiert, kann sich jeder ausmalen. Dort wo er Gewinne bringt, wird gefahren, dort wo er Verluste einfährt, wird weiter stillgelegt. Die SPÖ ist jedenfalls davon überzeugt, dass der Weiterbestand der Nebenbahnen nur im Besitz der ÖBB - und ebenso mit der Gewissenhaftigkeit eines verantwortungsbewussten Verkehrsministers gesichert werden kann. Dem derzeitigen Hubert Gorbach steht das Wasser schon bis zum Hals - und seine baldige Abwanderung ist ja kein Geheimnis. Alle seine Zusicherungen können damit getrost dem ‚koalitionären Märchenbüchl’ der vergangenen Jahre zugeordnet werden", so Thumpser abschließend. (Schluss) fa

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