Volkshilfe: PraktikerInnen in Arbeitsgruppe einbinden

Wien (OTS) - Mit jahrelanger Verspätung wird das Thema Pflege
jetzt ernst genommen. Doch für rasche und sinnvolle Maßnahmen braucht es einen runden Tisch, an dem auch Praktiker Platz nehmen.

"Hoffentlich ist die Ankündigung des Bundeskanzlers, eine Arbeitsgruppe zum Thema der illegalen Pflege einzurichten, nicht nur ein Wahlkampfmanöver", meint der Präsident der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer. Denn damit, so Weidenholzer weiter "würden die Ängste und Sorgen der Menschen, die mit Problemen der Pflege konfrontiert sind, nicht gelöst. Die Volkshilfe will eine Aktion für leistbare legale Pflege, dazu müssen PraktikerInnen eingebunden werden."

Die Volkshilfe Österreich fordert daher wie auch andere große Hilfsorganisationen, dass in einem Runden Tisch mit Bund, Ländern und legalen Pflegeanbietern ein konkretes Maßnahmenpaket und ein Zeitrahmen für die Umsetzung erarbeitet wird. Selbstverständlich kostet ein solches Paket Geld, aber die Bedürfnisse von pflege-bedürftigen Menschen müssen uns das wert sein. Neben dem dringend nötigen Ausbau mobiler Strukturen und semistationärer Strukturen wie Tageszentren gehören auch innovative Angebote wie spezielle Betreuungsformen für Demenzkranke und betreubare Wohnformen zu einem solchen Maßnahmenpaket.

Als ersten raschen Schritt zur Verbesserung der Situation regt Weidenholzer an, Beratungsgespräche durch gut ausgebildete Pflegepersonen durch die Länder zu finanzieren, um in Problemsituationen eine Pflegeplanung durchzuführen und legale Pflegeangebote zu erstellen.

Abschließend stellt Weidenholzer fest: "Es ist hoch an der Zeit, endlich Maßnahmen zu ergreifen. Denn wir können unsere Pflegeprobleme nicht länger auf dem Rücken unserer Nachbarländer lösen. In Tschechien und der Slowakei gibt es schon heute für ihre alten Menschen viel zu wenig Betreuungspersonal. Und wenn das Lohnniveau steigt, wird in einigen Jahren die Arbeit in Österreich zu diesen Bedingungen uninteressant. Dann haben wir wirklich den absoluten Pflegenotstand."

Rückfragen & Kontakt:

Erwin Berger, Tel. 0676 83 402 215
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
mail: berger@volkshilfe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001