- 08.08.2006, 10:19:03
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Mainoni begrüßt Ausrichtung von Forschungskooperationen auf österreichische Stärken
Fraunhofer als internationaler Teilnehmer der Ausschreibung für das FFG-Kompetenzzentrum-Programm
Wien (BMVIT/MS) - Die deutsche Fraunhofer-Gesellschaft ist mit
rund 80 Forschungseinrichtungen an über 40 Standorten und 12.500
Mitarbeitern die größte Organisation für angewandte Forschung in
Europa und besonders auf ingenieurwissenschaftliche Forschung
spezialisiert. Seit Jänner 2005 ist die Fraunhofer-Projektgruppe für
Produktionsmanagement und Logistik in Wien ansässig. Der Leiter
dieser Gruppe, Professor Dr. Wilfried Sihn, hat in Gesprächen mit
Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni Interesse am Aufbau
eines Kompetenzzentrums für innovative Wertschöpfungssysteme in der
Automobilindustrie gezeigt.
Laut den Vorstellungen von Dr. Sihn sollen neben einigen
Fraunhofer-Instituten aus Deutschland auch österreichische und
internationalen Hochschulen sowie vor allem österreichische
Unternehmen Partner des Kompetenzzentrums werden. "Mit einem Anteil
von knapp 11 % an der Industrieproduktion ist die Automobilindustrie
eine der wichtigsten Branchen in Österreich. Wir müssen alles tun, um
das Know-how zu erhöhen, die Kosten zu senken und die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu steigern. Das
Automotive-Kompetenzzentrum soll es österreichischen Unternehmen
ermöglichen vom Boom der Automobilindustrie in den östlichen
Nachbarstaaten zu profitieren", so Sihn, der an der TU Wien auch als
Professor für Betriebstechnik und Systemplanung tätig ist.
BZÖ-Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni begrüßt das
Engagement der Fraunhofer-Gesellschaft in Österreich: "In den letzten
Jahren ist es uns durch die Kompetenzzentren-Programme gelungen, die
langfristige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
unter der Einbindung von internationalem Forschungs-Know-How zu
forcieren. Außerdem haben wir es durch die unterschiedlichen
Ausrichtungen geschafft, vor allem auf die Stärken und
Zukunftspotentiale der österreichischen Forschungslandschaft
aufzubauen."
Eine solche Zukunftsbranche stellt die Automobil-Industrie dar. "Der
Automobil-Sektor konnte in den letzten Jahren Wachstumsraten
verbuchen, die weit über dem Durchschnitt der österreichischen
Wirtschaft liegen. Derzeit sind in rund 700 Betrieben 175.000
Menschen beschäftigt. Der Umsatz liegt bei jährlich rund 20
Milliarden Euro - Tendenz stark steigend. Jetzt müssen wir vor allem
auf europäischer Ebene noch intensiver zusammenarbeiten, um die
Automobil-Industrie weiter zu stärken. Nur so können wir Wachstum und
Beschäftigung nachhaltig sichern", betont Mainoni und verweist auf
eine gute Ausgangslage Österreichs.
Insgesamt werden im Jahr 2008 in der CENTROPE-Region (Radius 300
Kilometer um Wien) voraussichtlich mehr als 3 Millionen Autos
montiert. 2005 lag die Zahl noch unter 2 Millionen. Das bedeutet,
dass in zwei Jahren rund 5 % der weltweiten Fahrzeugproduktion in
Österreich und insbesondere den Anrainerstaaten gefertigt werden. Das
ist für die heimischen Unternehmen eine große Chance
(Akquisepotential von rund 20 Mrd. Euro jährlich), da die räumliche
Nähe zwischen Lieferanten und Zuliefern erhebliche Vorteile mit sich
bringt (Reaktionszeit, Logistikkosten, Versorgungssicherheit).
Rückfragehinweis:
BMVIT - Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni Pressesprecher Michael Stangl Tel.: (01) 711 62-8400 oder (0664) 859 12 74 [email protected] Fraunhofer-Projektgruppe für Produktionsmanagement und Logistik Univ.-Prof. Dr. Wilfried Sihn Theresianumgasse 27, 1040 Wien Tel.: (01) 58 801-33 041 [email protected]
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