- 07.08.2006, 09:46:32
- /
- OTS0036 OTW0036
Pflegescheck: Auch Modellprojekt Steiermark ist ein Hit
Wien 2006-08-07 (BMSG/OTS) - Das laufende Modellprojekt eines
Pflegeschecks für pflegende Angehörige besteht aus 2 Modulen: 1.
Geldleistung als Pflegescheck und 2. Pflegeberatung, Workshops und
psychologische Beratung.
Der Pflegescheck kann einerseits für die Kurzzeitpflege verwendet
werden, andererseits auch für mobile Dienste vor Ort (z.B. Hilfswerk
Steiermark). Weiters kann der Scheck zu 50% gegen Vorlage einer
Rechnung auch für den Ankauf von Pflegehilfsmitteln verwendet werden.
Bisher ist ersichtlich, dass die Kurzzeitpflege im nahen Umfeld in
Anspruch genommen wird, ebenfalls werden Pflegeberatung und Workshops
durch die Pflegeexpertinnen des Bezirks durchgeführt. Sowohl die
Beratungs- als auch die Workshopangebote sind für
Pflegescheckempfänger/innen kostenlos.
"Wichtig ist, dass dieser Pflegescheck auch eine koordinierende
Wirkung hat, denn im Lebensumfeld der Pflegebedürftigen und ihrer
pflegenden Angehörigen werden die Einrichtungen, Hilfsdienste und
Expert/innen genützt. Das Pflegenetzwerk funktioniert sehr gut und es
entsteht ein Pflegepool, der auch die Angehörigen einbezieht",
beschreibt Sozialministerin Ursula Haubner diesen neuen Ansatz.
Es hat sich schon beim Kärntner Pflegescheckmodell gezeigt, dass der
Pflegescheck überwiegend (52 %) für mobile soziale Dienste genutzt
wurde, gefolgt zu 41 % von der Nutzung stationärer Kurzzeitpflege.
"Das heißt, pflegende Angehörige brauchen in erster Linie eine
zeitliche Entlastung, aber auch Hilfsmittel wie Badewannenhilfen oder
Pflegebetten tragen zur Erleichterung bei", so Ursula Haubner.
Der Evaluierungsbericht des Kärntner Modells hat klar gezeigt, dass
der Verzicht auf Urlaub nicht nur am häufigsten genannt, sondern auch
von über 80 % der Befragten als "starke" Einschränkung eingestuft
wird. Längere Erholungsphasen von der Pflege scheinen demnach für den
Großteil der Befragten ohne Pflegescheck nicht möglich zu sein. Eine
Kernfrage der Evaluierung war, welche positiven Auswirkung(en) der
Pflegescheck auf die Lebenssituation der Hauptpflegepersonen hatte.
Am häufigsten wurde von den Befragten die Antwort "konnte mich mit
ruhigem Gewissen erholen, weil ich meine/n Angehörige/n gut versorgt
wusste" gewählt.
"Ich erwarte mir von der zusätzlichen Beratung und Workshops für
pflegende Angehörige eine zusätzliche Entlastung, weil jedes
zusätzliche Wissen mehr Selbstsicherheit in der Pflege gibt und
darüber hinaus auch alle Anlaufstellen zusammen arbeiten und die
Angehörigenpflege einbinden. Davon profitieren alle, vor allem die
wichtigste Pflegeinstitution Familie", schließt Ursula Haubner.
Rückfragehinweis:
BMSG - Bundesministerin Ursula Haubner
Pressesprecher Mag. Clemens Prantner
Tel.: 0664 858 12 08
mailto: [email protected]
http://www.bmsg.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSO






