- 09.08.2006, 13:01:03
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Volkshilfe: PraktikerInnen in Arbeitsgruppe einbinden
Wien (OTS) - Mit jahrelanger Verspätung wird das Thema Pflege
jetzt ernst genommen. Doch für rasche und sinnvolle Maßnahmen braucht
es einen runden Tisch, an dem auch Praktiker Platz nehmen.
"Hoffentlich ist die Ankündigung des Bundeskanzlers, eine
Arbeitsgruppe zum Thema der illegalen Pflege einzurichten, nicht nur
ein Wahlkampfmanöver", meint der Präsident der Volkshilfe Österreich
Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer. Denn damit, so Weidenholzer
weiter "würden die Ängste und Sorgen der Menschen, die mit Problemen
der Pflege konfrontiert sind, nicht gelöst. Die Volkshilfe will eine
Aktion für leistbare legale Pflege, dazu müssen PraktikerInnen
eingebunden werden."
Die Volkshilfe Österreich fordert daher wie auch andere große
Hilfsorganisationen, dass in einem Runden Tisch mit Bund, Ländern und
legalen Pflegeanbietern ein konkretes Maßnahmenpaket und ein
Zeitrahmen für die Umsetzung erarbeitet wird. Selbstverständlich
kostet ein solches Paket Geld, aber die Bedürfnisse von
pflege-bedürftigen Menschen müssen uns das wert sein. Neben dem
dringend nötigen Ausbau mobiler Strukturen und semistationärer
Strukturen wie Tageszentren gehören auch innovative Angebote wie
spezielle Betreuungsformen für Demenzkranke und betreubare Wohnformen
zu einem solchen Maßnahmenpaket.
Als ersten raschen Schritt zur Verbesserung der Situation regt
Weidenholzer an, Beratungsgespräche durch gut ausgebildete
Pflegepersonen durch die Länder zu finanzieren, um in
Problemsituationen eine Pflegeplanung durchzuführen und legale
Pflegeangebote zu erstellen.
Abschließend stellt Weidenholzer fest: "Es ist hoch an der Zeit,
endlich Maßnahmen zu ergreifen. Denn wir können unsere Pflegeprobleme
nicht länger auf dem Rücken unserer Nachbarländer lösen. In
Tschechien und der Slowakei gibt es schon heute für ihre alten
Menschen viel zu wenig Betreuungspersonal. Und wenn das Lohnniveau
steigt, wird in einigen Jahren die Arbeit in Österreich zu diesen
Bedingungen uninteressant. Dann haben wir wirklich den absoluten
Pflegenotstand."
Rückfragehinweis:
Erwin Berger, Tel. 0676 83 402 215
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
mail: [email protected]
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