- 08.08.2006, 12:44:07
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VP - WALTER: EIGENHEIMFÖRDERUNG GERÄT UNTER DRUCK
Wien: Eigentumswohnung ist Stiefkind der Wohnbauförderung
Wien (OTS) - "Der ins Auge springende Rückgang der
Eigenheimförderung im Rahmen der gesamten Wohnbauförderung ist ein
Alarmsignal. Damit wird gesellschaftspolitisch ein falsches Signal
gegeben. Die Schaffung von Wohnraum im Eigentum ist nämlich eine der
wichtigsten Säulen bei der wünschenswerten Stärkung von
Privateigentum bei möglichst vielen Österreicherinnen und
Österreichern", betont der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, Gemeinderat
Norbert Walter, in einer ersten Stellungnahme zum Bericht über die
"Wohnbauförderung 2005", den das Institut für Immobilien, Bauen und
Wohnen soeben veröffentlicht hat.
Einen dramatischen Strukturwandel in der Wohnbauförderung habe es
in den vergangenen zehn Jahren in Wien gegeben: "Wurde im Jahr 1995
in der Bundeshauptstadt die Errichtung von fast 2000
Eigentumswohnungen noch öffentlich gefördert, so waren es im Vorjahr
(2005) nur noch 249 Einheiten", unterstreicht Walter, der diese
Entwicklung für sehr bedenklich hält.
Die Zahl der geförderten Wohnungen insgesamt sei in Wien seit der
Mitte der neunziger Jahre um fast 50 Prozent zurückgegangen, bei den
Eigentumswohnungen mache der Rückgang hingegen mehr als 85 Prozent
aus. Das sei nicht nur gesellschaftspolitisch eine bedauernswerte
Entwicklung, auch im Hinblick auf die Stadtentwicklung müsste die
Wohnbauförderpolitik neu ausgerichtet werden. "Die Zahl der
geförderten Eigenheime steigt in Wien seit Jahren konstant an. Dabei
handelt es sich naturgemäß überwiegend um Projekte in
Stadtrandsiedlungen", so der Wohnbausprecher der ÖVP Wien. Dort komme
es für den Einzelnen ohne Zweifel meist zu einer Verbesserung der
Wohnumweltqualität, gleichzeitig hätten jedoch Eigenheime an den
Stadträndern deutlich höhere Infrastrukturkosten zur Folge.
Walter fordert daher von der Wiener Wohnbauförderpolitik eine neue
Schwerpunktbildung: "Wichtig und richtig wäre es, Wohnbauprojekte in
den innerstädtischen Kernzonen zu forcieren, dort die Qualität der
Wohnumgebung damit entscheidend zu verbessern sowie Nahversorger und
somit auch Kaufkraft in den historisch gewachsenen Wohngegenden zu
stärken." Auch im städtischen Bereich sei es sinnvoll, das
Wohnungseigentum auszubauen, weil es die Bindung zur Stadt erhöhe und
in vielen Fällen den Kristallisationspunkt für die Sanierung sowie
die Erhöhung der Wohnattraktivität eines Grätzels ausmache.
Dieses Konzept der "inneren Stadterweiterung", das einen Eckpunkt
der Stadtentwicklungskonzeption der ÖVP Wien darstelle, bedürfe
deshalb auch der Wiederankurbelung des Baues geförderter
Eigentumswohnungen in Wien.
Gegenwärtig sei die Eigentumswohnung jedoch das erklärte Stiefkind
der Wiener Wohnbauförderung. Das Verhältnis zwischen geförderten
Mietwohnungen und Eigentumswohnungen - im Jahre 2005 immerhin 16 zu 1
- sei ein "Missverhältnis" und müsse rasch wieder zugunsten der
Eigentumswohnungen korrigiert werden, meint der VP - Wohnbausprecher
abschließend.
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TEL (01) 515 43 - 940
FAX (01) 515 43 - 929
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